Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku

50 km östlich von Turku

2 Kommentare

Jedem sein eigenes Tellerchen.

Seit unser Camping- und Picknickgeschirr komplett plastikfrei ist, ist es nicht nur hübscher, sondern lässt sich auch der Abwasch unterwegs viel leichter erledigen. Unsere Emaille-Mumintassen begleiten uns schon lange, fünf Emailleschüsseln von IKEA auch schon ein paar Jahre. Allerdings haben die eine ein bisschen ungünstige Form und sehen vor allem alle fünf genau gleich aus – was unterwegs, wo man nicht alles sofort abwäscht, sondern vielleicht später nochmal für eine andere Mahlzeit verwendet, wo dann jeder gern seinen eigenen schon mal benutzten Teller wiederhätte, nicht sooo günstig ist. Wir hatten uns deshalb neulich vorgenommen, die auch durch Produkte der hiesigen Emaillefabrik des finnischen Emaillegeschirrdesigners (der immerhin wenigstens in Osteuropa produzieren lässt) zu ersetzen.

Deshalb fuhren wir heute in den nahegelegenen für finnische Verhältnisse nicht weit entfernten Werksverkauf und erstanden fünf Teller. Eine ObstTomatenschüssel – nicht zum Zelten, sondern für unsere Küche – für den tomatensüchtigen Ähämann wollte auch noch mit.

***

Botanik und Geologie.

Natürlich fahren wir trotzdem keine 60 km mit dem Auto, nur um ein paar Teller zu kaufen. Auf dem Rückweg hielten wir noch zweimal an, um einen kleinen Naturlehrpfad auf einer Insel abzulaufen sowie einen beeindruckenden eiszeitlichen Gletschertopf zu besuchen.

Zu dem Gletschertopf wollte ich schon lange, weil er doch ein bisschen grösser – zweieinhalb Meter im Durchmesser und fünfeinhalb Meter tief! – als das kleine Töpfchen, das wir im Wald mal fast übersehen hätten. Weil zu ihm aber nur ein 200 m langer Weg von einer Strasse aus führt und man dort keine grössere Wanderung machen kann, war es eben auch immer ein Ausflugsziel, zu dem sich der weite Weg eigentlich nicht lohnt.

Im Wald stellte ich fest, dass ich den finnischen Wald ganz schön vermisst hatte über den Sommer. Und dass im Wald schon richtig Herbst ist. Das Fräulein Maus fotografierte die letzten Moose und Flechten für ihr Digiherbarium.

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Sentimentalitis wegen Dingen.

Heute haben wir den Herrn Picasso wiedergesehen.

Das kann man hier ganz genau wissen, weil in Finnland ein Auto sein Kennzeichen sein Leben lang behält. Und sogar den Zebrastreifen-Aufkleber – wir haben vergeblich versucht, für den Löwen Balthasar nochmal so einen zu bekommen – hat er noch in der Rückscheibe.

Er wohnt jetzt offensichtlich wieder da, wo er herkommt.

2 Kommentare zu “50 km östlich von Turku

  1. … diesen Tag würde ich auch gerne erleben, samt Geschirrkauf 😍. Ob es das hier auch gibt?

  2. Bei uns ist auch schon Herbst – – wegen der großen Trockenheit ist alles viel früher schon, naja, vertrocknet eben.

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