Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku

Im Weihnachtsbaumwald

3 Kommentare

Seit heute morgen 10 Uhr – wegen Zeugnisausgabe grundsätzlich samstags mit Eltern – haben wir Ferien. Ich habe meine Flunssa vom 1. Advent über den ganzen Erzgebirgsurlaub verschleppt, es nieselt und wird den ganzen Tag nicht richtig hell, und ich fühle mich gerade so, als ob ich bis zum 7. Januar einfach durchschlafen möchte.

(Der kleine Herr Maus baute sich auch direkt nach der Zeugnisausgabe ein Deckenlager im Wohnzimmer, nahm seinen Riesenriesig in den Arm und schloss die Augen. Leider kam dann das Fräulein Maus von ihrer Zeugnisausgabe heim, woraufhin der kleine Herr Maus wieder hochschnipste und ein paar Stunden später von uns zu einem Mittagsschlaf gezwungen werden musste.)

Während alle Welt in die Einkaufszentren strömte, fuhren wir in den Wald. Wir sind spät dran dieses Jahr mit einem Weihnachtsbaum, aber im Weihnachtsbaumwald muss man sich nicht mit einem übriggebliebenen, schon seit Wochen ohne Wasser herumstehenden Kümmerling begnügen. Wir fanden eine ganz perfekte mittelgrosse Fichte, die wir morgen schmücken werden, und die ganz sicher auch in diesem Jahr wieder bis zum 13. Januar bei uns bleiben darf.

Im Wald war’s schön. Trotz Nieselregen und Finsternis war ich dort für eine Stunde kein bisschen müde.

3 Kommentare zu “Im Weihnachtsbaumwald

  1. Solche Aktionen hatten wir auch schon. Das macht richtig Freude!
    Bei uns sind wir nicht auf die Garten- und Baumärkte angewiesen. Es gibt genügend Waldbauern, die ihre regionalen frisch geschlagenen Bäume verkaufen. Da gibt es keinen lang gelagerten, sondern immer wieder neu geholte Weihnachtsbäume aus eigens dafür angelegten Kulturen. Und so kann ich sicher sein, kurz vor Weihnachten noch einen frischen Baum zu bekommen. Aber es stimmt schon, selbst in die Natur zu gehen und selbst zu fällen, ist nochmal um Klassen schöner!

    Bei uns ist es (katholisch) üblich gewesen, den Baum bis zum 2. Februar stehen zu lassen. Da ist Mariä Lichtmess. Früher war dieser Tag auch das Ende des Bauernjahres und damit auch Beginn des neuen. Knechte und Mägde wurden entlassen und neue angestellt. Noch heute wird mancherorts an Lichtmess ein bäuerliches Fest gefeiert. Obwohl der Brauch (oder die Unsitte?) immer mehr zunimmt, dass oft schon vor dem Advent Christbäume aufgestellt werden, die dann gleich nach dem zweiten Weihnachtsfeiertag rausgeworfen werden, halte ich gerne daran fest, den Baum erst für Heiligabend zu schmücken (inzwischen mit Kugeln aus dem Thüringer Wald) und ihn bis Lichtmess stehen zu lassen.

    Euch ein frohes Weihnachten!
    Lieben Gruß, Michael

    • Hier gibt es in der Woche vor Weihnachten auch überall Weihnachtsbaumstände, an denen die Waldbesitzer ihre eigenen Bäume verkaufen. Ich habe mir aber sagen lassen, dass es da auch recht grosse Unterschiede gibt, was die Frische betrifft…

      Wir mussten, als wir unsere Weihnachtsbäume noch im Baumarkt kauften, sie auch immer spätestens am 6. Januar rauswerfen, weil sie dann, je nach Art, entweder kahl oder völlig grau waren. Aber wie man seinen Baum schon kurz nach Weihnachten oder an Neujahr wegwerfen kann, verstehe ich wirklich nicht. Die armen Bäume! Das lohnt sich doch überhaupt nicht!

  2. Bis Lichtmess könnte ich den Baum nicht stehen lassen, denn spätestens Mitte Januar werden die Bäume von der Müllabfuhr eingesammelt (meist um den 20. rum). Da hängt dann normalerweise nur noch der Stern im Treppenhaus. Aber der Baum muss mindestens bis zum 6. Januar bleiben.

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