Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku

Schlafen können wir im Winter.

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Hier ist es im Frühling und Sommer ja oft so, dass die Sonne, wenn es tagsüber grau und trüb war, abends noch rauskommt. Macht ja nichts, reicht ja noch für etliche Stunden Sonnenschein…

Nur sind wir deswegen im Frühling und im Sommer leider auch sehr lasch mit Zubettgehroutinen.

Als der Ähämann gestern abend kurz vor sechs zu einer Vier-Fliegen-mit-einer-Klappe-Runde aufbrach – den grossen Herrn Maus zu den Pfadfindern bringen, das Fräulein Maus vom Training abholen, mit beiden Kindern auf deren dringenden Wunsch in der Stadtteilbibliothek neue Bücher ausleihen sowie dort auch gleich noch wählen – und der kleine Herr Maus und ich allein zurückblieben, da bereiteten wir nicht etwa das Abendbrot vor, sondern schwangen uns auf die Fahrräder und fuhren in der Abendsonne zum nahegelegenen See.

Ein Entenpärchen zog im spiegelblanken Wasser gemächlich seine Kreise. Weit draussen war der See weiss von Möwen, die ununterbrochen durcheinanderschnatterten. „Was reden die denn die ganze Zeit?!“, fragte der kleine Herr Maus. Kaum vorstellbar, dass wir dort vor Kurzem noch schlittschuhlaufen waren. Wir sahen die letzten Eisreste auf dem See und die allerletzten Schneereste im Wald. Und den ersten Huflattich.

Und eben. Schlafen können wir im Winter.

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