Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku

Der Weg als Ziel

28 Kommentare

Als wir gerade zu unserer Reise aufgebrochen waren, war uns eine Horde Vorschuljungs entgegengekommen, die den grossen Herrn Maus zum Spielen hatte abholen wollen.

„Nach Deutschland?!“ hatte der eine gefragt, war ein paar Schritte neben uns hergelaufen und hatte unsere grossen Rucksäcke beäugt: „Zu Fuss, oder was?!“

Zu Fuss. Und mit dem Bus. Und dem Schiff. Und vor allem mit dem Zug.

Turku, 19:50 Uhr.

Stockholm Stadsgården, 6:25 Uhr.

Stockholm Slussen, 6:55 Uhr.

Stockholm Hauptbahnhof, 8:10 Uhr.

Öresundbrücke, 13:05 Uhr.

Kopenhagen Hauptbahnhof, 13:25 Uhr.

Kopenhagen, 16:10 Uhr.

Kopenhagen Hauptbahnhof, 17:05 Uhr.

Rødby, Eisenbahnfähre, 20:05 Uhr.

Fehmarnbelt, 20:15 Uhr.

Hamburg Hauptbahnhof, 22:48 Uhr.

Hamburg Hauptbahnhof, 22:55 Uhr.

Bonn, 4:20 Uhr.

28 Kommentare zu “Der Weg als Ziel

  1. Habe gerade einen Teil der Reise wiedererkannt :-) Denn den habe ich gerade in die andere Richtung gemacht – Hannover – Hamburg -Rodby – Kopenhagen (einmalig in der Geschichte der Bahn eine Stunde früher als auf meiner Fahrkarte vorgesehen angekommen!!!) bis nach Malmö. Dann allerdings weiter nach Göteborg und Oslo. Irgendwie angenehmer als zu fliegen.

  2. Da werden Entfernungen wirklich erfahrbar. Eine kleine Weltreise! Habt es fein!
    Liebe Grüße
    Andrea

    • Danke, wir hatten es tatsächlich sehr fein! :-)

      Jetzt haben wir schon die Rückreise hinter uns gebracht, bisschen komplizierter mit Anschluss weg und so, aber dennoch viel angenehmer als mit dem Auto. Das machen wir wieder!

  3. Ach, wie lustig! Ich bin gerade in Stockholm und wohne im Hotel unweit vom T-Centralen. Euch einen schönen Urlaub!

  4. Zugreisen sind doch auch was. :) Schön, wenn man die Zeit dafür hat den Weg zu genießen. Wir begnügen uns bei unserem landestypischen 3-Tage-Urlaub damit, den langsameren Zug zu nehmen. :)

  5. Uiiii… Wenn wir mit dem Zug nach Deutschland reisen wollten, müßten wir uns in Paris vom Montparnasse (die größte Tiefgarage Europas, da parken ganze TGV) zum Nordbahnhof auf der anderen Seite der Stadt durchschlagen. Keine Freude, nicht mal solo. Noch weniger mit kleinen Mädchen an der Hand. Aber eines Tages wird es wohl doch mal sein.

    • „Durchschlagen“?! Da kann man nicht z.B. Metro fahren?!

      (In Stockholm vom Hafen zum Hauptbahnhof ist auch nicht so das einfachste – dabei könnte man das als Erwachsener und mit leichterem Gepäck locker laufen – klappt dafür aber tadellos mit Bus und U-Bahn.)

      ((Die Herren Maus wollen als nächstes TGV fahren…))

      • Jaa, Metro schon. Aber allein der Weg von den Fernzügen zur Metro in Montparnasse ist eine Viertelstunde. Dieser Bahnhof ist einfach nur grauenhaft.

      • TGV fahren ist übrigens auch vergleichsweise doof. Die Sitze sind eng und die Gänge auch; Familienabteile wie weiland im IC sucht man vergebens… Wenn ich kann, vermeide ich die blauen Flitzer und nehme den Intercités, der braucht länger, ist aber deutlich komfortabler. Und günstiger. Nur selten geworden…

      • Metro oder RER kann man nur fahren, wenn die nicht gerade streiken^^
        Ich musste mehrmals von St. Lazare nach Nord oder Ost… hatte aber immer Glück. Wobei die Wege auch recht lang waren.

        Falls sich nichts geändert hat, dann ist das Innenleben der TGV lila-orange – absolut gruselig. Ob sich die Jungs da wohlfühlen würden? ;-)
        Aber eng ist es wirklich. Und über die französische Bahn kann ich (proportional zur Zeit, die ich dort war) vermutlich genauso viele Geschichten schreiben wie über die deutsche. Schnee ist ganz definitiv nicht ihr Ding.

  6. und herzlich Willkommen in Deutschland. Das ist da, wo die Züge 15 Minuten Verspätung haben. (und mit 15 Minuten ist man im Zweifelsfall ja noch gut dran!)

    • Es klappte tatsächlich perfekt bis zur deutschen Grenze. Und auf der Rückreise ab der dänischen Grenze wieder.

      (Und über die 15 min in Hamburg waren wir sehr, sehr froh. Der wäre sonst nämlich schon weggewesen, als wir ankamen.)

  7. Wow, Respekt. Für mich klingt so eine Anfahrt momentan noch nach dem puren Grauen. Wir haben gerade nach dem letzten Urlaub beschlossen, dass wir nicht länger als einen halben Tag Anfaht einplanen wollen für’s nächste Mal (ausgenommen Besuch bei der Familie in Deutschland, da geht’s nun mal nicht anders, aber da gibt es gottseidank den Nachtzug!). Aber ich schätze, das ändert sich, sobald die Kinder ein gewisses Alter haben? Viele Grüße nach Finnland!

  8. Wow! Und das mit so relativ Kleinen. Aber nun, besser als zwei Tage im Auto ist das allemal. Meine Eltern sind mit uns früher auch manchmal über Schweden nach Finnland gefahren, wenn das Geld für die Finnjet nicht gereicht hat.

    Wir fahren morgen „nur“ 12 Stunden Zug von Oldenburg nach Verona, das erscheint mir ja nach dem hier wie ein Klacks ;-)

  9. Ich finde eure Reisekinder sehr beeindruckend. Und mutmachend. Ich glaube, wir sollten unseren Kindern einfach mehr zutrauen. Und vielleicht ist es tatsaechlich moeglich, mehr als zwei Kinder zu haben – hier sieht das zumindest immer so aus…

    • Es gäbe wahrscheinlich signifikant weniger Gezänk mit einem Kind weniger… *seufz*… aber sonst ist es schon ziemlich prima mit dreien!

      Insgesamt, glaube ich, kommt es vor allem darauf an, dass man selbst Spass an der Sache hat. Dann kann man auch mit Kindern wandern, ins Museum gehen, stundenlang Flugzeuge auf Flughäfen angucken oder tagelang Zug fahren…

  10. Also 4:20 ankommen ist schon hart. Schön, dass die Kinder das so prima mitgemacht haben. Aber ist ja auch ein Abenteuer, nicht wahr? ;-)
    Grüße,
    Kathrin

    • Und was für eins! :-)

      Die Kinder hatten ab kurz nach 23 Uhr wie die Steine geschlafen, deshalb waren sie, als wir sie kurz nach vier wecken mussten, ziemlich fit. (Und ich hatte eher Angst, sie würden dann bei der Oma im Dreieck springen statt gleich nochmal weiterzuschlafen.)

  11. Ach, noch was. Wie macht ihr das dann bei den Großeltern mit einem Auto? Haben die Kindersitze? Fahrt ihr nur Bus und Bahn oder leiht ihr ein Auto aus?

    • Bei der Papaoma (die selbst auch kein Auto hat), geht das prima. Zum besten ehemaligen Kindergartenfreund in die überübernächste Kleinstadt, zum Wandern in die Eifel, nach Koblenz, nach Köln in den Zoo… geht alles mit dem Zug – und zwar alle halbe Stunde!

      Zu den anderen Grosseltern müssen wir, leider, das eigene Auto mitnehmen. Nicht nur, dass die Verbindungen da hin äusserst besch… sind – Ausflüge mit der Bahn fallen komplett aus oder erfordern äusserst genaue Planung (was ja im Urlaub wirklich keiner will!), weil auf den wenigen Nebenstrecken, die noch nicht stillgelegt sind, nicht mehr als drei Züge pro Tag fahren… :-(

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