Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku

Fast wie November

15 Kommentare

Wir hatten es schon nebenher beim Tatort*-Gucken gesehen. Gebannt musste ich zwischendurch immer wieder aus dem Fenster auf die riesigen Flocken gucken, die im Laternenlicht tanzten.

Kurz nach Mitternacht schlich der kleine Herr Maus aufs Klo. Er kam nicht sofort wieder zurück ins Bett, sondern tappelte vorsichtig zum Wohnzimmerfenster. ”Mama! Schnee!”, hauchte er, als er unter meine Bettdecke kroch.

”Ach, Schnee!”, sagte das Fräulein Maus teilnahmslos, als ich sie heute früh weckte, und liess sich wieder ins Bett zurücksinken.

Der grosse Herr Maus warf nach dem Aufstehen einen Blick in den Garten und knurrte: „Jetzt wird ja nie Sommer!“

Ich verordnete Gummistiefel für alle. Denn heute Nachmittag, da hat sich das weisse Zeug garantiert in Wasser aufgelöst.

Und ob er kommen wird, der Sommer!!!


*Der spielte diesmal gar nicht nur in Weimar. Schon beim Vorspann musste ich vom Sofa aufspringen – unser Haus! Das da ist unser Haus! Das Haus, in dem wir einst im elften Stock mit dem wunderbaren Blick über das ganze Saaletal gewohnt hatten!

15 Kommentare zu “Fast wie November

  1. Hier ist das Wetter auch nicht besser. Gestern hat es in Köln gehagelt! Die Nachrichten melden Schneedecke im Sauerland.

  2. Ich war auch leicht verwirrt – nicht, dass ich mich dort auskenne, aber Kfz-Kennzeichen kann ich ganz gut – Tatort in Weimar war angesagt, Autos mit Jenaer Kennzeichen kreuzten das Bild. Ich habe das meiner Ortsunkenntnis zugeschrieben, aber nun fügt es sich natürlich.

    Ansonsten ist hier erst für nachmittags Schnee avisiert….

    Schöne Woche wünscht
    Britta

  3. Heute morgen waren die Hügelkuppen weiss. Und das hier unten am Hochrhein. Der Schwedenofen wurde gestern von Mittag weg befeuert, weil unsere Fussbodenheizung so träge ist.
    Aber die Rapsfelder blühen. Ich bin sicher, der Sommer in Finnland wird schon da sein, wenn wir hier „im Süden“ noch über den verregneten Spätfrühling jammern.

  4. Und ich hab gegrübelt, wo es Nähe Weimar Stahlwerke gibt. Naja, wohne schon lang nicht mehr da…

  5. Dabei gab’s bei uns damals noch gar keinen Tunnel, ge? Und das Rauschen drang bis ins Wohnheim. :)

    • Wir frühstückten manchmal sonntags auf unserem Balkon – das war der einzige Tag in der Woche, an dem der Lärmpegel erträglich war – und wünschten uns, den fertigen Tunnel vielleicht noch zu erleben… Hat ja dann leider noch bisschen gedauert.

      • Ich habe in dem Wohnheim rechts vorne gewohnt wo sich die StaBaLinien nach Ost und West teilen. Selbst da hörte man nachts noch das Brummen der LKWs.
        Bisschen traurig fand ich immer, dass es Leute gibt, die sich nicht nach Jena wagen, weil sie von den Platten an der Autobahn abschrecken ließen. Wenn die wüssten wie schön Jena… :)

        • Stauffenbergstrasse 2a! Da hab‘ ich vorher gewohnt. :-)

          (Und der Verkehrslärm war da an der Riesenkreuzung viel, viel schlimmer als an der Autobahn.)

          • Ich habe es mal gegoogelt. Tatsächlich 2a. Daran erinnere ich mich dann doch nicht mehr nach all den Jahren. Mein Zimmer ging allerdings hinten raus, kaum Kreuzungslärm.
            Und nun überlege ich, welche Etage. Etage 6, glaube ich oder war’s die 9?

  6. Pingback: Gute Nacht | Pinni

  7. Hier schneit es schon den ganzen Tag… ich bin froh, dass ich noch die Winterreifen drauf habe.
    Liegen bleibt aber auch nichts.

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