Suomalainen Päiväkirja

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Trängselskatt: [schwed.] Stausteuer

6 Kommentare

Diese Woche bekamen wir Post aus Schweden.

Wir hatten sie schon erwartet, denn wir wussten, dass die „Stausteuer“, die wochentags in der Stockholmer Innenstadt – und irgendwie müssen wir ja vom Hafen auf die Autobahn und wieder zurück kommen – erhoben wird, auch von Ausländern eingezogen wird.

Der Bescheid war komplett auf Finnisch, die Rechnung schon fertig in Euro umgerechnet. Famos. Zu zahlen waren: 1,61 €.

Nun kann man sich ja fragen, ob sich dafür der ganze Aufwand lohnt. Aber ich finde es prima. Ich bin ein grosser Fan von derartiger Gleichbehandlung.

Und ich komme bis heute nicht darüber weg, wie ein deutscher Politiker ernsthaft eine Maut nur für Ausländer vorschlagen kann.

6 Kommentare zu “Trängselskatt: [schwed.] Stausteuer

  1. … na ja, das war auch ein Politiker aus dem Freistaat Bayern …

  2. hö? seit wann gilt die auch für ausländer? mit meinem deutschen kennzeichen konnte ich immer problemlos kostenlos durchfahren. selbst parksünden wurden nicht weiter verfolgt, wenn man einfach den strafzettel ignoriert hat.

    • Ich weiss nicht seit wann – nicht von Anfang an jedenfalls – aber ich habe vor ein paar Monaten schon einen Artikel darüber in der Süddeutschen gelesen, den ich jetzt partout nicht wiederfinde, aber in dem eben auch stand, dass deutsche Autofahrer Post aus Schweden bekommen haben und manche natürlich nicht zahlen wollten, die Sache aber rechtmässig ist… Ich glaube mich aber zu erinnern, dass das erst seit letztem Sommer so ist.

      • Rechtmässig schon. Nur das die Schweden das Bezahlen bei EU-Ausländern nur dann einfordern können, wenn du wieder durch ihr Land fährst und das noch nicht aus dem Computer gelöscht ist. Es gibt noch keine EU-weite Möglichkeiten die Gebühren für Strafzettel einzufordern. Finnland wollte das mal durchsetzen. Ist aber wegen der ungewöhnlichen Berechnung von finnischen Bußgeldern an der Höhe des Einkommens gescheitert.

    • Das scheitert oft an zwei Hürden:
      1. treiben die Heimatbehörden keine höheren Strafgelder ein, als für gleiches Vergehen in Deutschland verhängt werden.
      2. gibt es da eine Bagatellgrenze von m.W. 60€.
      Und 3. kassieren diese Gelder die ein treibenden Länder, so dass nicht unbedingt jeder Strafzettel weitergereicht wird – man hat ja nix davon.
      Bußgelder (nicht Verwarnungsgelder) können m.W. auch in Deutschland in Tagessätzen verhängt werden.

  3. jo, ich fände es auch in ordnung, wenns eine maut für alle gäbe. autofahren ist eh viel zu günstig, gemessen an den ökologischen auswirkungen.

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