Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku

Gedankenlesen

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”Mama, weisst du, was für einen Adventskalender ich mir wünsche?“ fragt der grosse Herr Maus. „Einen mit einem grossen Weihnachtsbaum drauf!“ Mir wird kurz heiss. „Na hoffentlich wissen das die Wichtel auch…“ antworte ich vorsichtig. „Doch, das wissen die ganz bestimmt!“ behauptet der grosse Herr Maus. „Weisst du noch, als ich mir einen Adventskalender mit einem Haus, wo man die Fenster aufmachen kann, gewünscht habe, da habe ich den auch bekommen!“ Weiss ich noch. Notfalls muss ich mich noch auf die Suche machen nach einem Adventskalender mit Weihnachtsbaum drauf, denke ich. Und dann bekommt eben der kleine Herr Maus den, den ich eigentlich dem grossen Herrn Maus zugedacht hatte. Aber erstmal gucke ich nochmal nach, was nun eigentlich genau auf dem Kalender zu sehen ist, den ich da bestellt habe. Puh. Glück gehabt.

Mit den Weihnachtswünschen ist es übrigens ähnlich schwierig.
Wunschzettel werden bei uns nicht vor dem ersten Advent gemalt, weil erst in der Adventszeit die Wichtel nachts kommen und sie heimlich abholen. Allerdings wird es mit der Erfüllung bestimmter Herzenswünsche dann oft knapp. Also fühle ich manchmal schon ein bisschen vor. Das Fräulein Maus wünscht sich also dieses Jahr eine neue Lampe für den Badspiegel im Puppenhaus. (Und es glaubt ja keiner, wie schwierig dieser bescheidene Wunsch zu erfüllen ist…!) Der kleine Herr Maus wünscht sich heute eine Feuerwehr, morgen eine Tafel Schokolade, übermorgen eine Haarspange… ich glaube, der freut sich über alles. Und der grosse Herr Maus, der wünscht sich „Einfach was ganz Schönes!“ Der Weihnachtsmann würde schon wissen. Denn als er sich die Schneekugel mit dem Zug drin gewünscht hätte, so eine, wie er mal im Kaufhaus gesehen hat, da hätte er ja auch eine noch viel schönere bekommen als er sich gewünscht hat.
Das wird noch interessant werden.

(Finnische Kinder bekommen ja einfach die ab Mitte Oktober reichlich per Post eintrudelnden Spielzeugkataloge vorgelegt und kreuzen darin ihre Wünsche an oder übertragen sie auf die beigelegten Wunschzettelvordrucke. Das wär‘ mal einfach…!)

13 Kommentare zu “Gedankenlesen

  1. mal eine Frage: das Baenckchen auf dem der Schwibbbogen (man schreibt ihn wirklich mit 3 b??!!) steht, war bei ihm dabei, denn sowas braeuchte ich definitiv auch ;)

  2. Hier gibt es von manchen Läden Spielzeugkataloge, die zuhinterst einen Bogen Sticker mit den Spielsachen drauf haben – da kann man einfach die Bildchen auf den Wunschzettel kleben.
    Ich habe vor ein paar Jahren einen Wunschzettel gefunden, den mein Bruder ans Christkind geschrieben hat. Leider weiss ich nicht mehr, was er sich selber gewünscht hat, aber zuletzt stand da „und Irene wünscht sich einen Ball“.
    Bälle sind zeitlos…

  3. Hier hört man auch ständig von Kindern, die mittels Katalog ihre Wünsche ankreuzen. Mein Kind fragte mich neulich, ob es eigentlich sehr schlimm sei, wenn man sich auch mal gar nichts wünschen würde, der Weihnachtsmann könne doch einfach „was Schönes“ aussuchen. Und überhaupt sei es das Wichtigste, dass er irgendwie ein Buch bringt. Bescheidenheit ist toll … ;))

  4. Ach, ich habe auch schon Kataloge gehabt als Kind, und ich bin Jahrgang 1965. Es war doch spannend zu gucken, was die Spielzeugwelt so bietet, auch wenn man wusste, dass längst nicht alles gekauft werden kann.
    Wunschzettel sind keine Bestellformulare, sondern eben Wünsche. Und wichtig finde ich, dass wenigstens etwas vom Zettel auch unterm Baum liegt, idealerweise der tatsächliche Herzenswunsch, so vorhanden.
    Wir Erwachsenen blättern doch auch in Katalogen, egal ob Papier oder online. Wer hat noch nie bei Weltbild, bei Amazon, bei Manufactum gestöbert, „einfach mal gucken“ und vielleicht sogar das eine oder andere Teil auf den Wunschzettel oder gar in den Einkaufskorb geschoben… mit dem Gedanken im Hinterkopf „kann man ja wieder löschen“ ;-)

  5. Mein Töchterchen wünschte sich mal „was gelbes“- das fand ich auch sehr süß. Mittlerweile sind die Wünsche allerdings deutlich detaillierter und umfangreicher ;-)

  6. das wird schon ;-)
    Hier wird gerne mal eine woche vor weihnachten ein schöner gemalter, inzwischen geschriebener wunschzettel mit der beschriebenen seite nach außen ins fenster geklebt, damit das christkind, wenn es vorbeifliegt, lesen kann, was gewünscht wird.
    es hat immer irgendwie geklappt. selbst in dem jahr, als ich fragte „was steht denn da drauf“ und kind antwortete „ich kann doch nicht lesen“ (krikelkrakelkringelkindergartenkindschrift)

  7. Die Kataloge mit dem Bestellzettel am Ende „gib den Zettel deinen Eltern, damit sie ihn an den Weihnachtsmann weiterreichen“, die gabs zu meiner Kinderzeit auch schon. Und ich finds grauenvoll. Ebenso, daß die Kinder im ersten Vorschuljahr schon so mit Weihnachtsmann-Geschichten vollgeblasen werden. Und, das ist aber noch amüsant, die ganze Schule mit Schnee-Imitationen dekoriert ist, obwohl es hier so gut wie nie schneit!

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