Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku

Reiserückblick: Bei den „Pupsbergen“

2 Kommentare

Worauf ich mich ja am meisten gefreut hatte, waren Vulkane und heisse Quellen und sowas.

Von der Marslandschaft fuhren wir direkt in ausgedehnte Lavafelder. Und als neben der Strasse plötzlich eine heisse Dusche lief, wussten wir, dass wir da waren, wo wir hinwollten.

Der Vulkan Krafla ist 1984 zum letzten Mal ausgebrochen. Bis zum Horizont türmt sich tiefschwarze Lava, die immer noch warm ist. Durch die Lavafelder kann man auf Wanderwegen spazieren, neben denen es aus allen Löchern dampft. Es gibt Schwefelquellen und zischende Solfatare. Es stinkt wie im Affenhaus; die Kinder hielten sich die Nasen zu und schimpften auf die „Pupsberge“. Wir Eltern aber fanden es eines der beeindruckendsten Dinge, die wir je gesehen haben.

Direkt neben den „Pupsbergen“ gibt es auch ein Geothermalkraftwerk.

Noch ein bisschen weiter unterhalb brodelt und dampft und zischt und stinkt es auch. Man kann ganz nahe rangehen, aber  nur auf abgegrenzten – Vorsicht, die Erdkruste ist hier sehr dünn und direkt darunter ist es sehr heiss! – Pfaden.

Dann war es aber erstmal wieder an der Zeit für ein heisses Bad – dazu später mehr – das dort einfach türkisfarben aus den „Pupsbergen“ herausgelaufen kommt. Ein bisschen gruselig fand ich das riesige, kochende Vorratsbecken – Achtung, 100°C! – aus dem dann das Badewasser auf angenehme 38 bis 40°C heruntergekühlt wird.

Nach zwei Stunden gemütlicher Planscherei hatten wir noch 80 km Fahrt bis zum nächsten Zeltplatz vor uns. Aber als unser Blick so auf den Námafjall, gleich oberhalb der Schwefelquellen und Schlammtöpfe, fiel, wie er da so im Abendsonnenschein lag, mussten wir doch nochmal anhalten und da rauf.

Es geht nichts über einen kleinen Abendspaziergang auf einem Vulkan!

Dann stiegen wir ins Auto und fuhren jetzt dann aber wirklich auf schnellstem Weg zum Zeltplatz. Also naja. Wir guckten uns dann doch gleich noch den Dettifoss an. Aber das ist eine andere Geschichte.

2 Kommentare zu “Reiserückblick: Bei den „Pupsbergen“

  1. Das Problem an Island ist, dass, wenn man einmal dort war, man oft schon die „ultimative“ Landschaft gesehen hat. Mir ist das besonders bei Wasserfällen aufgefallen. Ich habe in Island Wasserfälle gesehen! Da locken mir alle danach in allen anderen Ländern gerade mal ein „nett“ ab. Zum Glück gibt es Landschaften, die gibt es in Island nicht *grins*

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