Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku

Reiserückblick: An der Grönlandsee

3 Kommentare

Nachdem wir mehrere Tage in verschiedenen Vulkanlandschaften verbracht hatten, fuhren wir erstmal Richtung Norden ans Meer und um mehrere Halbinseln herum. Die waren anfangs ein bisschen langweilig: recht flach, sehr durchkultiviert. Am An diesem Tag lockte uns das Schwimmbad in Akureyri mehr als irgendwelche Landschaft.

Akureyri, zweitgrösste Stadt Islands, war mir übrigens schon gleich hinterm Ortseingangsschild sympathisch. Eine Stadt, die auf DIN-Normen pfeift.

Die Herzen in den Ampeln gibt es dort seit der Finanzkrise 2008, als Zeichen der Hoffnung und für was wirklich im Leben zählt. Was wohl von Corona bleiben wird? In Reykjavík fanden wir später übrigens die Frau vom Ampelmännchen.

Als wir am nächsten Tag weiter nach Westen fuhren, wurde die Landschaft jedoch mit jeder Halbinsel imposanter: kilometerlange schwarze Strände, riesige klotzförmige Felseninseln vor der Küste, schneebedeckte Berge, die direkt aus dem Meer herausragen, lustige vorm Strand aufragende Felsformationen. Wir fuhren von Küstenstrasse zu Gebirgspass zu Küstenstrasse. Und auf der nächsten Halbinsel das Gleiche wieder.

Einer wollte unbedingt in der Grönlandsee baden.

Am Ende des Tages fanden wir an der Spitze der letzten Halbinsel vor den Westfjorden einen Zeltplatz mit Ausblick auf den Sonnenuntergang über der Grönlandsee und auf die erste schneebedeckte Bergkette der Westfjorde. Direkt neben dem Zeltplatz befand sich eine Robbenkolonie.

Die Robben besuchten wir noch am gleichen Abend, noch bevor wir das Zelt aufgebaut hatten. Ein paar von ihnen schwammen herum, tauchten unter und steckten kurz vor uns neugierig den Kopf aus dem Wasser, um dann vorsichtshalber schnell wieder unterzutauchen. Am nächsten Morgen, gleich nach dem Frühstück, noch bevor wir anfingen, das Zelt wieder abzubauen, gingen wir wieder hin – da lagen sie faul in der Sonne auf ihrem Felsen und rührten sich nicht. Fernglas war prima, aber man hätte sie auch mit blossen Augen ausreichend gut gesehen. So toll!

Ausserdem gab es jede Menge Vögel. Am tollsten fand ich die schwarzen Gryllteisten – bitte was?! – mit ihren roten Füssen und ihrem roten Schnabelinneren, die gar nicht scheu waren und direkt vor unseren Füssen herumwuselten.

Nur Papageientaucher gab es auch dort nicht. Dabei wollte ich unbedingt Papageientaucher sehen und hatte schon die ganze Zeit überall nach ihnen Ausschau gehalten.

Ein bisschen unschlüssig über unsere weitere Reiseroute waren wir auch, als wir am nächsten Tag weiterfuhren: hätten wir Zeit für die Westfjorde? Würde sich der Umweg lohnen?

3 Kommentare zu “Reiserückblick: An der Grönlandsee

  1. Ich hoffe, Ihr habt sie noch gesehen, die Papageientaucher. Ich hatte nie das Glück. In Island nicht und nicht in Schottland. Obwohl wir uns in Schottland wirklich halsbrecherisch weit über Steilküsten „beugten“

  2. Wir waren vor 10 Jahren Um Mittsommer herum in Island. Da waren die Papageitaucher (z.B. in Vik an der Südküste) noch mit dem Versorgen der Brut beschäftigt, es war aber schon klar, dass sie bald weg sein werden und bis zur nächsten Brutsaison auf hoher See unterwegs.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s