Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku

Herbstferien (4): Hach, Estland!

2 Kommentare

Überhaupt mag ich Estland sehr. Vielleicht, weil es Finnland so ähnlich ist. Und doch ganz anders.

So viel Weite! So wenig Leute! Winzige Strässchen. (Und Autobahnen eine Autobahn, auf der man wenden darf. Oder muss. Wenn man zufällig in die Richtung will, in die es keine Auffahrt gibt.) Und die vielen Storchennester! Und die vielen Kuhherden! Und die Herbstfarben!

Restauriertes neben Verfallenem, Modernes neben Altmodischem. Das gefällt mir. Viel mehr als so “geleckte“ Urlaubsländer. In Estland findet man ausserhalb Tallinns nicht einmal eine Postkarte, die man als Souvenir erstehen könnte.

Natürlich fahren wir auch wegen des Essens nach Estland. Es ist ein bisschen schwierig, in der Nachsaison in einer Gegend, in der Dörfer aus fünf Häusern mit insgesamt siebzehn Einwohnern bestehen, ein geöffnetes Lokal zu finden. Aber wenn man einmal eins gefunden hat, kann man sich auch gut und gern vier Tage lang durch die Speisekarte essen.

Nicht mehr so dringend wie vor zwei Jahren war die Spielecke im Restaurant, die es in jedem estnischen Restaurant zu geben scheint. Dafür war die hier besonders toll: die Kinder konnten sich unter Anderem im Melken einer Kuh üben. Sie gab Wasser.

Vielleicht bin ich auch einfach deshalb so gern in Estland, weil alle Urlaube meiner Kindheit in Osteuropa stattfanden. Vielleicht können mich deshalb Vorsuppen zum Mittagessen, ukrainische Melonen im Supermarkt, rot-weiss gestreifte Industrieschornsteine und grün gestrichene Holzhäuschen so glücklich machen.

2 Kommentare zu “Herbstferien (4): Hach, Estland!

  1. Ich fühle mich in Estland auch sehr wohl, die Ruhe, die Weite, die Ländlichkeit… Aber das mit den Postkarten stimmt nicht so ganz… in den Urlaubsorten im Westen gibt es schöne Postkarten satt… ganz anders als in Finnland (Postkarte aus Mikkeli?! 2 vergilbte Uraltmotive von 1995 und das war’s…).

  2. Vielen Dank für den Link zur Forstbehörde und den Wanderwegen. Den habe ich mir gleich gespeichert, fürs hoffentlich nächste Mal.
    Und das mit den Postkarten kann ich nur bestätigen – zwei ganz enttäuschte Fragen nach der Urlaubspost habe ich damit erklären müssen.
    Herzliche Grüße
    Ingrid

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