Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku

Zwei Tage Winter

3 Kommentare

Für Donnerstag war Schneeregen vorhergesagt. Er kam schon Mittwochabend, und als wir Donnerstagfrüh aufstanden, war alles weiss. Mindestens zehn Zentimeter Neuschnee!

(Ich habe mich immer noch nicht daran gewöhnt, wie schnell das hier geht!)

Das Fräulein Maus durfte die ersten Tapsen in die unberührte Schneedecke machen. Der kleine Herr Maus hüpfte vor Freude, weil er seinen Schneeanzug anziehen durfte.
Zwei Abende lang habe ich die Kinder nur zwischen Schneehaufen gesehen und mit den Nachbarskindern um die Wette juchzen gehört. (Ab und zu kam einer heim und tauschte ein Paar nasse Handschuhe um. Oder bat um noch einen Poporutscher.) Sogar der Akseli hatte ein Einsehen und liess den Kindern mit den Worten: „Den Schnee könnt ihr ja dann später selbst wegmachen!“ ihre Rodelbahn, die über den Fussweg führte.
Als ich gestern nach Hause kam, begrüsste mich schon von weitem ein riesiger, freundlicher Schneemann , den die Nachbarskinderschar* gemeinsam an für alle gut sichtbarer Stelle – „Und nachts wird er sogar beleuchtet! Wir haben ihn nämlich unter die Laterne gebaut!“ – errichtet hatte. Er trug den Schal, den ich dereinst für den Damals-noch-nicht-Ähämann gestrickt hatte, um den Hals und ein Sandeimerchen des jüngsten Nachbarskindes auf dem Kopf. Vor allem war er riesig – grösser jedenfalls als das grösste Nachbarskind, und stolz berichteten sie mir, wie sie es dennoch gemeinsam und ohne Hilfe von Erwachsenen geschafft hatten, die gewaltigen Kugeln so weit hoch zu hieven.
Ich himmelte zwei Tage lang den Schnee an roten Vogelbeeren und gelben Birkenblättern an. (Das gibt es nämlich nicht so oft.)

Jetzt regnet es übrigens. In Strömen.


*Als wir hierherzogen, gab es ausser unseren Kindern nur zwei Vorschulmädchen, die sich zu gross dafür waren, mit dem zwei Jahre jüngeren Fräulein Maus zu spielen. Jetzt haben wir hier auf dem Hof eine ganze Horde von Kindern zwischen 3 und 12, die jede freie Minute zusammen draussen verbringt. Wie so Bullerbü, hier bei uns.

3 Kommentare zu “Zwei Tage Winter

  1. Same here. Ich hab mich gefreut wie ein Schneekönig (sic!), aber jetzt Regen, Regen, Regen, duster…

    • Ich hatte noch nicht mal ernsthaft damit gerechnet, dass das Zeug überhaupt als Schnee runterkommt, geschweige denn liegenbleibt. So gesehen war es eine frohe Überraschung, und ich bin jetzt auch nicht allzusehr enttäuscht. Sind ja auch noch ein paar gelbe Blätter an den Bäumen! :-)

  2. Jetzt bin ich doch glatt ein wenig neidisch…also auf Schnee und den Schneemann natürlich! Hier stürmt und regnet es gerade „Katzen und Hunde“ (und es soll in den kommenden Stunden noch stürmischer werden), so daß leider auch die letzten bunten Blätter von den Bäumen gefegt wurden. Aber nun gut…der (triste) November steht ja auch vor der Tür.

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