Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku


Ein Kommentar

satakolme

Nach Kasnäs fahren lohnt sich immer: Erdbeeren gekauft, Kartoffeln gekauft, Tomaten gekauft, die 103 gesehen.

Und dann vom Wind gerade so nicht weggepustet worden.


Suchbild: Wo ist das Trotzkind?

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Sommerloch

Es muss sehr wenig los sein in Finnland, wenn es jetzt sogar schon eines unserer Eichhörnchen – überfahren, vermutlich – in die Lokalpresse schafft:

“Besenderte Eichhörnchen kämpfen ums Überleben“
Turun Sanomat, 18.7.2013

Die Kollegen sind leicht genervt. Ich nehm’s gelassen und denke so: in Deutschland, da hätten sie nicht so pietätvoll das Foto beschnitten. Und mit Antenne herumzuradeln käme da vielleicht im Moment auch nicht so gut an.


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satakaksi

Heute auf dem Arbeitsplan: Fuchskacke sammeln. (Was Biologen so Lustiges machen…)

Deshalb mit dem Auto fahren. Und auf der Rückfahrt die 102 sehen. (Vorm Dom, mal wieder.)

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Urlaubsnachlese: Abenteuerurlaub für alle

Ich wiederhole mich, aber: mit den Mäusekindern verreisen ist grossartig. Dann können wir nämlich all die Dinge tun, die uns allen Spass machen.

Wir haben den Kindern „unsere Stadt“ gezeigt. Sehr süss, als der kleine Herr Maus nach ein paar Tagen am Institut für Allgemeine Botanik den Zeigefinger ausfuhr und krähte: „Hier haben Mama und Papa alles über Pflanzen gelernt!“. Oder als der grosse Herr Maus zwei Wochen später grübelnd vor dem Beethovendenkmal in Papaomas Stadt stand und sagte: „Ach, das hab‘ ich jetzt verwechselt. Ich dachte, das wäre der Mann mit dem Schwert, der in Jena steht, der… wie hiess der nochmal?“ Das Fräulein Maus wollte immer wissen, wie spät es sei, wenn wir über den Markt gingen, ob man warten könne, bis der Schnapphans wieder nach der goldenen Kugel schnappen würde. Wir fuhren neue Strassenbahnlinien, wir gingen in „unserem“ Supermarkt einkaufen, wir schauten hinauf zu „unserer“ Wohnung im elften Stock und konnten immer noch nicht auf der Autobahn spazierengehen. Wir trafen alte Freunde. Der grosse Herr Maus durfte durchs Mikroskop gucken. Das Fräulein Maus half ein bisschen den ehemaligen Kollegen auf dem Umweltamt beim Arbeiten.

Wir waren wandern. (Das geht ja bei uns zu Hause nicht sooo gut, weil man üblicherweise die Wahl hat zwischen 200 m Naturlehrpfad oder 20 km Rundweg durch den Nationalpark – und der Rest der Wege sind unbefestigte Strassen, die am letzten Mökki enden.) Je schmaler die Wege, je mehr zu klettern, desto mehr Spass haben wir alle am Wandern. Rund um Jena ist die Landschaft voll von solchen Wegen. Wir liefen längst nicht alle, aber viele davon ab. Der grosse Herr Maus als eifriger Pfadfinder vorneweg, der kleine Herr Maus meist „Wartet! Will alleine laufen!“ rufend ganz am Schluss. Wenn ihn die Kräfte verliessen oder ihn das grosse Mittagsmüd anfiel, trug ich ihn. Lieber schleppte ich bei 36 Grad 13 schlafende Kilo über die Sonnenberge – man kann sich denken, warum die so heissen! – als noch drei oder vier Jahre höchstens durch Parks zu spazieren.
Auf dem zweiten Teil der Reise war es ein bisschen schwieriger. „Wanderweg?! Sind Sie denn nicht mit dem Auto?!“ fragten uns unabhängig voneinander mehrere Einheimische, die wir am Bahnhof gefragt hatten, wo denn der Wanderweg anfänge, den wir uns ausgesucht hatten. Wir fanden ihn dann ganz allein, und auf dem Rückweg gab uns jemand, der offensichtlich auch nicht ausschliesslich mit dem Auto unterwegs ist, den Tipp, an einer bestimmten Stelle abzubiegen, da könne man einen alten Vulkankrater besichtigen. Das war toll!
Wir nutzten Bus, Ausflugsdampfer und einmal auch zwei Autos, um so weit wie möglich wandern zu können und nicht den gleichen Weg zurückgehen zu müssen. Toll war das!

Wir waren Sternegucken. Sternegucken mitten im Sommer ist nämlich etwas Besonderes für uns, und oft genug waren wir mit den Kindern noch so spät unterwegs, dass sie andächtig zum Himmel aufschauten und flüsterten: „Da sind ja Sterne!“ Und wenn man einmal in Jena ist, kann man natürlich wunderbar projizierte Sterne angucken. (Der neue Projektor, das „Ei“ – der so neu nun auch wieder nicht mehr ist, aber während unserer Studienzeit in Betrieb genommen wurde – macht sogar Sterne, die richtig funkeln. Nicht nur Lichtpunkte.) Wir gingen gleich zweimal ins Planetarium, da sich die Kindervorstellung, die wir uns ausgesucht hatten – „Besonders geeignet für Grundschulklassen“ – als eher „Besonders geeignet für kleinere Kindergartenkinder“ herausstellte und mehr animierte Bilder als Sterne gezeigt wurden, wir aber alle mehr Sterne sehen wollten. Das ging dann in der Erwachsenenvorstellung.

Wir waren im Zoo. Wir waren nicht nur im Zoo, wir sind mit dem Zug, Umsteigen inklusive, in den Zoo gefahren. Doppeltes Abenteuer!
(Vor der Rückfahrt deckten wir uns im Bahnhofskiosk mit altersgerechten Presseerzeugnissen für jedes Familienmitglied ein. Ich las dann, dass man Kindern sogar Urlaub in den Bergen schmackhaft machen kann, wenn sie nur von einem professionellen Märchenerzähler am Gletscherrand unterhalten werden. Irgendwas machen wir falsch…)

Wir waren auf einer Gartenausstellung, auf der es ein wunderbares Schmetterlingshaus, einen Springbrunnen, dessen Fontänen man per Knopfdruck betätigen kann, eine Seifenblasenausstellung zum Ausprobieren, einen wunderbaren Spielplatz und ein riesiges Planschbecken gibt. Wir rochen an Rosen, sahen vom Aussichtsturm aus ein landendes Flugzeug auf Augenhöhe und hatten bis zum Abend nicht annähernd alles gesehen und ausprobiert.

Als es einen Tag regnete und ziemlich kalt war, fuhren wir ins Bad und brachten den Kindern die Unterschiede zwischen finnischer und deutscher finnischer Sauna bei. (Ich kriegte den grössten Kulturschock der ganzen Reise, als ich mich mit drei Kindern in so ein Umkleidekabüffchen quetschen sollte, dort alle umziehen, vier Kleiderstapel machen, und die dann samt Strassenschuhen, Rucksäcken, Schwimmflügeln und Handtüchern zu den jeweiligen Spinden balancieren sollte. Gemischt in die Sauna gehen, aber sich unter Frauen nicht in einem Raum umziehen können…!) Das Fräulein Maus kann dann jetzt auch fast schwimmen.

Wir assen literweise Eisbecher und kiloweise Bratwurst. Und wir gingen jeden Morgen zu einem anderen Bäcker. Vielleicht schliefen die Kinder deshalb in diesem Urlaub nie länger als bis um sieben…

In der letzten Woche, bei der Papaoma, waren wir noch Flugzeugegucken. Nicht irgendwo, sondern da, wo richtig was los ist. Wir wussten gar nicht, wo wir zuerst hinschauen sollten, denn während ein „Doppelstockflugzeug“ landete, ein „Huckelbuckelflugzeug“ auf die Startbahn rollte, das Fräulein Maus nach einem selbsterdachten Messverfahren die Steiggeschwindigkeit der eben gestarteten 777 berechnete und mit dem vorher gestarteten A320 verglich, verpassten wir, wie das isländische Flugzeug, das bis eben noch direkt vor unserer Nase gestanden hatte, auf das Vorfeld geschoben wurde. Als wir wieder hinschauten, war es plötzlich schon weit weg. Auch der Koffer, der nicht mit verladen worden war und lange, lange Zeit allein da stand, wurde abgeholt, als wir gerade der Feuerwehr nachschauten, oder einem Passagierbus, oder einem Gepäckwagen. Oder doch, als das Propellerflugzeug landete, als das Fräulein Maus ein kanadisches Flugzeug entdeckte, als das russische Flugzeug betankt wurde und das Triebwerk des Flugzeugs nach Ho-Chi-Minh-Stadt nochmal auseinandergebaut wurde.
Auch zum Flughafen fuhren wir mit dem Zug – hinzu linksrheinisch, wegen des idyllischen Ausblicks und der vielen Burgen. (Der grosse Herr Maus hatte sich allerdings schon auf der vorherigen Bahnfahrt eine der Saaleburgen als künftiges Heim ausgesucht.) Der Deutschen Bahn haben wir zu verdanken, dass unser Aufenthalt auf dem Flughafen eine ganze Stunde kürzer ausfiel als geplant. Eine Stunde, die wir dann nach einem hastigen und bedauerlich zeitigen Abschied von der Aussichtsterrasse auf einem Bahnsteig der Station „Frankfurt Flughafen Fernbahnhof“ absassen, weil die Bahnmitarbeiter es für psychologisch klüger hielten, die Verspätung erst einmal als nur fünfminütige anzukündigen und dann jeweils nach Ablauf dieser Zeitspanne um fünf oder zehn Minuten aufzustocken, bis eine Stunde später dann unser ICE tatsächlich einfuhr. Danach flogen wir jedoch mit 300 km/h – und das war für mich, die ich zusammengerechnet schon Wochen, wenn nicht Monate in ICEs, deren Geschwindigkeitsanzeige bei 80 km/h festgenagelt zu sein schien, verbracht hatte, ein echtes Aha-Erlebnis – in ein paar Minuten, so fühlte es sich an, von Frankfurt nach Köln. Wir schafften es kaum, unser am Flughafen zusammengekauftes „Mittagessen“ zu essen, bevor wir wieder aussteigen mussten. Wir hielten Ausschau nach der Autobahn, auf der wir fünf Tage vorher gefahren waren und einen ICE vorbeifliegen gesehen hatten, so einen, mit dem wir dann auch fahren würden, sahen die Autobahn nur in winzigen Stückchen zwischen Tunneln und Lärmschutzwand und bestaunten die Autos, die aussahen, als würden sie Schritt fahren.

Wir fuhren mit der Autofähre über den Rhein. (Brücken kann ja jeder.) Wir bestaunten Kohlefrachter, Sandfrachter, Containerfrachter. Und Ruderboote, die mit sechs Mann Besatzung gegen die Strömung kämpften. Das Fräulein Maus guckte am liebsten vom Trampolin aus.

Einen Tag waren wir im Freibad. Das Fräulein Maus kann jetzt wirklich fast schwimmen.

Als es nochmal einen Tag regnete, gingen wir ins Museum, Tiere angucken. Aber alle anderen Tage schien ja die Sonne.

Dann beluden wir unser Auto mit den fünfhundert Einkäufen, die man nur in Deutschland machen kann, fuhren nach Norden, bestiegen ein Schiff, freuten uns auf zu Hause und seufzten wohlig: Das war ein schöner Urlaub!


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satayksi

Der Ähämann hat dieses Jahr sein gesamtes Urlaubsgeld gegen freie Tage eingetauscht.

Wir sind sehr dankbar für diese Möglichkeit, denn: von Juhannus bis zum 31. Juli ist Finnland geschlossen. Einschliesslich der Kindergärten. Für Kinder, deren Eltern in der Zeit doch arbeiten müssen, gibt es zwar Notfallkindergärten – aber wer schickt sein Kind schon gern für ein paar Wochen in einen komplett anderen Kindergarten in eine komplett neue Gruppe mit komplett neuen Betreuern?
(Allerdings, es ist noch gar nicht lange her, da war unser Kindergarten einmal in den Skiferien Notfallkindergarten – und nachdem sie den ganzen Tag mit Gastkindern gespielt hatte, beschwerte sich das Fräulein Maus bei mir bitterlich, warum sie denn niemals in einen anderen Kindergarten gehen dürfe…)

Wenn man auf finnische Art Urlaub machte – also seinen gesamten Jahresurlaub im Sommer nähme – käme man mit seinen regulären Urlaubstagen ganz gut hin. Aber wir doch nicht…! (Die Winterurlaubsregelung, die es leider nicht mehr gibt, war wie für uns gemacht: wenn man im Winter Urlaub nahm – bis zu zehn Tage – dann wurden einem dafür nur die Hälfte der Urlaubstage angerechnet.)

Also tauscht der Ähämann Urlaubsgeld um. Und wir haben jetzt noch so eine Art Urlaub nach dem Urlaub – auch wenn ich arbeiten muss, weil die Eichhörnchen im Juli eben keinen Urlaub haben, sondern sehr mit ihrem Nachwuchs beschäftigt sind.

Früh schleiche ich mich aus dem Bett. Ich muss niemandem die Windel abmachen, niemanden anziehen, niemanden zehn Mal zu Tisch bitten. Ich kann LESEN beim Frühstück! Ich kann am Kindergarten vorbeibrausen und brauche nicht mal zwanzig Minuten mit dem Fahrrad von zu Hause zur Uni. Die Stadt ist leer und still. Ich arbeite oft nur bis zum frühen Nachmittag – dafür manchmal auch am Wochenende, denn Eichhörnchen machen auch kein Wochenende – und treffe mich dann mit dem Ähämann und den Mäusekindern irgendwo zum Mittagessen oder auf dem Spielplatz. Fahre ich direkt nach Hause, kann ich wieder am Kindergarten vorbeibrausen und bin in spätestens zwanzig Minuten zu Hause. Danach muss ich keine Rucksäcke wegräumen, keinen Windelbeutel umpacken, keine drei Fahrräder in den Schuppen fädeln (sondern nur eines). Wenn das nicht fast Urlaub ist…!

Als wir letzte Woche unseren ersten derartigen Nachurlaubstag verbrachten, hatten der Ähämann und die Mäusekinder eine grosse Radtour zur Post gemacht, dann trafen wir uns zu einem sehr späten Mittagessen. Dann radelten wir gemeinsam zurück und machten noch einen Zwischenstopp an einem neuen Spielplatz in einem neuen Wohngebiet. Der kleine Herr Maus, der den Mittagsschlaf hatte ausfallen lassen, war ziemlich müde. Der grosse Herr Maus und das Fräulein Maus, die selbst geradelt waren, waren ein bisschen kaputt. Alle drei spielten lange und friedlich. Der Ähämann und ich sassen auf der Bank und sahen zu. Wir beobachteten einen Tankwagen, mit dem die neugepflanzten Büsche rund um den Spielplatz gegossen wurden. Und dann kam noch die 101 aus einer Hauseinfahrt gefahren, mit einem Kanu auf dem Dach. Die hat auch Urlaub.

(Die wahre Urlaubstagezusammenkratzherausforderung erwartet uns dann nächsten Sommer. Schulferien sind nämlich vom 1. Juni bis Mitte August. Und Hortbetreuung gibt es nur während des Schuljahres.)

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Urlaubsnachlese: Auf der Autobahn

Allsommerlich ist ja die Elternratgeberpresse voll von Tipps, wie man das Reisen mit Kindern für alle nervenschonender gestalten kann. Zum Beispiel:

Autos zählen: Jedes Kind wählt eine Farbe und muss dann die Anzahl der Autos mit dieser Farbe zählen.

Genau. Das schlug ich den grossen Mäusekindern nach 200 km deutscher Autobahn und dem zehnten „Wie lange noch, bis wir da sind?“ dann mal vor. Grosse Begeisterung.

Fräulein Maus: „Ich zähle die roten!“
Grosser Herr Maus: „Ich zähle die blauen!“
Ich: „Prima. Dann mal los!“
Fräulein Maus: „Eins…“
Grosser Herr Maus: „Eins, zwei… drei…“
Fräulein Maus: „Zwei…“
Grosser Herr Maus: „Vier, fünf, sechs…“
Fräulein Maus: „Drei…“
Grosser Herr Maus: „Sieben, acht…“
Fräulein Maus: „Vier…“
Grosser Herr Maus: „Neun… zehn, elf…“
Fräulein Maus: „Fünf…“
Grosser Herr Maus: „Zwölf, dreizehn…“
Fräulein Maus: „Der grosse Herr Maus zählt gar nicht richtig!“
Grosser Herr Maus: „Na klar zähl‘ ich richtig! … Vierzehn…“
Fräulein Maus: „Der grosse Herr Maus zählt gar nicht die blauen Autos! Der zählt einfach alle Autos!“
Grosser Herr Maus: „Tu ich nicht!!! Da! Fünfzehn, sechzehn…“
Fräulein Maus: „Doch, tust du!!!“
Grosser Herr Maus: „Siebzehn…!“
Fräulein Maus: „Siehste! Mama, das ist ungerecht!!! Der grosse Herr Maus ist schon viel weiter!“
Ich: „Ist doch egal! Kommt doch nicht drauf an, wer die meisten Autos zählt. Wir wollen doch nur wissen, wie viele blaue und wie viele rote Autos auf der Autobahn unterwegs sind!“
Fräulein Maus: „Aber der grosse Herr Maus zählt falsch!“
Grosser Herr Maus: „Achtzehn…“
Fräulein Maus: „Sechs…“
Grosser Herr Maus: „Neunzehn, zwanzig… Ich hab‘ schon zwanzig Autos!“
Fräulein Maus: „Hast du nicht!“
Grosser Herr Maus: „Hab‘ ich wohl!“
Fräulein Maus: „Hast du nicht!“
Grosser Herr Maus: „Hab‘ ich wohl!“
Ich: „Nun streitet euch doch nicht! Ich glaube, der grosse Herr Maus zählt auch alle grauen und schwarzen Autos mit…“
Fräulein Maus: „Ja, genau, und das ist ungerecht!“
Grosser Herr Maus: „Die roten Autos fallen ja auch viel mehr auf. Ich seh‘ das ja gar nicht richtig, welches Auto blau ist und welches grau!“
Ich: „Wollen wir nochmal von vorne anfangen? Mit anderen Farben? Der grosse Herr Maus zählt alle weissen und silbernen, und…“
Grosser Herr Maus: „Nee! Ich hab‘ jetzt keine Lust mehr.“
Fräulein Maus: „Nee! Ich auch nicht. Blöder grosser Herr Maus!!!“

Deswegen wird bei uns auf Autofahrten gegen Langeweile zum Fenster rausgeguckt und sich unterhalten.


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“Deutschlands beliebteste Mutter“

In Jena habe ich mich mit einer finnischen Mutter getroffen, die mit ihrem finnischen Mann und ihren zwei finnischen Kindern in Berlin lebt.

Unser Spiegelbild, sozusagen. Wir hatten uns viel zu erzählen. Sie hat viel gefragt.

Ich war auch nur so ein bisschen aufgeregt. Denn ich wusste, sie würde hinterher für den Helsingin Sanomat, Finnlands grösste Tageszeitung, einen Artikel über unser Gespräch schreiben.


“Saksan suosituin äiti“, Helsingin Sanomat, 7.7.2013

Dass ein Blog aus und über Finnland auf der deutschen Mütterblog-Liste ganz oben steht, gilt hier nämlich als Sensation.

Ich fühle mich sehr geehrt. Und Herzchen sind weiterhin willkommen! :-)