Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku

Selektive Wahrnehmung

13 Kommentare

Die Kinder haben ein Ritual aus der Schule mitgebracht: Wer ein gelbes Auto* sieht, darf freudig „Keltainen auto!“ rufen und seine Freunde oder Geschwister in Reichweite freundschaftlich auf den Arm boxen.

Und nun darf man mal raten, wie viele gelbe Autos auf Finnlands Strassen herumfahren.

Jedenfalls ungefähr zwanzig Mal mehr als ich gedacht hätte.

*DHL-Lieferwagen sind vom Spiel ausgenommen.

13 Kommentare zu “Selektive Wahrnehmung

  1. Oh, dieses Spiel hat mein Sohn vor etlichen Jahren auch gespielt, nur gab es in Portugal wirklich wenig gelbe Autos zu der Zeit.

  2. Erstaunlich, was die Wahrnehmung bisweilen mit uns macht! (Oder vielleicht immer?)
    Lieben Gruß, M.!

  3. Hier in Deutschland haben die Töchter auch letztes Schuljahr ausgiebig geboxt.

  4. wir haben immer nach blauen Enten Ausschau gehalten und wer sie zuerst sah durfte den anderen zwicken….das würde heute ein sehr ödes Spiel*g*

  5. Wir haben damals nach Schnapszahl-Autonummern gesucht und gezwickt. Und ich finde ja, es gibt heutzutage viel zu wenig bunte Autos. ;-)

    • Ja, das finde ich auch. Als wir den Herrn Picasso kauften, hatten wir die Auswahl zwischen fünf Farben: vier davon irgendwas zwischen Schwarz und Weiss, eine Rot. Fand ich bisschen… dürftig. Und überhaupt sieht es auf den Strassen immer so langweilig aus.

      (Hier kaufen sich gerade alle weisse Autos.)

      • Mein erstes Auto war lindgrün. Da strich ich die Motorhaube weiß an und malte einen großen roten Punkt darauf …

      • Vor ca. 10 Jahren wollte ich ein Auto kaufen – und es gab wunderbare Farben im Katalog. Allerdings nicht bei den Gebrauchtwagen, die gab es nur in langweiligem schwarz, silber und dunkelblau. Alles andere verkaufe sich schlecht, meinte der Händler. Wir fanden dann immerhin eins in „idahogrün“ und waren glücklich. Als wir vor 4 Jahren unser derzeitiges Auto kauften und dann tatsächlich auch nach Neuwagen guckten, waren die bunten Farben sogar in den Katalogen verschwunden – also wieder nichts mit „persepolisgelb“ – nun haben wir in blaues Auto. Immerhin finden wir es anhand der Höhe auf dem Parkplatzn trotzdem.

  6. Unsere zwei Jüngsten spielen das Spiel jeden Morgen auf dem Weg zur Schule. Aber in Delhi ist die Zahl gelber Autos wirklich wirklich begrenzt. Nur wohnt in unserem Stadtteil auf dem Weg zur Schule jemand, der ein gelbes Auto hat und dieses dann immer irgendwo in der Straße, die wir entlang fahren müssen, parkt… Da wird schon beim um die Kurve fahren ganz konzentriert Ausschau gehalten ;-)

  7. Ich vermelde: Mitte/ Ende der 80er im Westen der Republik: grüne Enten und Kneifen.

    Ich habe seit Jahren keinen Deux Chevaux mehr gesehen… schade drum.

    LG,
    Britta

  8. Ich finde das ja gerade echt lustig, was so überall gesucht wird und wurde… :-)

  9. Same here. Mit Mann und (!) erwachsener Tochter, allerdings „yellow car!“ rufend und ohne boxen. Kommt nur drauf an erste(r) zu sein.

    Das nimmt dann solche Ausmaße an, dass das Tochterkind (20) in diesem Frühjahr auf Besuch bei einer amerikanischen Freundin in Kalifornien bei einem Ausflug mit deren Eltern im Auto plötzlich „YELLOW CAR!!!“ brüllte…

    Sie meinte bei ihrer Rückkehr: „Jetzt halten die mich für noch bekloppter, als ich eh schon bin.“

    Na dann.

    ;-)

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