Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku


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Mansikkamaa

Wenn eins in Finnland gedeiht, dann sind es Erdbeeren.

Wenn wir nicht rund um unser erst zwei Jahre altes Erdbeerbeet alle Ableger ab und zu entfernen würden – nie hätte ich gedacht, dass es mal so weit kommen würde! – hätten wir wohl bald einen ganzen Erdbeergarten. Und das winzige Monatserdbeerpflänzchen, das vor zwei Jahren im Sand direkt vor der Rutsche wuchs, dankt es uns sehr, dass wir es damals in unseren Garten gerettet haben.

Wir ernten immer noch.
(Und ein bisschen Ruska haben wir auch im Garten.)
((Und laufen immer noch jeden Nachmittag im T-Shirt rum. Von mir aus könnte das jetzt so weitergehen bis November. Und dann direkt schneien.))


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satakolmekymmentäkolme

Gleiche Zeit, gleicher Ort: die 133 kam genau da, wo ich auch schon die 115 und die 118 gesehen hatte.

[1-3, 4, 5, 6, 7, 8, 9-10, 11, 12, 13, 14, 15, 16-17, 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24, 25, 26, 27, 28, 29, 30, 31, 32-35, 36, 37, 38, 39, 40, 41, 42, 43, 44, 45, 46, 47, 48, 49, 50, 51, 52, 53, 54, 55, 56, 57, 58, 59-61, 62, 63, 64, 65, 66, 67-68, 69, 70, 71, 72, 73, 74, 75, 76, 77, 78, 79, 80, 81, 82, 83, 84, 85, 86, 87, 88, 89, 90, 91, 92, 93, 94, 95, 96, 97, 98, 99, 100, 101, 102, 103, 104, 105, 106], 107-108, 109, 110, 111, 112-113, 114, 115, 116-117, 118, 119, 120, 121, 122-123, 124-130, 131, 132]


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satakolmekymmentäkaksi

Die 132 stand heute früh an der Uni. Neben noch einem Auto und ungefähr 80 Fahrrädern.

[1-3, 4, 5, 6, 7, 8, 9-10, 11, 12, 13, 14, 15, 16-17, 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24, 25, 26, 27, 28, 29, 30, 31, 32-35, 36, 37, 38, 39, 40, 41, 42, 43, 44, 45, 46, 47, 48, 49, 50, 51, 52, 53, 54, 55, 56, 57, 58, 59-61, 62, 63, 64, 65, 66, 67-68, 69, 70, 71, 72, 73, 74, 75, 76, 77, 78, 79, 80, 81, 82, 83, 84, 85, 86, 87, 88, 89, 90, 91, 92, 93, 94, 95, 96, 97, 98, 99, 100, 101, 102, 103, 104, 105, 106], 107-108, 109, 110, 111, 112-113, 114, 115, 116-117, 118, 119, 120, 121, 122-123, 124-130, 131]


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satakolmekymmentäyksi

Gestern im Test: Plan B. (Plan A war letzte Woche. Nicht so optimal.)

Nämlich Fahrrad statt Bus: Ich fahre früh mit den beiden Herren Maus im Anhänger und einem leeren Fahrradsitz zum Kindergarten. Anhänger und Fahrradsitz lasse ich dort und fahre weiter zur Uni. Der Ähämann fährt mit dem Rad auf Arbeit. Das Fräulein Maus läuft zur Schule. Der Ähämann fährt in seiner späten Mittagspause mit dem Rad zur Schule, hängt den Anhänger an sein Rad, holt das Fräulein Maus ab und fährt sie im Anhänger durch die Stadt zum Deutschunterricht. Er lässt den Anhänger dort stehen und fährt zurück auf Arbeit. Ich fahre direkt von Arbeit zur Schule, wo der Deutschunterricht stattfindet, hänge den Anhänger an mein Rad und fahre mit dem Fräulein Maus darin zum Kindergarten. (Und sehe die 131.) Ich hole die beiden Herren Maus ab, stecke den Fahrradsitz auf mein Rad, setze den kleinen Herrn Maus in den Sitz, den grossen Herrn Maus zum Fräulein Maus in den Anhänger und fahre unter freudigem Gequietsche – „Juhuuu, die Mama fährt uns alle drei!“ – nach Hause.

Plan B ist gut.

(Und einer der wichtigsten Gründe, warum ich mit so einem Lastenmonstrumrad, wie es gerade von den bloggenden Mehrfachmüttern bejubelt wird, nichts anfangen könnte. Okay, so ein bisschen Antriebshilfe könnte bei drei zu transportierenden Kindern vielleicht nicht schaden – aber brauch‘ ich eben nicht ins Fitnessstudio zu gehen.)

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Im mittelfinnischen Paradies

Das war jede einzelne der zweimal zweihundertvierzig Minuten im Auto wert:


Kleine Nachtwanderung kurz vorm Ziel.


Morgens halb neun.


Sonnenbad im Schlafanzug. (Der Ähämann ging schwimmen.)


Frühstück am Seeufer.


Spielen in idyllischster Umgebung

Nur in die Sauna haben wir es diesmal nicht geschafft – weil wir den Abend mit ganz vielen furchtbar netten kleinen und grossen Menschen verbrachten.


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satakaksikymmentäneljä – satakolmekymmentä

Gewissermassen auch ein Zeichen von Finnisierung: auf kurzfristige Einladung von Freunden mal eben vier Stunden (einfache Fahrt, versteht sich) zu ihnen fahren.

Die 124 sahen wir auf dem Hinweg. Die 125 sahen wir dort. 126 bis 129 innerhalb einer Viertelstunde auf der Rückfahrt. Und die 130, die kam dann ein bisschen später auch noch.

Diesmal waren die Birken am Strassenrand gelb und grün gesprenkelt, die Roggenfelder gelb und voller Mähdrescher, die Seen spiegelglatt. 100 km vorm Ziel wurde es dunkel.

Jeden Herbst fühle ich mich halb blind, wenn ich nach Monaten zum ersten Mal im Dunkeln Auto fahren muss. Ich hatte mich auch gerade über das Elchwarnschild mit dem Zusatz „Lücken im Wildzaun“ direkt am Beginn der Überholspur mokiert. Denn: was soll man denn machen? Mit dreissig Stundenkilometern durchs Land fahren? Ich bin dankbar für die vielen, vielen Kilometer Elchzaun entlang finnischer Strassen, und auch für den „Elchstreifen“ am Strassenrand, auf dem man den Elch bestenfalls schon sieht, bevor er die Strasse betritt. Aber im Dunkeln? Wenn man bei Gegenverkehr nur mit Abblendlicht fahren kann? Sieht man da überhaupt irgendwas?

Und dann stand er da, der Elch, Finnlands gefährlichstes Tier – unverkennbar die Silhouette im Scheinwerferlicht des Gegenverkehrs. Noch weit genug entfernt, um zu bremsen, bevor er gemächlich vor unserem Auto über die Strasse stakste und im Wald verschwand.

Alle Mäusekinder waren von der Vollbremsung schlagartig wieder wach. Der grosse Herr Maus, der als einziger von ihnen den Elch gesehen hatte, erzählte wieder und wieder, wie er ausgesehen hatte und wie er die Strasse überquert hatte, das Fräulein Maus fachsimpelte mit ihm über die Fellfarbe von Elchen und ob es wohl eine Elchmutter gewesen sei, und der kleine Herr Maus, der murmelte noch, als er schon im Halbschlaf im Bett lag, um sich selbst zu beruhigen: „Der is‘ nich‘ böse, der Elch. Der is‘ bestimmt nett.“

[1-3, 4, 5, 6, 7, 8, 9-10, 11, 12, 13, 14, 15, 16-17, 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24, 25, 26, 27, 28, 29, 30, 31, 32-35, 36, 37, 38, 39, 40, 41, 42, 43, 44, 45, 46, 47, 48, 49, 50, 51, 52, 53, 54, 55, 56, 57, 58, 59-61, 62, 63, 64, 65, 66, 67-68, 69, 70, 71, 72, 73, 74, 75, 76, 77, 78, 79, 80, 81, 82, 83, 84, 85, 86, 87, 88, 89, 90, 91, 92, 93, 94, 95, 96, 97, 98, 99, 100, 101, 102, 103, 104, 105, 106], 107-108, 109, 110, 111, 112-113, 114, 115, 116-117, 118, 119, 120, 121, 122-123]


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satakaksikymmentäkaksi, satakaksikymmentäkolme

Die 122 auf dem Weg zur Arbeit, die 123 auf dem Weg nach Hause.

Apropos: Ich brauche ja seit Neuestem eine Minute weniger mit dem Rad. Als ich letzte Woche auf der Suche nach so einem Hortbetreuungszeitenänderungsformular zum Ausdrucken war, fand ich das zwar nicht, aber für jede Turkuer Schule eine Schulwegkarte. Spasseshalber hab‘ ich mal geguckt, weil ich aus den Erklärungen des Fräulein Maus, wie sie am Sportunterrichtstag immer aus der Mittelschule zurück in ihre Grundschule laufen, noch nicht so recht schlau geworden bin. Und siehe da: gleich einen neuen Radweg entdeckt.

[1-3, 4, 5, 6, 7, 8, 9-10, 11, 12, 13, 14, 15, 16-17, 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24, 25, 26, 27, 28, 29, 30, 31, 32-35, 36, 37, 38, 39, 40, 41, 42, 43, 44, 45, 46, 47, 48, 49, 50, 51, 52, 53, 54, 55, 56, 57, 58, 59-61, 62, 63, 64, 65, 66, 67-68, 69, 70, 71, 72, 73, 74, 75, 76, 77, 78, 79, 80, 81, 82, 83, 84, 85, 86, 87, 88, 89, 90, 91, 92, 93, 94, 95, 96, 97, 98, 99, 100, 101, 102, 103, 104, 105, 106], 107-108, 109, 110, 111, 112-113, 114, 115, 116-117, 118, 119, 120, 121]


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MANN BEISST HUND

Aus aktuellem Anlass heute meine Lieblingsschlagzeilen aus zehn Jahren finnischer Boulevardpresse:

AUTO FLOG 30 METER WEIT

PRÄSIDENTIN FEIERTE WAHLSIEG AM GRILLKIOSK

„AMEISEN FRASSEN MEINE SAUNA“

DEUTSCHE CAMPIERTEN AUF MÖKKIGRUNDSTÜCK

AUTO FUHR DURCH HAUSWAND INS WOHNZIMMER – JUHANNUSGAST FLOG VOM SOFA AN DIE WAND

SCHLAFWANDLER LIEF NACKT DURCHS STADTZENTRUM

DEUTSCHER SCHRIFTSTELLER SASS NACKT AUF FINNISCHER FAHNE

MONSTER-MÜCKE BEDROHT FINNLAND

FRAU SAUNIERTE IM MÖKKI – DEUTSCHE SPÄHTEN DURCHS SAUNAFENSTER

NACKTER MANN BISS POLIZIST