Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku

Drei Geschwister

24 Kommentare

Was mich ja zunehmend nervt, ist die allgemeine Einstellung, drei Kinder seien… eine schwierige Konstellation. Das gäbe doch dauernd Streit. Und es wäre doch besser, wenn bei einer geraden Kinderanzahl immer jeweils zwei Kinder miteinander spielen könnten. Und das arme Sandwichkind erst…!

Natürlich gibt es Streit bei uns, andauernd. Den gab es aber auch schon, als nur zwei Kinder auf der Welt waren. Sie lieben sich, und sie streiten sich. Ganz normal finde ich das.

Und wieso sollen eigentlich immer zwei Kinder miteinander spielen? Schach, oder was?! Das Fräulein Maus und der grosse Herr Maus sind so eine Art Pseudozwillingspaar, am liebsten und so oft wie möglich zusammen. Sie kennen sich ja auch schon am längsten. Dennoch ist der kleine Herr Maus nicht ausgeschlossen: der hat schon mit einem Jahr lieber mit der grossen Schwester vorm Puppenhaus oder mit dem grossen Bruder zwischen den Schienen der Holzeisenbahn gesessen und zugereicht, statt Stapelbecher zu stapeln oder Klötzchen in Kisten zu sortieren. Und je älter er wird, desto gleichberechtigter wird er einbezogen. Alle drei pusseln auch gern mal allein vor sich hin. Oder spielen zu dritt.

Und ja, unser Sandwichkind ist tatsächlich das – wie sagt man heutzutage politisch korrekt? – Kind mit den stärksten Bedürfnissen. Ich will gern glauben, dass sein Sandwichkinddasein sein Gerumpelstilze noch verstärkt; aber er wäre so, wie er ist, auch als Jüngster, auch als Zweiter von Vieren, davon bin ich überzeugt.

Wenn der kleine Herr Maus nachmittags im Windfang steht, an der Türklinke zerrt und ruft (wortwörtlich!): „Mama, lass mich raus! Ich will auch dahin, wo meine Geschwister sind!“, und wenn sie sich dann abends zu dritt ins untere Doppelstockbett quetschen um in ihrer stundenlang gemeinsam eingerichteten Höhle schlafen zu gehen – dann finde ich, dass drei Geschwister eigentlich etwas ganz Wunderbares sind.

So wie zwei oder vier oder sieben Geschwister auch.

24 Kommentare zu “Drei Geschwister

  1. Ich höre gerade sehr häufig, dass ich mutig bin. Das macht mir Angst. ;o) Im März kommt unser Drittes. Alle mit einem Abstand von reichlich zwei Jahren.
    Da bin ich ja froh, dass drei Kinder „machbar“ sind. :o)

    • Das ist ein super Abstand! ;-)
      Klar ist es am Anfang ziemlich… herausfordernd – aber sie können ziemlich schnell ziemlich viel miteinander anfangen – von daher ist es weniger Mut als Berechnung! ;-)

      (Hier in Finnland muss man sich übrigens weniger wegen vielen Kindern und geringem Altersabstand rechtfertigen. Das ist hier ziemlich normal. Da haben unsere Kinder schon einen vergleichsweise grossen Abstand.)

  2. Gibt es wirklich Leute, die die Mäusekinder bedauern? Tssh

  3. Joojoo, kuulin erään äidin, jolla on kolme lasta, sanovan, että pitäisikö tehdä vielä yksi, kun ne riitelevät niin kamalasti! Eihän mitään takeita riidattomuudesta ole missään konstellaatiossa tai lukumäärässä. Ja aivan oikein Karen, pitäisikö sitten olla?

  4. Hä?!

    (Sag ich mal so als Älteste von Dreien mit Dreien)

    • An dich muss ich ja oft denken, wenn ich so das Fräulein Maus mit ihren Brüdern erlebe. Gerade versucht sie verzweifelt, ihnen Lesen und Rechnen nahezubringen, gern auch unter verzweifeltem Gebrüll ob der Doofheit derselben. War da bei dir nicht mal was mit einer Anweisung deiner Eltern an deine Grosseltern „L. darf nicht mit ihren Brüdern Schule spielen!“? ;-)

      • Ich?! Nein! ;-)

        (mein jüngerer Bruder, also der nächstjüngere ist bis heute schwer traumatisiert ;-)
        Wir planen aber gerade alle drei einen gemeinsamen Sommerurlaub – so schlimm kann das mit der dreier Konstellation also nicht sein …)

  5. Hahaha, immer diese Vorstellungen und Ideen anderer, was den für die jeweils eigene Familie richtig sei…. Kopf schütteln und darüber lachen … ;o) ….

    Und zu den „Sandwichkindern“ … ich glaube, die zweiten sind einfach immer etwas „anders“, egal nun, ob da noch viele andere Kinder kommen oder nicht ….

    • Neulich traf ich ja ein Kind, das deutliche Wesenszüge des grossen Herrn Maus an den Tag legte. Besagtes Kind ist das Jüngste von dreien. Soviel zur Korrelation von Geburtsfolge und Charakter…

      • Was ich sagen will ist, dass die zweiten vielleicht einfacher (und häufiger) einen kritischen Abstand gegenüber der Familiennorm einnehmen (können), wie auch immer diese Familiennorm geartet ist und warum auch immer die Kinder es tun. So eine „Rebellion gegen die Norm“ kann ja sowohl offensichtlich als auch unterschwellig ablaufen und hat wenig mit individuellen Charaktereigenschaften zu tun. Es heißt auch bei weitem nicht, dass dies die „unglücklicheren“ Kinder sind. Aber da hört meine Theorie dann auch schon wieder auf. ;O)

  6. Ach, lass Dich nicht ärgern. Irgendwas ist immer. Es gibt mindestens genauso viele Vorurteile über Einzelkinder die ich alle nicht bestätigen kann :-D. Das ist eben so.

  7. Dass überhaupt immer alle rein reden müssen, wieviele und in welchem Abstand man Kinder zu bekommen hat. Entweder ist es Neid, dass man es selbst nicht hinbekommt oder einfach nur eine beschränkte Vorstellungskraft und die Unfähigkeit, über den eigenen Horizont hinaus zu gucken.

    Ich ärger mich aber auch manchmal… ich meine, ich hab nur eins und hätte gerne mehr – mit 3 Geschwistern weiß ich, wie schön das ist! – aber dieses ständige Fragen, wann das nächste kommt, nervt mich auch sehr. Soll doch jeder selber sehen, wie er glücklich ist und nicht anderen Vorschriften machen. Also einfach nicht beachten!

  8. Also ich bin die Jüngste von dreien… klar ist das nicht immer nur schön gewesen, aber meine Schwestern, gehören bis heute für mich zu den allerwichtigsten Menschen. Und ich würde es echt blöd finden, wenn es nur eine wäre!
    Die Geschwisterkonstellation gehört schon zu den Dingen, die einen sehr prägen – aber dass es eine geben soll, die „besser“ sein soll als andere… purer Unsinn! Eine Dreierkonstellation erlaubt so viele spannende Koalitionen, was Deine Kinder da allein an Sozialkompetenz lernen… ;)

  9. Ich bin der Jüngste von dreien. Jeweils mit Abstand von 2-4 Jahren.
    Bis jetzt sind keine Spätfolgen bei uns allen erkennbar. ;)
    Toi, toi, toi.

  10. Oh, „mein“ Post :)
    Ich freue mich, dass andere sagen, drei seien toll. Vorerst sollen es dann drei bleiben. Aber prinzipiell ist drei nicht das „Oh mein Gott bleib mir fern mit noch mehr Kindern ich bin ja nicht wahnsinnig!!!“ bei mir ;)
    Also in der Theorie.

    (Wir waren auch zu dritt, große Schwester, zwei Jahre später ich, acht Jahre später der Bruder. Ich war also erst spät das Sandwichkind, habe es dafür als umso schlimmer empfunden. Wir waren aber auch alle sehr verschieden. Ich denke, unsere drei mit ihrem ausgesprochen geringen Abstand werden später gar nicht wissen, dass sie mal „allein“ oder „zu zwein“ waren.)

  11. Ich gehöre ja tatsächlich zu den Leuten die das – bedingt durch eigene schlechte Erfahrungen – im Innersten glauben. Aber weder anderen reinreden, noch grundsätzlich meinen, dass diese konstelation für alle schlecht ist. Aber als jüngste von dreien wäre es für mich tatsächlich ausgeschlossen gewesen. Und ich gehe meinen Brüdern aus dem Weg und treffe sie nie freiwillig (umgekehrt genauso). Und bin enorm glücklich, dass sich meine beiden trotz des „unmöglichen“ Altersabstands von 5einhalb Jahren (wurde mit tausendmal erzählt) sehr nahe sind. Auch jetzt noch mit 25 und 19 Jahren. Meines Erachtens liegt es viel mehr daran dass jedes Kind sich geliebt und gewertschätzt fühlt und dann ist der Kampf um die Annerkennung bei sieben oder vier Kindern oder auch nur einem nicht nötig. Und eure sehen auf den Bildern immer sehr innig geschwisterlich aus.

  12. Mir begegnet auch oft ein „boah, 3 Kinder“. Da bin ich ehrlich gesagt entsetzt. 3 ist ja nun wirklich nicht viel, aber in der heutigen Zeit in Deutschland anscheinend wohl schon. Ich bekomme dann auch oft augenzwinkernd gesagt, dass es doch aber bei drei bleiben würde, oder? Da möchte ich manchmal nur um es diesen Leutzen zu „zeigen“ noch mehr Kinder bekommen ;-)

  13. 3 kinder sind toll! genauso wie zwei und vier und fünf undundund.
    nur einzelkinder tun mir leid. aber die lernen dann eben was anderes ;-)
    hier war leider aus altersgründen schluß bei drei kindern. hätten wir uns früher kennegelernt, wären es mehr geworden.

    (wir waren erst 3, schlußendlich, gepatcht, 6 kinder. jubeltrubelheiterkeitzeterundtörö. es war klasse! nur die eltern kamen nicht so ganz damit klar, haha (thema meinekinder – deinekinder…)

  14. „Schach, oder was“ – hihi, an der Stelle musste ich sehr lachen.
    Drei Kinder finde ich toll (bin selber die dritte von dreien). Persoenlich plane ich aber eher nur zwei. Was aber nichts mit der Geschwisterkonstellation zu tun hat als vielmehr mit der Grossstadt, in der wir ja nun mal (gerne) leben. Das wird dann naemlich wohnungstechnisch alles etwas sehr eng, wenn man das noch bezahlen koennen will…

  15. Aller guten Dinge sind Drei :-) Das dritte ist nicht zu begreifen für andere „Warum drei ihr habt doch schon von jedem eins“ als ob man Kinder für die Gesellschaft bekommt, tss. Eins ist genauso gut wie fünfe.

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