Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku

Blutige Details

8 Kommentare

Jedes Mal, wenn ich wegen meiner Schulter wieder zum Arzt muss, eröffnet man mir da mit Hilfe der jeweils neuesten Röntgenbilder ein weiteres gruseliges Detail.

Erst hiess es nur: „Ausgerenkt, keine weiteren Komplikationen.“
Dann: „Da ist auch ein Stück von der Gelenkpfanne abgebrochen.“ („Kann man aber einfach so lassen.“)
Und dann: „Oh, der Gelenkkopf ist auch einmal quer durchgebrochen.“ („Ist aber nur ein glatter Riss und auch schon wieder am Verheilen.“)

Ich weiss gar nicht, ob ich das so genau wissen wollte. Aber immerhin weiss ich jetzt, dass ich mir das Krachen beim Aufprall nicht nur eingebildet habe.

(Ja, Entschuldigung.)

Und warum das alles so lange dauert und schmerzhaft ist.

(Was überraschend schlecht ging in den letzten Wochen: Die Computermaus bedienen. Überhaupt den Arm auf irgendeinem Tisch liegen haben. Wäsche über Kopf aufhängen. Autofahren. An- und Ausziehen. Einen Rucksack umhängen. Hochkantfotos machen. Ein Taschentuch aus der rechten Hosentasche ziehen.
Was überraschend gut ging in den letzten Wochen: Schlafen in seltsamen Haltungen. Skilanglauf, zumindest im Omastil klassischen Stil.)

Neulich las ich übrigens eine Reportage über einen Klinikzug in Sibirien. Da kam ein Mann drin vor, der schon seit Monaten mit einer ausgerenkten Schulter rumläuft. Mir ist immer noch schlecht.

8 Kommentare zu “Blutige Details

    • Danke!

      Immerhin hatte der Arzt beim letzten Mal auch eine gute Nachricht, nämlich: „Ja, das stimmt, dass man sich die Schulter leichter wieder ausrenkt, wenn das schon mal passiert ist. Aber deine ist ja nach hinten ausgerenkt worden, nicht nach vorn, da müsstest du schon wieder einen ziemlichen Schlag auf die Schulter bekommen, damit das nochmal passiert. Nach vorn kann das schon mit einer falschen Bewegung passieren.“

      Puh. (Weil, das war tatsächlich meine grössere Sorge als wie lange das jetzt noch dauert, bis die Schulter wieder vollständig beweglich ist.)

  1. Gut, dass der Bruch erst später entdeckt wurde – wäre das operativ fixiert worden, hätte man noch ne Menge mehr Spaß. Hier liegen seit ein paar Tagen die Drähte aus dem Ellenbogen meines Mannes, den er sich letzten Sommer gebrochen hatte – 2x Vollnarkose, viele Diskussionen mit Ärzten, bei jeder falschen Bewegung wieder Schmerzen…. Die Einschränkungen waren ähnlich wie bei dir.

  2. Als jemand, der Zwischenfälle dieser Art auch schon hinter sich hat, kann ich nur aufmuntern! Selbst nach 2 Jahren, wenn das meiste schon längst überstanden ist, kann sich das noch immer langsam und allmählich immer noch etwas weiter verbessern, bis man’s dann plötzlich wirklich irgendwann vergessen hat. Man braucht viel Geduld und darf das Ergebnis nicht nach zu kurzer Zeit bewerten (auch nicht schon nach einigen Monaten) … Also Langmut und Geduld und Humor und Zuversicht!

    • Ja, so ungefähr dachte ich mir das. :-)

      Und es gibt ja auch nichts zu jammern. Ich bin sooo froh, dass das mit dem Skifahren ging – wo wir schon mal ausnahmsweise einen tollen Winter hatten! – und dann hoffe ich, dass das auch mit dem Radfahren wieder geht, wenn dann die Strassen endlich eisfrei sind. Solange es mir nicht geht wie der Bielefelder Freundin, die nach einem komplizierten Beinbruch monatelang an ihre Wohnung gefesselt war, beschwere ich mich nicht…

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