Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku

Samstagsschultag

15 Kommentare

Ich musste 6 ¼ Jahre lang samstags zur Schule gehen.

(Jeden Samstag. Nicht nur einen im Jahr!)

Und bekam dafür kein langes Himmelfahrtswochenende frei, der Unterricht fand nie im Freien statt, und die Eltern durften auch nicht mitkommen.

Ja, es war nicht so angenehm, heute früh um halb sieben aufstehen zu müssen. Aber: Was haben es unsere Kinder gut…!

Heute Unterricht draussen. 30 verschiedene Aufgaben lösen. Und den Rest der Zeit spielen.

Die Vermessung des Schulhofs.

In Finnland gibt es jeden Tag ein kostenloses Mittagessen in der Schule. Und wenn samstags Schule ist, auch dann. (Allerdings nur in der Ausflugsversion.)

Erweiterter Schulhof. <3 

15 Kommentare zu “Samstagsschultag

  1. Aber haben sie denn regulär samstags Schule, oder ist das so ein Spezialding à la Wandertag oder Schulfest?

  2. Ich kann mich (ungern) an den Samstagsunterricht erinnern…meine Kinder wollen es nie glauben :-)

  3. Oh ja Samstags Schule, ich erinnere mich. Alle andern Familienmitglieder ratzten, ich musste alleine frühstücken (oder ließ es ausfallen) und dann zur Schule laufen…. Allerdings, wir hatten mal draussen Unterricht. So in der 10ten glaube ich, machte unser Mathelehrer Satz des Pythagoras auf dem Schulhof. Und als ein anderer Schüler durch unsere Zeichnungen latschte, pampte er ihn unglaublich an, was ihm einfiele, durch unser Klassenzimmer zu laufen. Was haben wir gelacht über das dumme Gesicht unseres Schulkameraden. Euer erweiterter Schulhof ist schlicht beneidenswert. Liebe Grüße vom Rhein!

    • In meinen letzten vier Schuljahren, als ich in der sowieso besten Schule von allen war, machten wir im Frühling auch oft Unterricht draussen. Das war aber dann auch schon zu einer Zeit, als wir samstags zu Hause bleiben durften. :-)

  4. Wie schön. So einen ‚erweiterten‘ Schukhof hatte die Tochter in der Grundschule auch. Und Schulgelände und auch Kindergartengelande waren nach den Prinzipien der „Holunderschule“ gestaltet. Es war einfach nur toll. Heute gehe ich an unserem jetzigen Wohnort an Kita und Schule vorbei und konnte angesichts der Asphalt-Rutsche-Schaukel-Tristesse weinen. Die armen Kinder. Wie gut dass deine es so schön haben.

    • Wenn der Eigentümer der Wiese, auf der die wunderbaren Kletterbäume stehen, sich nicht geweigert hätte, sein Grundstück zu verkaufen, dann würden die Bäume jetzt sowieso zum Schulhof gehören und unsere Kinder müssten erst in der fünften statt der dritten Klasse in die grössere und weiter entfernte Schule wechseln…

  5. Als ich im Gymnasium war kam die Idee auf, den Samstag schulfrei zu machen. Ich war dagegen. Denn 5 Lektionen auf die anderen 5 Wochentage zu verteilen hätte ja bedeutet, NOCH später heimzukommen (ich hatte einen Schulweg von einer guten Stunde und ging deshalb vor 7 aus dem Haus und kam gegen 17 oder 18 Uhr heim, und dann mussten noch die Hausaufgaben gemacht werden, die man nicht in der Mittagspause schon geschafft hatte).
    Allerdings hatte der Rest der Familie ja auch nicht frei, Samstag war damals noch allgemeiner Werktag, nicht nur für den Einzelhandel und die Kultur, sondern auch zB. in Gärtnereien.

    • Hm. Naja. Bei uns wurde mitten im Schuljahr 1989/90 der Samstagsunterricht abgeschafft. Ohne dass die Stunden auf die anderen Schultage verteilt worden wären. Und wir haben trotzdem alles geschafft.

      Genauso habe ich relativ stressfrei Abitur nach 12 Schuljahren gemacht – und ich wage zu behaupten, dass das in den den neuen Bundesländern bis heute so ist, während in den alten Bundesländern, die von G9 auf G8 umstiegen sind, alle jammern, wie viel mehr Stunden sie jetzt haben und wie stressig das ist.

      Vielleicht müsste man Unterricht einfach anders und besser organisieren, als immer längeren Unterricht zu machen…

  6. Ich war ja in der Schweiz. Da ist es nach wie vor üblich, dass es 4-5 Vormittagslektionen gibt, dann eine Mittagspause von mindestens einer Stunde (damals unbeaufsichtigt bzw. gab es ab Gym.=9. Klasse immerhin so eine Art „Mensa“ mit Pommes und Hotdogs) und an mehreren Nachmittagen nochmals 2-3 Lektionen. Bei mir (und etwa der halben Klasse) kamen halt gut 2 Stunden Wegzeit dazu.
    Die heutigen Kinder haben wesentlich weniger Stunden für Handwerkliches oder Musisches, das sind halt die Fächer, die dann als erstes rausgestrichen werden.
    Ich finde nicht, dass man nun unbedingt wieder Samstagsunterricht einführen müsste, aber man muss sich klar machen, was 5 Stunden pro Woche weniger bedeuten: der Lehrplan muss angepasst werden.
    Wir hatten samstags ja nicht nur „Spassfächer“, sondern Deutsch, Geschichte, Mathe…

  7. Ich kann mich auch noch gut an den Samstagsunterricht erinnern. Wir hatten Samstags dann aber wenigstens weniger Stunden als an den anderen Tagen. Mehr als fünf waren es wohl nie.
    Das mit dem Abi nach 12 Jahren und dem Gejammer deswegen sehe ich genauso. Hier im Osten Deutschlands war und ist es normal, nach 12 Jahren Abitur zu machen, niemand regt sich darüber auf und die meisten schaffen es ohne übermäßigen Stress.

    • Zumindest in Hessen war es so, dass mit der Umstellung auf G8 die Lehrpläne nicht wirklich angepasst wurden. Der gleiche Stoff wurde also einfach in einem Jahr weniger vermittelt, was deutlich mehr Wochenstunden zur Folge hatte, was wiederum deutlich mehr Nachmittagsunterricht zur Folge hatte. Was ein Problem war, weil die Schulen hier keine Küchen oder Mensen hatten. In vielen gab es noch nicht einmal eine Mittagspause von mehr als 10 Minuten. Das hat verständlicherweise zu Protesten und Problemen geführt.

      • Ok, da hast du recht, so funktioniert es natürlich nicht. Aber die Diskussionen über G8/G9 halten ja bis heute an. Inzwischen könnte man sich doch daran gewöhnt haben bzw. die Lernbedingungen angepasst.

  8. Ja, ja – die Gande der späten Geburt. ;-) ICH hatte ja bis zur 10. Samstagsunterricht. Und beim Abi nur deshalb nicht, weil ich ja BmA gemacht habe. An der EOS war zu meiner Zeit auch noch Samstagsunterricht. (Dafür hatten die aber gefühlt ständig Ferien, wogegen wir in den „Ferien“ zwar keinen Unterricht hatten, aber arbeiten mussten – bis auf die 24 Urlaubstage pro Jahr.) Aber letztlich fand ich es gar nicht sooo schlimm, es war eben so und es waren maximal 4 Schulstunden am Samstag, also bis 11:30 Uhr. Meine Eltern fanden es schlimmer als ich selbst, glaube ich. ;-)

    Euer heutiger Samstagunterricht gefällt mir aber auf jeden Fall besser.

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