Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku

31 Kommentare zu “Bratwurst verboten

  1. Hmm. Warum prangt auf den Leckereien denn ein Monsterhäkchen und kein Kreuz ? Das Schild ist wohl einem noch vom Wochenende müden Kopf am Computerarbeitsplatz entsprungen – sonst hätte er wahrscheinlich besser aufgepasst und statt der Bratwurst heiße Maroni (oder was es eben in Finnland so gibt) und statt des Häckchens ein Kreuz beim Copy und Paste verwendet! ;-)

    • DAS war dann auch gleich mein zweiter Gedanke.

      Aber nein, es gibt in Finnland GAR nichts, was man auf der Hand essen könnte. (Ausser Eis. Im Sommer.) Was denkst du, wie nervig das ist, wenn man irgendwo unterwegs ist und IMMER seinen eigenen Proviant dabeihaben muss oder ins Restaurant gehen muss, weil man eben nicht mal schnell nebenher eine Bratwurst oder einen Döner essen kann.

      Als letztes Jahr der LIDL eine Filiale mitten im Zentrum öffnete, eine Filiale mit Backstand, da sah man auf einmal Leute, die da rauskamen und auf der Strasse zu essen anfingen. Ein bis dahin völlig unbekannter Anblick!

      • Ach Karen, ich kenn das gut. Wir müssen auch immer alles mitschleppen, wegen der Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Es ist fast noch schlimmer, mit den Kids auf einem Weihnachtsmarkt o.ä. rumzuschlendern, wo es an jeder Ecke nach frischgebackenen Waffeln duftet oder ihnen glänzende Schokofrüchte entgegenstrahlen, und ihnen dann doch selbst Mitgebrachtes zu verabreichen, weil sie das andere nicht dürfen… :-(

  2. Mh und wieso gibt’s in Finnland keine Würstchenbuden, Dönerstände und so? Ist das was kulturelles, also nichts unterwegs zu kaufen
    oder einfach weil es einfach bisher niemand anbietet?

  3. Und Hüte darf man auch nicht aufsetzen, oder was ist das da oben links…? Fliegende Untertassen verboten?
    Das mit den Häkchen ist in Schweden auch so: Häkchen bedeutet nein/falsch. Als ich das erste Mal einen von mir korrigierten Vokabeltest an meine schwedischen Schüler zurückgegeben habe, führte das kurzzeitig zu ganz großen Dramen, weil plötzlich einige glaubten, alles falsch zu haben…

  4. Ein Leben ohne Bratwurst, am besten eine Thüringer. Unvorstellbar!

  5. Es gibt ja Buden, aber mit Tischen vornedran, da isst man aus der Plastikbox, in der das Essen angerichtet ist. Hat mich auch leicht geschockt beim ersten Mal am „Kebab“-Stand.
    Piirakka (Mehrzahlform kann ich nicht, sorry) kann man doch aus der Hand essen, muss man halt im Supermarkt holen ;-) (ich liebe die auch ohne Eibutter einfach so als Snack. Muss ich mal wieder machen).

  6. …vielleicht handelt es sich ja auch um eine mustamakkara oder ryynimakkara, die habe ich jedenfalls schon mit lecker puolukkahillo am kioski als „fast food“ gegessen. Vielmehr schockiert mich Folgendes: Der „Hut“ oben links mit dem Rautendings untendrunter soll doch wohl nicht im Ernst eine Eiswaffel darstellen?!

  7. Ich bin erschüttert…keine Bratwurststände oder ähnliches? Komisches Land :-)

    • Und keine gebrannten Mandeln, keine Zuckerwatte, keine Waffeln und schon gar keine „Kräppeln“ auf dem Weihnachtsmarkt…

      • Also wenn der Weihnachtsmann aus Finnland stammt, dann sollte er doch die Seufzer derjenigen hören, die ohne all das vorweihnachtliche Schlemmerzeugs auskommen müssen und für nächstes Jahr die Wichtel zu kleinen Weihnachtsmarkt-Unternehmern „umschulen“.
        Hat denn sonst noch keiner diese Marktlücke erkannt? Oder gibt es da bürokratische Hindernisse?

        • Wir überlegen auch von Zeit zu Zeit, eine Bratwurstbude aufzumachen… ;-)

          Ich glaube, bürokratische Hindernisse gibt es da keine grösseren als in Deutschland (ausser beim Glühweinausschank, das würde schwierig), aber was der Finne nicht gewöhnt ist, das macht er auch nicht…

  8. Aber ist das in ganz Finnland so, daß es keine Freßbuden gibt? Mein Mann meint gerade, daß er damals in Helsinki ein Hot Dog gegessen hätte (und das 1999!).

  9. Hallo, da tut Ihr mir aber richtig leid. Da werden wir morgen, wenn die Pyramide angeschoben wird und reichlich gelichtelt wird. Ne Bratwurst für Euch mit verspeisen. Kann, bzw mag mir das gar nicht vorstellen, so ohne das alles. Weihnachten Ohne Krapfen, Bratwurst draußen auf dem Weihnachtsmarkt, dass find ich ja richtig traurig. Liebe unbekannte Grüße aus dem mittlerweile auch verschneiten Erzgebirge

    • Naja, soooo schlimm ist es auch nicht. ;-)

      Viel mehr als Bratwurst vermisst der grosse Herr Maus die Bimmelbahn auf dem Weihnachtsmarkt, und ich die grossen Pyramiden auf den Marktplätzen und die Schwibbögen und Adventssterne in allen Fenstern und die ganzen kleinen Heimatmuseen mit den Weihnachtsbergen und…

      • Das dergrosse Herr Maus das vermißt, kann ich nur zu gut verstehen. Wenn das mal, nicht eine der schönsten Sachen der Weihnacht ist. Aber toll, dass Ihr die alte Heimat auch in Form von Schwibbogen und Co. zu Euch nach Hause holt. Da schauen die Nachbarn bestimmt immer…..

  10. Aha, bürokratische Hindernisse gibt es keine? Und wofür gibt es Evira? Ich las mal die ausführliche Geschichte von La Camionette, eine Superidee, die sich dann Gott sei dank in Helsinki durchgesetzt hat, als ein junger Finne frisch gemachte Waffeln/Crepes mit Nutella & co aus dem Camionette verkaufen wollte. Hat er in Frankreich gelernt. So ein Camionette ist ja nicht so hässlich, wie die Eisstände, also DARF nicht, denn es ist anders. Nach langem hin und her, durfte er eröffnen und ist in der warmen Jahreszeit da.

    Kebab ist doch fast schon ein Nationalgericht, nur schmeckt wie eingeschlafene Füsse, weil sie das gehobelte „Fleisch“ aus der untersten Schublade holen und zusammen mit dem Salat in der Mikrowelle aufwärmen. Kostet dann auch „nur“ 8 Euro. Aber Turku hat doch so ein Kultkiosk mit fettigem Zeug zum Mitnehmen („Würste“; Makkaraperunat, Lihapiirakat). Ich weiss den Namen nicht, aber unter einer Brücke. In Porvoo war ein Bochumer Currywurstauto. Der hat’s aber auch aufgegeben. Man konnte dort auch echte Würste erwerben sowie die Bochumer Currysauce.

    „Auf die Hand“ kann man neuerdings die fertig belegten Reissumiesbrote nehmen. Kosten 4 Euro. Ein Brot mit einer Scheibe Käse oder Wurst und etwas Mayo.

    Nächste Woche geht es nach Köln, zum richtigen Weihnachtsmarkt. Von Finnen bestätigt: Esplanaden sind nicht so schlecht, schöne Verkaufshüten, viele Lichter, doch man kann tun was man will – die Stimmung kommt nicht auf.

    • Naja, in Deutschland kannste dich ja auch nicht einfach so hinstellen und im Vorgarten Bratwurst verkaufen…

      Und auch wenn ich ab und zu eine Bratwurst (generell) und Krapfen und Zuckerwatte (auf dem Weihnachtsmarkt) vermisse – wer behauptet, ohne Fressstände käme keine Weihnachtsstimmung auf, der ist bei mir immer noch an der falschen Adresse.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s