Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku

Schule im Herbst 2020

Ein Kommentar

Nach drei Wochen Schule sind heute zum ersten Mal alle drei Kinder mit Schnupfen und Halsweh zu Hause geblieben. Vielleicht hilft es doch ein bisschen, dass diesen Herbst jeder mit auch nur den kleinsten Erkältungssymptomen zu Hause bleiben soll. Denn normalerweise dauert es nach Schulbeginn nur zwei Wochen, bis es soweit ist.

Der kleine Herr Maus hatte deswegen auch gestern seine Klavierstunde per Skype. Er hätte mit seinen Erkältungssymptomen nicht hingehen dürfen, fühlte sich aber sonst mehr oder weniger gesund. Schön, dass das nach diesem Frühjahr jetzt unkompliziert und ohne längere Voranmeldung möglich ist.

Ansonsten frage ich mich, warum man im Mai so vehement darauf bestanden hat, dass alle Kinder für die letzten zweieinhalb Wochen vor den Sommerferien nochmal in die Schulen zurückkehren, weil man angeblich unter Anderem Routinen für den Herbst finden und testen wollte. Während im Mai tatsächlich wenigstens ein bisschen auf Abstand und sehr strikt auf räumliche Trennung der Klassen geachtet wurde, könnte man derzeit, wenn man sich so in den Schulen und auf den Schulhöfen umguckt, denken, Corona sei vorbei.

In unsere Familie eingeschleppt hat die Flunssa das Fräulein Maus, die als einziges unserer Kinder in der Schule bisher keine Maske getragen hat. Wir haben hierzulande ja keine Maskenpflicht – noch nicht mal eine Maskenempfehlung für andere Situationen als den öffentlichen Nahverkehr, und die zwei oder drei Masken, die man derzeit pro Bus sieht, werden es wohl auch nicht rausreissen. Erst vorgestern hat wieder ein finnischer Arzt in einem Interview gesagt, wie wichtig er es fände, eine Maskenpflicht für Innenräume einzuführen, dass man durch strikten Maskengebrauch auch die Ausbreitung der gerade grassierenden Herbstflunssa und später der Grippe stark einschränken könnte und dass die Tatsache, dass es keine Maskenempfehlung für unter 15jährige gibt, nicht heisst, dass unter 15jährige keine Maske tragen dürfen. Gehör finden solche Aussagen weder bei den Behörden noch bei der Bevölkerung. Wir waschen ja alle brav die Hände!

***

Presseschau.

Bildungsministerin Li Andersson ist schwanger. „Ich bin sehr froh und glücklich über dieses Geschenk und möchte ein Beispiel dafür sein, dass Frauen sich nicht zwischen Kindern und Karriere entscheiden müssen.“ Ganz eventuell habe ich schon mal erwähnt, wie froh ich bin, unser Land derzeit von all diesen jungen Frauen regiert zu sehen?!

Ein Kommentar zu “Schule im Herbst 2020

  1. Ich habe auch irgendwo gelesen, dass Sanna Marin auch auch vorstellen kann, während ihrer Amtszeit nochmals schwanger zu werden. Vielleicht fällt dir die Quelle noch ein?

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