Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku

Pfadfinder müsste man sein…!

8 Kommentare

Der grosse Herr Maus war letzte Woche vier Tage im Pfadfinderlager. Auf einer kleinen Insel, ganz weit draussen, die seinem Pfadfinderstamm gehört. Sie schliefen im Zelt, sie kochten und assen draussen, sie gingen schwimmen, angeln und rudern, sie lernten Seemannsknoten und wie man jemanden aus dem Wasser rettet.

Am Sonntag waren Eltern und Geschwister auf die Insel eingeladen, und deswegen schaukelten wir den grössten Teil des Tages bei traumhaftem Sommerwetter übers Meer: erst eine halbe Stunde mit einer gelben Autofähre, dann anderthalb Stunden mit einer blau-weissen Schärenfähre, die von bewohnter Insel zu bewohnter Insel fährt, und dann noch fünf Minuten mit dem Motorboot. (Und ein paar Stunden später das Gleiche zurück.)

Ich hatte schon halb vergessen, wie wunderschön es so weit draussen auf den ganz kleinen Inseln ist. Und dass man eigentlich viel öfter mit einer der Schärenfähren fahren sollte.

8 Kommentare zu “Pfadfinder müsste man sein…!

  1. Hach schön! Hätte das Jahr nur mehr Tage, damit man all diese Orte auch besuchen könnte… Aber so nehme ich eben den größten Teil des Urlaubs im Winter – auch bei unseren Nachbarn in Vaasa war ich ja bislang nur einen Tag.

  2. Wie schön – da bekommt man beim Ansehen Urlaubsgefühle! Besonders das Bild mit der Hängebrücke zwischen den Mini-Inselchen hat es mir angetan. Muss doch auch bald mal wieder in nördliche Gefilde reisen…
    BTW: das sind doch nicht etwa ZUCKERwürfel auf dem Bild mit der Kanne, der Milch und der Tasse?
    Ich bin ENTSETZT- ich bin nach deinen bisherigen Beschreibungen davon ausgegangen, dass „der Finne an sich“ 😉 sich völlig zucker-, geschmacks- und spaßfrei ernährt… 😜
    Das bringt mein ganzes Weltbild durcheinander… 😉😉
    Schönen Sommer weiterhin!

  3. Was sagt Herr Maus zu dem Elternbesuch? Ist er stolz, den Seinigen zu zeigen, was er jetzt macht oder, mindert der Besuch seine kurze Freiheitsfreude.

    Ich war lange und mit Freude Pfadfinderin , vor bis zu drei Jahrzehnten. Von einer eigenen Insel haben wir nicht einmal gewagt zu träumen. Im Süden der
    Ostsee sind die rar und damals waren die östlichen, vermauert auch im Meer.

    Den „Visitors Day“ lernte ich erst mit 13 kennen in einem Lager in Wales mit einer“Girl Guide“-Partnergruppe. Meine Eltern waren die einzigen Deutschen, die auftauchten mit Wohnwagen und der Frage, wann und wo sie ihre Tochter ein paar Tage später abholen könnten zur gemeinsamen Fortsetzung des Familienurlaubs.

    Die Waliserinnen bekamen persönliche Leckerlis von den angereisten Eltern. Die meinigen brachten vier Edelsalamis vom Discounter mit für alle. Eine war sehr krank an diesem Tag. Das nächste Telefon 4 Meilen entfernt. Mit dem selbst umgebauten Kinderschlafbus und einer wallisischen Mutter, einer Nurse, fuhren sie ins nächste Krankenhaus. Am nächsten Tag brachten sie die Mutter zur Tochter in die Klinik, in Ermangelung von ÖPNV , und PKW, in der Wales mit den schließenden Mienen ein Armenhaus.

    Die Alten sind heute noch befreundet. Meine Eltern kommen die Tage zurück von der Insel im Campingbus, Letztmals, vermute ich. Wir Töchter haben uns nix mehr zu sagen schon lange.

    • Bei unseren Pfadfindern gibt es eigentlich auch eher keine Besuchstage, aber weil sowieso meist die Eltern zum Fahren gebraucht werden, gibt es oft am letzten Tag direkt vor der Abreise ein bisschen gemeinsames Programm. (Wozu die Eltern auf jeden Fall kein Essen mitbringen, sondern von den Pfadfindern bekocht werden.)

      • Danke für die Antwort und eine Frage noch: Warum werden Eltern als Fahrende gebraucht? Vor vielen Jahren, als mein Bruder und ich noch Pfade fanden, Gruppen – auch Wölfis- leiteten hatten wir bei kurzen ortsnahen Lagern meist einen Gepäckshuttle (Oft unser Vater, weil Kleinbusfahrer.) Bewegten uns mit Rädern (für die ohne Eigene gab es einen Vorrat im Stamm, der auch von uns gewartet wurde), mit Öffis oder zu Fuss. Ich frage, weil ich verstehen möchte.

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