Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku

Reiserückblick (7): Die Lieblingsstadt

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Als wir aus Jena wegfuhren, waren wir alle ein bisschen wehmütig.
Aber von einer Lieblingsstadt in die nächste zu fahren, liess die Wehmut schnell verfliegen.

Der Ähämann und ich waren schon so oft in Prag, dass es sich tatsächlich jedes Mal ein bisschen wie nach Hause kommen anfühlt (und wir auch völlig frei von „Das und das und das alles müssen wir uns angucken!“ sind). Und auch die Kinder hatten uns schon seit Jahren in den Ohren gelegen, wann wir denn endlich mal wieder nach Prag fahren könnten.

Wir wohnten in einem idyllischen Vorort, wo in jedem Vorgarten ein Hund bellte, und fuhren jeden Tag Metro. (Juhuu, Metrofahren!) Wir liefen planlos durch die Gässchen der Kleinseite, wir kletterten auf Türme und sahen uns satt an roten Dächern, wir spazierten durch Parks, wir fuhren Strassenbahn, wir hielten die Hände in Springbrunnen, wir assen Trdelník zum Mittagessen und uns am Abend durch die Speisekarte der Vorstadtkneipe, die nicht nur eine wunderbare Terrasse in der Abendsonne, sondern auch einen noch viel wunderbareren Spielplatz hatte. (Und wir tranken Kozel, und auf der Rückfahrt, als vor Prag Stau auf der Autobahn war und wir den umfuhren, fuhren wir sogar noch an der Brauerei vorbei, an deren hohem Schornstein auch ein Ziegenbock prangt.)

Und am nächsten Tag machten wir das Gleiche nochmal.

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