Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku

Lecker Süppchen

11 Kommentare

Die finnische Mutter kocht nach der Arbeit Abendessen.
Ich koche Maskensüppchen.

Das Fräulein Maus trägt Maske im Bus. Die Herren Maus, die ja mit dem Rad zur Schule fahren, tragen Maske in der Schule – der kleine Herr Maus auf eigenen Wunsch sehr konsequent den ganzen Schultag über, mit Maskewechseln nach jeder Stunde, der grosse Herr Maus zumindest im Gedränge vor und nach den Hofpausen. Ich trage Maske auf Arbeit; nicht beim Kinderabholen oder auf dem Spielplatz, aber immer, wenn wir drin sind.

Während anderswo seit April Maskenpflicht herrscht, wird hier angesichts wieder steigender Infektionszahlen selbst über eine Maskenempfehlung wochenlang diskutiert.

Immerhin haben wir jetzt eine. Für den öffentlichen Nahverkehr. Es trägt auch immerhin knapp die Hälfte der Fahrgäste eine Maske. Und es besteht die Hoffnung, dass sich demnächst vielleicht auch wieder alle, die entsprechende Symptome haben, testen lassen können, nachdem das finnische Testsystem unter dem unerwartet frühen Auftreten der allherbstlichen Flunssa erstmal völlig zusammengebrochen ist. Und ab 31. August können wir uns ja dann nach vier Monaten Ankündigungsfrist auch endlich die finnische Corona-App aufs Handy laden.

Man kann nur froh sein, dass Finnland so ein dünn besiedeltes Land ist.

11 Kommentare zu “Lecker Süppchen

  1. Maskensuppe. Oweia, nicht sehr lecker ;) Hast du selber die Maschen genäht, und welche sind dann die besten? Ab Samstag wird auch hier (in Dänemark) Maskenpflicht im Bus und Zug. Und ich werde auch mal mit dem Nähen versuchen.

    • Das Fräulein Maus hat drei Stück genäht, den Rest habe ich bei zwei verschiedenen kleinen, finnischen Schneidereien bestellt. Die von der zweiten sitzen besser – und dort gibt es vor allem auch Masken in Kindergrösse!

      Die grossen Textilfirmen sind alle hoffnungslos hinterher mit der Maskenproduktion – war ja nicht absehbar *augenroll* – Finlayson kann die jetzt schon beworbenen Masken voraussichtlich in vier Wochen (!!!) liefern, wurde mir gerade im Laden mitgeteilt.

  2. Maskensuppe koche ich auch recht häufig.
    Hier gibt es zwar eine Maskenpflicht (in Geschäften und ÖPNV), aber leider sehr viele, die die Masken unter der Nase tragen. Ich bin es sooo leid. In gewisser Weise hoffe ich auf eine baldige zweite Welle, damit wenigstens der Chef einsichtig ist und wieder HomeOffice anordnet – derzeit möchte er da nämlich nicht ran. Ich will aber weder jeden Tag mit dem Auto zur Arbeit fahren noch mich täglich 2 Stunden über Maskenmuffel und Covidioten in Bus und Bahn ärgern.

    • Wir haben ja keine Pflicht, aber ich ärgere mich, wie wenige Menschen selber denken. Weil sich die finnische Gesundheitsbehörde nicht zu einer Maskenempfehlung durchringen konnte, hat die Stadt Turku selbst schon mal eine ausgesprochen, für den öffentlichen Nahverkehr, für ab Schulbeginn. Das war eine knappe Woche vor Schulbeginn. Und NIEMAND hat in dieser knappen Woche eine Maske aufgesetzt, denn die Empfehlung galt ja erst ab Mittwoch, dem 12.8. Hoffentlich haben sich die Viren in dieser Zeit auch brav zurückgehalten…!!! :-/

  3. Ach herrje. Ich hab auch gerade noch drei Stück runtergerattert. Möchte das von der Menge so, dass die normal mit in die Waschmaschine können. Gibt aber wirklich lustigeres als Maskennähen.

    • Ja, Waschmaschine wäre toll. Aber bei den Mengen, die unsere Hannelore schluckt, bräuchten wir Masken für zwei Wochen, denn öfter wasche ich keine Kochwäsche. Da koche ich dann doch lieber Süppchen.

  4. Unsere Masken gehen oft in die Sauna, wir denken da ist es auch heiss genug. Sie hängen dort ganz brav und müssen nicht jedes Mal gewaschen werden.

    • Die, die wir nur zum Einkaufen benutzen, liegen jetzt im Sommer manchmal einfach im Auto auf dem Armaturenbrett in der Sonne. Aber pssst, nicht THL weitersagen, sonst kommen die wieder mit ihrem „falsch benutzte Masken sind ganz gefährliche Virenschleudern“! ;-)

  5. Bei uns reinigen wir Masken ein bißchen anders. Als Corona am Februar letztes Jahr ausbrach, stand uns nicht ausreichende OP-Masken zur Verfügung. Also hat ein Beamter uns durch ein Youtube Video mit einem Reiskocher beigebracht.

    In meinem Freundeskreis probierten nur wenige das, da wir befürchteten, die Viren könnten nach dem Reinigen in dem Reiskocher bleiben.

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