Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku

13. Januar

16 Kommentare

Mir ist es dieses Jahr sehr schwergefallen, die Weihnachtssachen wegzuräumen

Vielleicht, weil uns zehn Tage Advent fehlten.

Es kam mir jedenfalls sehr gelegen, dass die Weihnachtszeit in Finnland eine Woche später endet.

Wir zündeten auch nach Weihnachten noch alle Kerzen an, hörten auch nach Silvester noch Weihnachtslieder und fanden es am 6. Januar völlig undenkbar, den Weihnachtsbaum schon rauszuschmeissen. Jeden Tag, wenn ich von Arbeit kam, freute ich mich über den schon von Weitem leuchtenden Weihnachtsbaum im Garten. Der kleine Herr Maus spielte weiterhin mehrmals täglich „Joulupuu on rakennettu“ auf dem Klavier* – zweifingrig noch, aber schon zweihändig mit Melodie und Begleitung – und es klang so schön und kein bisschen unpassend so Anfang Januar und ganz oft sangen wir alle mit.

Vorvorgestern dann sah der Weihnachtsbaum plötzlich ganz grau und welk aus. Vorgestern haben wir ihn gemeinsam abgeschmückt. Und den Grossteil der Weihnachtssachen in ihre Kisten und Schächtelchen und die zwei grossen Umzugskartons gepackt.

Es war dann sehr leer in der Wohnung.

Aber Tulpen haben wir noch keine gekauft.

(Die sind hier auch – zu Recht! – unerschwinglich um diese Jahreszeit.)

Alles zu seiner Zeit.


* Als nächstes möchte er gerne „Dr Bargma trägt sei halles Licht“ lernen. Hat zufällig jemand der Mitlesenden aus dr Haamit die Noten und/oder den Text dafür und könnte die uns zukommen lassen?

16 Kommentare zu “13. Januar

  1. Text im Internet, steht rechts im Kästchen auf der ersten .pdf -Seite.

    Aus Copyrightgründen nur Link. (Musiker stellen sich bei sowas an)

    http://www.altenberg.de/bilder/Altenberg_12_2013.pdf

  2. da stand:

    Musiker stellen sich bei sowas immer so wahnsinnig an.

  3. Ich habe mich dazu entschlossen, meinen Leuchtbogen noch ein wenig stehen zu lassen – habe mich so an das gemütliche Licht abends gewöhnt. Andere Weihnachtsdeko hatte ich eh nicht, die wäre allerdings dann jetzt auch langsam mal weggekommen.

  4. Probier es beim Googeln mal mit „erzgebirgische Weihnachtslieder Noten“, alternativ wäre es eine Möglichkeit, eine Musikalienhandlung „vor Ort“ anzuschreiben und zu fragen, was so ein Notenheft kosten würde.

    • Dazu müsste es ja erstmal ein Notenheft geben, in dem das Lied enthalten ist…

      (Zur Not kriegt die Klavierlehrerin das auch nach Gehör hin – denn wir haben das Lied ja auf CD – aber den Extraaufwand würde ich ihr gern ersparen.)

  5. Liebe Karen,

    ich kann Dich so gut verstehen. Ich benötige meinen Weihnachtsbaum hier auch immer sehr lange (morgen wird er abgeschmückt). Blöderweise veranstaltet die hiesige Ortsfeuerwehr immer ein Weihnachtsbaumverbrennen und sammelt die Bäume ein, was im Prinzip ganz praktisch – nur leider immer eine Woche zu früh für mich und meinen Weihnachtsbaum ist. Dann gibt es jährlich Diskussionen hier mit dem Haushaltsvorstand, der ja dann den Baum eine Woche später selbst zersägen und entsorgen muss.

    Im Telefonat mit meiner Mutter kamen wir darauf, dass man den Baum wohl erst mit zunehmender Taghelle bereit ist abzugeben. Meine Schwelle ist jetzt erreicht, und auch der Baum meint auch, dass es ihm jetzt reicht.

    Andere Adventsleuchter, wie Schwibbogen, Engel und Sterne werden nach und nach, wie sie im Advent erschienen sind, wieder in ihre Kisten verpackt.

    Mit dem Ende der Weihnachtszeit bin ich ganz entspannt. Feiern wir ja noch Epiphanias und in einigen Gegenden bleiben Weihnachtssachen auch noch bis in den Februar (Lichtmess) stehen. Aber spätestens im Februar mag ich davon dann auch nichts mehr sehen.

    Liebe Grüße Jana

    • Das mit der Taghelle hat durchaus Einfluss, das ist hier besonders schön zu beobachten: ist es ein sonniger Herbst, sieht man die ersten Weihnachtsbeleuchtungen erst im November; ist es ein eher trüber Herbst, dann hängen die ersten ihre Beleuchtungen schon Anfang Oktober raus…

      Andererseits finde ich nicht, dass nur, weil man in Finnland wohnt, die Weihnachtsbeleuchtung von Oktober bis März hängen muss. Da gibt es andere Möglichkeiten.

  6. Nach altem katholischem Brauch, den ich gerne übernommen habe, weil ich entsprechend positive Kindheits- und Jugenderinnerungen daran habe, steht bei uns der Christbaum bis zum 2. Februar (Mariä Lichtmess). Bei mir beginnt aber auch die Lebkuchenzeit nicht schon Ende August. Lebkuchen sind für mich erst ab dem Advent angebracht, der Christbaum erst an Heiligabend. Ich kann mit der ungeduldigen Verschiebung bis weit in den Sommer überhaupt nicht umgehen. Weihnachten ist für mich an Weihnachten und klingt noch den ganzen Januar aus.

    Ein schönes Wochenende und lieben Gruß, M.!

    • Ja, genau so! :-)

      Nur wie ein Baum das aushalten soll bis zum 2. Februar, ohne am Ende völlig nackig dazustehen, ist mir jedes Jahr wieder ein Rätsel…

      • Das klappte bei uns meistens. Und seit ein paar Jahren haben wir einen Christbaumständer mit Wasserbehälter unten drin, damit man den Baum gießen kann …

        Eine gute Woche und lieben Gruß, M.!

        • Bei uns funktioniert das nicht mal mit Wasser… liegt aber vielleicht dran, das wir meist schon im November geschlagene Bäume aus dem Baumarkt haben. Wenn der Weihnachtsbaum zu Weihnachten ganz frisch geschlagen ist – und möglichst nicht bei -20 Grad, denn dann ist er gleich kahl, wenn er in die Wärme kommt – dann mag es vielleicht gehen…

  7. Schauen Sie mal unter notenbuch.de, da gibt es ein Liederbuch „Haamitland mei Arzgebirg“ (mit Noten), da ist das gesuchte Lied wohl auch dabei. Kostet dort 10.80 Euro.

    • Danke für den Tipp! Das Liederbuch ist ja wirklich umfangreich… aber das gesuchte Lied ist leider auch nicht dabei. („Dr Bargma“ ist ein anderes Lied. Es mangelt nicht an besungenen Bergmännern…)

  8. Ich habe mit Deiner Liedzeile gesucht und bin irgendwie beim „Steigerlied“ gelandet. Nun weiß ich auch nicht, ob das Dein gesuchtes Lied ist? Jedenfalls gibt es hier den Text und die Noten. Und falls es das nicht ist – vielleicht kennt ja der Traditionsverein von der Link-Seite das von Dir gesuchte Lied?
    Herzliche Grüße von einer Sächsin in Dalarna. :-)

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