Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku

Viel hilft viel

11 Kommentare

Das mit den e-Rezepten ist eine super Sache. Vor allem, wenn man nur ein Rezept verlängern lassen will.

Neulich stellte ich fest, dass mein Vorrat an Allergietabletten zur Neige geht. Einen Anruf in der Poliklinik und zwei Tage später spazierte ich in die Apotheke. „Möchtest du 100 oder 200 Stück?“, fragte die Apothekerin. „100“, sagte ich, denn damit komme ich üblicherweise über den ganzen Sommer.

So ein e-Rezept ist zwei Jahre gültig. Das einzig doofe daran ist, dass man sich irgendwie merken muss, wieviele Medikamente man noch abholen kann aus der Apotheke, ohne sich ein neues Rezept ausstellen lassen zu müssen. „Also 100 Tabletten sind dann noch auf dem Rezept?“, fragte ich nochmal nach, um es mir bestenfalls irgendwo zu notieren.

„Nein, 1500“, antwortete die Apothekerin. „15 Packungen zu 100 Stück.“

Ja. So hab‘ ich auch geguckt.

Jetzt kann ich nicht nur meine ganze Familie mitversorgen, sondern auch einen Medikamentenhandel aufmachen. Schliesslich habe ich zu Hause auch noch die zwei Schraubverschlusspackungen mit insgesamt 400 Tabletten Ibuprofen und Paracetamol, die mir mal wegen starker Halsschmerzen verschrieben wurden, und die 25 Tabletten irgendeines Morphinderivats, von denen ich nach der Wurzelbehandlung letztes Jahr eine nehmen sollte, damit ich in der folgenden Nacht trotz der Schmerzen gut schlafen kann.

11 Kommentare zu “Viel hilft viel

  1. Ich rege mich in Deutschland auf, weil ich alle drei Monate vom Arzt ein neues Rezept für Schilddrüsentabletten besorgen muss, obwohl ich sie sehr wahrscheinlich bis zu meinem Tode einnehmen muss. Warum kann man hier kein Rezept für ein ganzes Jahr bekommen, zumal ich nur einmal im Jahr zur Kontrolle gehe???

  2. Auf der Verpackung steht, wieviele Pakete du noch übrig hast (Auf dem kleinem Etikett auf der Rückseite vom Klebestreifen). Man kann sich auch in omakanta einloggen und schauen, was man noch hat :)

    Davon abgesehen – ich frage auch immer in der Apotheke nach, obwohl ich weiss, wie man es sieht. :D

  3. Mich ärgert ja hierzulande oft, dass es eben keine Dauerrezepte gibt und man aller Nasen lang zum Rezept holen zum Arzt rennen muss, aber das ist nun gleich sehr extrem. Gibt’s da keinen Mittelweg?

  4. Mein jind braucht Medikamente.dafuer muss ich 50km e tfernt die Karte einlesen lassen.und 24 stunden vorher das Rezept ubd die Überweisung zu arzt 2 bestellen.wenn ich Glück habe geht die Überweisung ohne Diskussion oder rückfrage beim chef das Rezept für Medikament 2 bekomme ich dann bei abgabe der der Überweisung und der karte. Das ganz alle 3 monate.dabei ist das nur für ein kind die chronische Krankheit.was so noch kommt muss extra geregelt werden

  5. Bei uns hingegen bekommt man keine Packungen, sondern wirklich nur so viele Pillen, wie man vom Arzt verschrieben bekommen hat. Unglaublich kleinlich…

    • eigentlich finde ich das richtig. wenn man sieht wie viele Medikamente zum vernichten zurück in die Aotheke gebracht werden!

      • Das stimmt. Und ich las neulicheine ausführliche Reportage über Medikamentenabhängige in Finnland, und wie sehr das unter Anderem durch diese völlig unangebrachten Mengen an Medikamenten, die verschrieben werden, gefördert wird. Und auch da musste ich direkt an die 25 Morphintabletten denken, die ich hier zu Hause rumliegen habe, obwohl es ein oder zwei damals auch getan hätten. (Und ich letztendlich gar keine genommen habe.)

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