Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku


Hinterlasse einen Kommentar

kaksisataakaksikymmentäyhdeksän, kaksisataakolmekymmentä

Das war heute übrigens ein sehr erfolgreicher Fahrradfahrtag.

Auf dem Weg zum Mittagessen – den ich auch laufen könnte, aber dann wäre ich auf der falschen Strassenseite gewesen – kam ich an einer 229 vorbei, und auf dem Heimweg – den ich auch mit dem Bus oder dem Auto absolvieren könnte, aber dann wäre ich eine andere Strasse entlanggefahren – kam mir die 230 entgegen.

[1-3, 4, 5, 6, 7, 8, 9-10, 11, 12, 13, 14, 15, 16-17, 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24, 25, 26, 27, 28, 29, 30, 31, 32-35, 36, 37, 38, 39, 40, 41, 42, 43, 44, 45, 46, 47, 48, 49, 50, 51, 52, 53, 54, 55, 56, 57, 58, 59-61, 62, 63, 64, 65, 66, 67-68, 69, 70, 71, 72, 73, 74, 75, 76, 77, 78, 79, 80, 81, 82, 83, 84, 85, 86, 87, 88, 89, 90, 91, 92, 93, 94, 95, 96, 97, 98, 99, 100, 101, 102, 103, 104, 105, 106], 107-108, 109, 110, 111, 112-113, 114, 115, 116-117, 118, 119, 120, 121, 122-123, 124-130, 131, 132, 133, 134, 135, 136, 137, 138, 139-140, 141, 142, 143, 144, 145, 146-147, 148-149, 150, 151, 152, 153-155, 156, 157, 158, 159-160, 161, 162, 163-164, 165, 166-167, 168, 169, 170, 171, 172, 173, 174, 175, 176, 177, 178, 179, 180, 181, 182, 183, 184, 185, 186, 187, 188, 189, 190, 191, 192, 193, 194, 195, 196, 197-198, 199, 200, 201, 202, 203, 204, 205-206], 207-208, 209, 210, 211, 212, 213, 214, 215-216, 217, 218, 219, 220, 221, 222, 223, 224-225, 226, 227, 228]


Hinterlasse einen Kommentar

Mutter-Sohn-Ausflug

“Kann ich auch mal allein mit dir eine Runde gehen, Mama?”, fragte der kleine Herr Maus am Sonntagabend. “Oder können wir vielleicht auch Fahrrad fahren? Und ich fahre vorneweg und darf bestimmen, wo wir langfahren?”

Und dann hat er sich den ganzen Montag gevorfreut.

Kinder glücklich machen ist so einfach.

Mich auch.


Ein Kommentar

Kurzes langes Wochenende

So ein viertägiges Wochenende mit der liebsten Freundin und Pauline ist doppelt so schnell um wie ein normales zweitägiges. (Und das ist schon immer nur halb so lang wie ein Arbeitstag…!)

Und auch wenn das hier sehr harmonisch aussieht – vier Kinder sind kein bisschen friedlicher miteinander als drei! (Aber ein bisschen besser als letztes Jahr war es doch.)


Ein Kommentar

kaksisataakaksikymmentäkahdeksan

Als ich die 227 suchte, sah ich – und das ist jetzt nicht übertrieben – mindestens zehn Mal eine 228. Danach dann natürlich keine einzige mehr. Bis letzte Woche, als ich keinen Appetit auf warmes Mittagessen hatte und statt in die Mensa oder zum Mittagsitaliener in den nahegelegenen kleinen Supermarkt spazierte und auf einem Parkplatz ganz oben auf dem Unihügel fast über die 228 stolperte.

Neben dem kleinen Supermarkt befindet sich übrigens ein Geldautomat. Dort hatte ich im Herbst mal Geld holen wollen. 90 Euro, weil ich 50 zum Aufladen meiner Buskarte brauchte und die restlichen 40 als Bargeldvorrat für die nächsten zwei Monate.

Helge Schneider hat mal in einem Interview nach einem Auftritt in meiner Geburtsstadt gesagt, eigentlich müsste man um die Stadt einen gigantischen Windschutz aufstellen, damit es nicht so durch die von zehnstöckigen Hochhäusern begrenzten Strassen zöge. Seit ich in Turku wohne, muss ich wieder öfter daran denken. Das würde sich hier auch lohnen, so ein Windschutz aussenrum.

Ich nahm also die drei Geldscheine entgegen. Die beiden 20-Euro-Scheine steckte ich ins Geldfach im Portemonnaie, den 50-Euro-Schein wollte ich neben der Buskarte deponieren. Aber noch bevor ich dazu kam, segelte er über meinem Kopf sachte schaukelnd davon. Wie im Film. Alles Hüpfen half nichts, er war gerade immer zehn Zentimeter von meiner Hand entfernt. Und dann flog er höher, und ich sah ihn schon auf Nimmerwiedersehen über das nächste zehngeschossige Haus davonsegeln – da landete er auf der Markise des kleinen Supermarktes.

„Mir ist gerade etwas sehr Komisches passiert…“, stürzte ich um Hilfe bittend von der falschen Seite an die Kasse. So sehr ich die finnische Gelassenheit sonst schätze, so sehr haderte ich in den folgenden fünf Minuten, in denen die Kassiererin in aller Ruhe erstmal gucken kam, dann einen Schirm holte, der sich als nutzlos erwies, den Schirm wieder wegbrachte, mit einer Leiter zurückkam, wieder entschwand, um das Werkzeug zum Einrollen der Markise zu holen, die Markise einrollte und schliesslich die Leiter aufstellte – und in denen der Wind den Geldschein erneut hochpustete und hinter der Leuchtreklame des Supermarktes verschwinden liess – damit. Am Ende aber zog sie meinen 50-Euro-Schein hinter dem U hervor und reichte ihn mir von der Leiter herunter.

Es dauerte dann nur noch ein bisschen, dem jungen Paar, das den letzten Part interessiert verfolgt hatte, klarzumachen, dass da gerade kein neuer Teil „Versteckte Kamera“ gedreht worden war.

[1-3, 4, 5, 6, 7, 8, 9-10, 11, 12, 13, 14, 15, 16-17, 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24, 25, 26, 27, 28, 29, 30, 31, 32-35, 36, 37, 38, 39, 40, 41, 42, 43, 44, 45, 46, 47, 48, 49, 50, 51, 52, 53, 54, 55, 56, 57, 58, 59-61, 62, 63, 64, 65, 66, 67-68, 69, 70, 71, 72, 73, 74, 75, 76, 77, 78, 79, 80, 81, 82, 83, 84, 85, 86, 87, 88, 89, 90, 91, 92, 93, 94, 95, 96, 97, 98, 99, 100, 101, 102, 103, 104, 105, 106], 107-108, 109, 110, 111, 112-113, 114, 115, 116-117, 118, 119, 120, 121, 122-123, 124-130, 131, 132, 133, 134, 135, 136, 137, 138, 139-140, 141, 142, 143, 144, 145, 146-147, 148-149, 150, 151, 152, 153-155, 156, 157, 158, 159-160, 161, 162, 163-164, 165, 166-167, 168, 169, 170, 171, 172, 173, 174, 175, 176, 177, 178, 179, 180, 181, 182, 183, 184, 185, 186, 187, 188, 189, 190, 191, 192, 193, 194, 195, 196, 197-198, 199, 200, 201, 202, 203, 204, 205-206], 207-208, 209, 210, 211, 212, 213, 214, 215-216, 217, 218, 219, 220, 221, 222, 223, 224-225, 226, 227]


6 Kommentare

Schnelle medizinische Hilfe

7:08 Uhr
Der grosse Herr Maus schnieft, reibt sich die Augen und stöhnt: „Mama! Ich brauche Medizin.“ Klar. Die Birken bekommen gerade nicht nur die ersten Blättchen, sondern fangen auch an zu blühen. Ich krame die Flasche mit der Heuschnupfenmedizin und die dazugehörige Pipette aus dem Schrank und stelle fest, dass der Inhalt der Flasche bei der Dosierung für grosse Kinder nicht mehr lange reichen wird.

8:47 Uhr
Anruf in der zuständigen Poliklinik. Ich höre mir diverse Ansagen vom Band an und klicke mich durch verschiedene Nummernmenüs. „Wir rufen dich zurück um ca. zehn vor eins heute Nachmittag“, bestätigt mir die Stimme vom Band. Auflegen.

13:03 Uhr
Anruf aus der Poliklinik. Ich erkläre mein Anliegen. „Alles klar, ich leite das weiter. Du bekommst eine SMS, wenn das Rezept fertig ist.“ „Dankeschön, auf Wiederhören!“

13:17 Uhr
Die SMS, dass das e-Rezept da ist und in jeder Apotheke in ganz Finnland eingelöst werden kann, trifft ein.

17:52 Uhr
Ich mache auf meiner Musikschule-Turnhalle-Supermarkt-Post-Rundfahrt einen Abstecher zur direkt neben der Post gelegenen Apotheke und lasse mir eine neue Flasche Heuschnupfenmedizin aushändigen.

(Was hat der grosse Herr Maus für ein Glück! Vor zehn Jahren sah das noch ganz anders aus…!)


2 Kommentare

Frühling! Frühling!!!

Wir machen unsere Osterspaziergänge eben zu Vappu.

Es fiel uns heute ein bisschen schwer, uns für ein Ausflugsziel zu entscheiden. Wir wollten nämlich gern ein bisschen wandern – Sonne! Wärme! Erste grüne Blättchen! – uns andererseits aber auch die letzte Chance, in Teijo deutschen Kuchen bei einer deutschen Bekannten im Café zu essen, nicht entgehen lassen. Zum Glück gibt es rund um Teijo nicht nur lange Rundwege, sondern auch einen ganz kurzen, so dass sich beides verbinden liess – und die Kinder ausserdem ihre Vappu-Luftballons ausführen konnten.

Der Weg führt durch den ehemaligen Park eines Gutshofes, weswegen man mitten im finnischen Wald hier eine Thuja, dort eine Douglasie und da einen Rhododendron findet. Mehr ist vom Park nicht übrig. Die finnische Natur ist sehr schnell damit, sich zu nehmen, was ihr zusteht. Aber wer braucht schon einen Park, wenn im Wald weisse und blaue Teppiche ausgelegt sind…!

Hinterher gingen wir dann Kuchen essen, ein bisschen durch den Ort spazieren, den wir sonst immer nur im Vorbeifahren bestaunt hatten, und die Kinder gruben jeder ein Kilo blaue Wundersteine – Überbleibsel der historischen Eisengewinnung – aus.

Ich hatte den ganzen Tag Herzhüpfen vor lauter Frühling.

(Meinetwegen könnten jetzt direkt die Sommerferien anfangen…)