Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku

9 Kommentare zu “Vorher – Nachher

  1. Es gibt durchaus bessere Bewirtschaftungsmethoden als den radikalen Kahlschlag, hier in De sieht man das glücklicherweise ja auch nur noch sehr selten… Ich kenne solche Bilder nur von Sturmschäden, das ist dann wirklich für alle Beteiligten ein großes weh. Ich drücke die Daumen, dass die Politik bald ein Einsehen hat!

    • Ein Einsehen?! Das wird es leider frühestens dann geben, wenn die von einer umstrittenen Entscheidung und einem Fettnäpfchen zum nächsten stolpernde derzeitige Regierung endlich abdanken musste…

  2. Was für ein furchtbarer Anblick! Solche erschreckenden Kahlschläge kenne ich von der Bodenseeregion nicht (es sei denn es wird eine 4 spurige Bundesstraße gebaut, wie bei uns um die Ecke :-( …). Aber dafür wird in allen Waldgebieten hier so kräftig geholzt, dass es in 10 Jahren bei diesem Pensum so aussehen wird, wie auf deinem Foto.
    Bleibt zu hoffen, dass die Verantwortlich bei Euch irgendwann im Fettnapf mit beiden Beinen hängen bleiben.
    Liebe Grüße
    Amdrea

    • Ja, es war echt traurig. Wir hatten uns alle auf den Teil der Wanderung am meisten gefreut, wo der Weg sich durch einen finsteren, geheimnisvollen Hexenwald schlängelt… Tja. :-( Es fühlte sich an wie auf dem Mond. Auch der Weg war verschwunden, und sämtliche Markierungen natürlich. Zum Glück waren wir schon mal da und konnten uns wenigstens so ungefähr an die Richtung erinnern. Sonst hätten wir den Rückweg auf der Strasse absolvieren müssen.

      Ich muss mich jetzt ranhalten mit der finnischen Staatsbürgerschaft. Vielleicht gibt’s vorgezogene Neuwahlen. Zumindest hoffen wir das alle. ;-)

  3. Um Euch Stöhnenden zu beruhigen kann der Waldbesitzer in Finnland einfach nicht fällen, wie er will, sondern braucht ein Erlaubnis von „metsänhoitolautakunta“ (Waldpflegebehörde). Der Waldbesitzer muß Samenbäume stehen lassen (wohl rechts auf dem Bild) und/oder muß innerhalb der nächsten zwei Jahren neue Bäume pflanzen.

    • Na das ist schon klar, dass man nicht einfach so hingehen und seinen Wald abmähen kann… ;-)

      Dass diese völligen Kahlschläge aber aus ökologischer Sicht nicht besonders sinnvoll sind, ist auch klar. Gerade, was das Stehenlassen einzelner Samenbäume betrifft – die fallen ja dann üblicherweise auch dem nächsten grösseren Sturm zum Opfer. Und nützen den Tieren, die dort ihren Lebensraum hatten, überhaupt nichts. Dass man mit Ausdünnen oder dem Stehenlassen grösserer Waldreste da besser käme, ist bekannt, schmälert aber leider den Gewinn ein bisschen… :-(

    • Optimizing boreal forest management to reduce trade-offs between timber, carbon storage and biodiversity

      María Triviño1, Tähti Pohjanmies1, Adriano Mazziotta2 ,1, Artti Juutinen3, Dmitry Podkopaev4 ,1, Eric Le Tortorec1, Mikko Mönkkönen1 1University of Jyväskylä, Jyväskylä, Finland, 2University of Copenhagen, Copenhagen, Denmark, 3University of Oulu, Oulu, Finland, 4Polish Academy of Sciences, Warsaw, Poland

      The boreal biome, representing approximately one third of remaining global forests, provides many crucial ecosystem services. A particular challenge in the boreal biome is to reconcile demand for increased timber production with provision of other ecosystem services and biodiversity. However, there is still little knowledge about how forest management can help to resolve this challenge. In our study, we applied seven alternative forest management regimes using a forest growth simulator in a large boreal forest production landscape. First, we estimated the potential of the landscape to provide harvest revenues, store carbon and maintain biodiversity across a 50-year time period. Then, we applied multiobjective optimization to identify trade-offs between these three objectives, and to identify the optimal combination of forest management regimes to achieve these objectives. We found that the achievable levels of biodiversity and carbon storage as well as the trade-off between them were strongly dependent on the level of timber revenue we want to achieve. It was not possible to achieve high levels of either biodiversity or carbon storage if the objective of forest management was to maximize timber harvest. As compared with the recommended forest management regime in Fennoscandia, reducing intermediate thinnings, extending stand rotations, and increasing the amount of area set aside from forestry may be necessary to safeguard biodiversity and non-timber ecosystem services. We conclude that it is possible to reduce the trade-offs between different objectives by applying diversified forest management planning at the landscape-level.

      (Nordic OIKOS Conference for Ecologists and Evolutionary Biologists, 2016)

  4. Zum Glück hat der Förster diese Bilder nicht zu sehen bekommen. Ihm würde das Herz bluten. Waldnutzung und -umbau geht wirklich schohnender.

    • Hier gibt es so viel Wald – gefühlt unendlich viel, und auch nüchtern an Zahlen betrachtet wächst hier wohl immer noch mehr Wald nach als gefällt wird – dass man da offensichtlich der Meinung ist, das sei die einzige vernünftige Lösung, ihn zu nutzen… und die paar Vögel und Flughörnchen und Hasen und Mäuse werden sich schon einen neuen Wald suchen… :-(

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