Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku

Waschen statt Wegwerfen

17 Kommentare

(Warnung: Dies ist ein echter Windelblog-Eintrag. Ein Eintrag, in dem ich jetzt einfach mal die Antworten auf alle die Fragen, die ich immer wieder zum Thema Stoffwindeln gestellt bekomme, sammle.)

1) Welche Windeln benutzt ihr denn?

Als Kind aus’m Osten wurde ich wie alle anderen selbstverständlich mit Mullwindeln gewickelt, die, wenn sie nachher noch gut waren, von Familie zu Familie weitergegeben wurden. Auch meine Mutter hat meine Windeln (und die noch guten von meinem Cousin und meiner Cousine) aufgehoben und mir das ganze Paket überreicht, als ich mit dem Fräulein Maus schwanger war. Das fand ich toll, denn ich war zwar fest entschlossen, Stoffwindeln zu benutzen, hatte aber im Hinterkopf auch den Gedanken, was wenn es mir zu viel wird, auch noch die ganze Wascherei? Dann hätte ich nämlich ungern Unmengen von Geld schon vorher investiert, nur um dann festzustellen, ich benutze dann mal doch lieber Wegwerfwindeln. So war das einfach – ich habe in nichts weiter investiert als drei Membran-Windelhöschen.

Und dann habe ich das Fräulein Maus mit den einfachen Mullwindeln gewickelt. Ganz am Anfang mit nur einer, die ich nach der „Neugeborenenfaltanleitung“ gefaltet habe, später dann mit zweien – also eine zweimal zum Dreieck gefaltet plus eine zum Steg gefaltet – und Windelhose drüber. Fertig. Hat gut funktioniert, die Windelhosen waren wirklich sehr auslaufsicher, mussten nicht nach jedem Windelwechseln in die Wäsche, gewaschen habe ich so alle zwei, drei Tage, und schnell genug getrocknet sind die Windeln auch, so dass es auch ohne Trockner ging. (Sowas haben wir nämlich nicht.) Nachts allerdings und auf Ausflügen habe ich immer Wegwerfwindeln benutzt, weil die doch länger dranbleiben können. (Und leichter anzulegen sind.) Und als das Fräulein Maus mit zehn Monaten im Kindergarten anfing, hat sie dorthin auch nur Wegwerfwindeln mitbekommen, und wir haben höchstens noch am Wochenende mit Stoffwindeln gewickelt, oft aber aus Faulheit auch nicht.

Den grossen Herrn Maus habe ich am Anfang genauso gewickelt wie das Fräulein Maus, also Mullwindeln plus Windelhose. War ja auch alles da. Irgendwann hatte ich dann aber keine rechte Lust mehr auf das Origami am Kind – von des Ähämanns Unlust mal ganz zu schweigen – aber wollte auch nicht auf Wegwerfwindeln umsteigen. Ausserdem hatten wir ja auch noch den ganzen Schrank voll Mullwindeln, die ich eigentlich gern weiterverwenden wollte – und so bin ich auf die sogenannten Taschenwindeln gekommen. (Also auf Finnisch heissen die Taschenwindeln, auf Deutsch, glaube ich, Einlagewindeln oder neudeutsch Pocketwindeln.)

Die sind für uns optimal: ich kann die mit den Mullwindeln befüllen, die ich sowieso schon habe, sie sind so einfach zu handhaben wie Wegwerfwindeln (ich habe welche mit Klettverschluss, da ist das System wirklich ganz genauso wie bei Wegwerfwindeln – ich kenne aber auch Leute, die Druckknöpfe bevorzugen), und zum Waschen und Trocknen nimmt man die wieder auseinander – weshalb sie auch recht schnell trocknen (bei sogenannten All-in-one-Windeln spart man sich ja die Falterei und das Befüllen, dafür brauchen die eeewig zum Trocknen.) Da sie so einfach zu handhaben sind, benutzte der grosse Herr Maus sie auch im Kindergarten, genau wie der kleine Herr Maus jetzt, und wir nehmen sie normalerweise auch auf Ausflügen. Manchmal sogar im Urlaub, wenn’s da eine Waschmaschine gibt. Leider sind die Taschenwindeln nicht ganz so auslaufsicher wie Mullwindeln plus Überhose, was vor allem an der Konstruktion der Taschenwindeln liegt: wenn sie nicht ganz fest am Bein abschliessen oder sich der Body ein bisschen zwischen Bein und Windel zieht, dann saugt der sich leicht auch mit voll. (Bei den Überhosen passiert das nicht, die haben so einen „Auslaufschutz“ am Beinabschluss. Mittlerweile soll es aber auch Taschenwindeln geben, die so einen Auslaufschutz haben, bei denen also nicht der innere Stoff bis an den Beinabschluss reicht, sondern nur die undurchlässige Membran.) Aber man kann ein bisschen mit dem Saugmaterial experimentieren. Wir haben ziemlich schnell zusätzlich zur Mullwindel noch jeweils eine Extrasaugeinlage in die Taschenwindel gepackt, und damit sind die Windeln eigentlich genauso saugfähig wie Wegwerfwindeln.

Nachts und auf Reisen gibt’s bei uns Wegwerfwindeln.

2) Wo bewahrt ihr die Windeln bis zum Waschen auf?

Wir bewahren die dreckigen Windeln – Saugeinlagen und „Tasche“ gleich wieder getrennt – in einem grossen Eimer auf (wir wickeln auf der Waschmaschine im Bad, da steht er gleich daneben), ohne Deckel und – obwohl das oft immer noch propagiert wird – ohne Einweichen. Je besser sie dort trocknen können, umso geringer die Geruchsbelästigung! (Stoffwindeln stinken viel weniger als Wegwerfwindeln!) Ich lege in die Windeln ausserdem noch sogenanntes Reispapier, damit man das grosse Geschäft leichter entsorgen kann. (Das Reispapier darf aber nicht in die Toilette, obwohl es auf manchen Packungen so draufsteht, sondern alles kommt in den Müll, der dann bevorzugt gleich vor die Tür kommt.) Das lohnt sich aber erst, wenn das Baby zugefüttert wird, den mehr oder weniger flüssigen Muttermilchstuhl habe ich einfach immer mit in die Waschmaschine getan, oder gleich nach dem Windelwechseln ein bisschen ausgespült.

3) Wie geht das mit dem Waschen?

Am Waschen scheiden sich ja die Geister: Ökowaschmittel, kein Ökowaschmittel, 95-Grad-Wäsche oder doch nur 60 Grad, Essig zugeben oder nicht… Wir benutzen ganz normales Waschmittel und waschen alles bei 60 Grad, zusammen mit aller anderen hellen 60-Grad-Wäsche, die so anfällt, normalerweise ohne Vorwäsche. Weichspüler sollte man natürlich nicht benutzen.

4) Und wie trocknet ihr die Windeln?

Auf der Leine. (Das ist ja das gebräuchlichste Argument gegen Stoffwindeln: dass es mit der Umweltbilanz ja nicht so weit her sei, weil ja das Waschen und Trocknen so viel Energie verbrauchen würde. Ich kenne niemanden, wirklich niemanden, der aus Umweltgründen Stoffwindeln benutzt und sie im Trockner trocknet!) Am liebsten draussen – Sonne hilft auch gegen Flecken und Wind macht die Windeln schön weich – aber die meiste Zeit des Jahres gezwungenermassen doch drin. Am Anfang auf einem Wäscheständer, seit einigen Jahren auf Leinen, die wir unter der Saunadecke gezogen haben. (Und die sich auch für die Abarbeitung unserer normalen täglichen Wäscheberge als äusserst hilfreich erwiesen haben.) Da es in finnischen Wohnungen immer warm ist und sie über ein hervorragendes Be- und Entlüftungssystem verfügen, sind die Windeln wirklich ratzfatz trocken. (Abends aufhängen und früh wieder benutzen ist überhaupt kein Problem.)

Ich falte und befülle die Windeln immer möglichst gleich nach dem Abnehmen von der Leine – auch das Reispapier wird gleich eingelegt – dann sind die Windeln genauso gebrauchsfertig wie Wegwerfwindeln.

5) Wie viele Windeln braucht man denn?

Während man mit einem grossen Stapel Mullwindeln und drei bis vier Windelhöschen gut auskommt, braucht man von den Taschenwindeln recht viele, und das in jeder Grösse. Da der grosse Herr Maus am Anfang noch nicht mit den Taschenwindeln gewickelt wurde, haben wir für ihn gleich die grössere Grösse gekauft (10-15 kg, die haben wir aber schon ab 8 kg benutzt), die hat er dann benutzt, bis er keine Windeln mehr brauchte. Für den kleinen Herrn Maus hat uns für den Anfang (also bis er gross genug war für unsere Windeln), die liebste Freundin ihre „mitwachsenden“ Taschenwindeln (genial!) geliehen.

Wie viele Windeln man braucht, hängt ein bisschen davon ab, wie oft man waschen will. Wir haben eine 6kg-Waschmaschine, und Windeln wasche ich im Durchschnitt alle drei Tage, denn die Maschine soll ja auch voll sein. 20 Windeln finde ich ganz gut. Es geht sicher auch mit weniger, aber wir haben inzwischen sogar ein paar mehr. (Das ist jetzt wieder besonders wichtig, wo der kleine Herr Maus die im Kindergarten benutzt und immer 5 Stück dort sind.)

6) Wie macht ihr das mit den Stoffwindeln im Kindergarten?

Wir geben dem kleinen Herrn Maus jeden Tag die vorgefalteten und mit Reispapier versehenen Windeln in einem Windelbeutel (so ein Kordelzugding) mit. So viele, dass immer fünf Stück dort sind. (Meist braucht er vier; zur Not hat er auch noch einige Wegwerfwindeln in seinem Windelfach). Die werden dann genauso gewechselt wie Wegwerfwindeln, nur, dass eben nur das Reispapier weggeworfen wird, die benutzten Windeln kommen wieder in den Windelbeutel, den wir nachmittags wieder mit nach Hause nehmen. Saugeinlage und „Tasche“ trenne ich zu Hause dann selbst.

Anders als der Laie vermuten würde, sind die ach so praktischen Höschenwindeln bei den Betreuern gar nicht beliebt – dann muss man nämlich dem Kind jedes Mal die Hose ausziehen zum Windelwechseln, während man so eine Klettwindel im Stehen und ohne Hose (und gegebenenfalls Schuhe) auszuziehen, wechseln kann. Mit den Taschenwindeln geht das auch (und genau deswegen nehmen wir sie auch immer mit auf Ausflüge, was wir früher mit den Mullwindeln eher nicht gemacht haben, denn um die anzulegen muss das Kind wirklich liegen.)

7) Wo kauft man denn Stoffwindeln?

Hier in Finnland, wo das Wickeln mit Stoffwindeln ziemlich verbreitet ist, kann man sie sogar im Supermarkt kaufen! Nicht in ganz grosser Auswahl, aber immerhin. Es gibt Onlineshops und gut sortierte, kleine Bio- und Babyläden, die Stoffwindeln im Angebot haben, es gibt Leute, die Windeln selbst nähen und (preiswert) verkaufen, und zudem blüht der Handel mit gebrauchten Stoffwindeln.

Die finnische Firma, von der unsere Windeln sind, hat neuerdings sogar eine deutsche Seite und verschickt auch ins Ausland, aber ich bin sicher, es gibt auch deutsche Onlineshops. Google hilft.

8) Und was kannst du sonst noch raten?

Wie bei allem: sich auf nichts versteifen, sondern erstmal ausprobieren. Das gilt für das Benutzen von Stoffwindeln allgemein – natürlich ist es ein Mehraufwand, den nicht jeder betreiben will (ich komme damit gut klar, dafür hätte ich im Leben nicht Babybrei selbst gekocht oder Babykleidung selbst genäht) – wie auch für die Art der Windeln – nicht jedem Baby passt jede Windel gleich gut. Also nicht gleich ein teures 20-Windel-Paket kaufen, das dann vielleicht doch nicht zum Einsatz kommt.

Und nicht gleich die Flinte ins Korn werfen, wenn die Windeln bei einem Neugeborenen noch öfter mal überlaufen. Ich finde, bei so dünnen Beinchen schliessen die einfach noch nicht so richtig, und uns ist es sogar passiert, dass Wegwerfwindeln übergelaufen sind in den ersten vier bis sechs Wochen.

Und: nichts muss man fanatisch betreiben. Weder muss man sofort am ersten Tag zu Hause anfangen, mit Stoffwindeln zu wickeln (obwohl ich das empfehlen kann, gleich von Anfang an auch eine Windelwaschroutine zu entwickeln), noch muss man ausschliesslich mit Stoffwindeln wickeln. Jede einzelne Windel, die nicht weggeworfen wird, nützt der Umwelt!

(Was ich übrigens in der zweiten und dritten Stillzeit als wirklich umweltfreundlich empfunden habe, waren waschbare Stilleinlagen. (Allerdings gibt’s da auch grosse Unterschiede – den ersten Satz habe ich gleich wieder weggeschmissen, aber dann habe ich mir welche – mit Frottee innen und Membran aussen – zusammen mit den Windeln bestellt, und die waren ein Traum! Viel dünner, unauffälliger, hautfreundlicher und angenehmer zu tragen als die Einwegstilleinlagen.) Aber jetzt schweife ich ab…)

9) Und warum macht man sowas?

Weil es die Umwelt schont. Weil es preiswerter ist. (Zugegeben, die Erstanschaffung moderner Stoffwindeln kostet einen Batzen Geld. Aber das amortisiert sich schnell. Erst recht, wenn man die Windeln noch für ein oder mehrere Kinder weiterbenutzt. Oder sie weiterverkauft.) Weil die Kinder erfahrungsgemäss schneller trocken werden – weil sie merken, wenn die Windel nass wird. Vielleicht auch einfach, weil es mehr Spass macht, mit den bunten Windeln zu wickeln. :-)

(Ende der Windelbloggerei.)

17 Kommentare zu “Waschen statt Wegwerfen

  1. Ich hab das Thema Stoffwindeln bei den Zwillingen aufgegeben ;)
    Aber wenn ich die schönen bunten Windeln auf deiner Leine so sehe… krieg ich fast Lust, meinem kleinen Mann ein paar solche zu gönnen :)
    Alles Liebe. maria (die ein totaler fan von waschbaren stilleinlagen ist, ganz feine gibts/gab es von avent… damals vor über fünf jahren… und sie tun ihre dienste immer noch. im gegensatz zu den riesendingern einer anderen firma, die dann zweckentfremdet wurden…).

  2. hier andesrum: ich würde im leben keine kackwindeln waschen wollen, koche dafür ohne probleme und gerne brei selber. waschbare stilleinlagen hatte ich allerdings auch. die stinken ja nicht :) die rosanen vom imsevimse mit fleece innen und auslaufsicherem zeugs außen.

    • Ich hab‘ mal ein Paar (vollgesogene) Stilleinlagen vorm Urlaub im Bad vergessen… nach dem Urlaub war dann klar, dass auch Muttermilch sauer wird. Das stank schlimmer als jede Kackwindel!

      (Ist ja aber nicht der Normalfall. ;-) )

  3. Bei den bunten Windeln auf der Leine krieg ich auch Lust das nächste mit den bunten Waschwindeln zu wickeln, aber den Mann kriege ich davon wohl leider nicht überzeugt. Vielleicht schaffe ich sie auch einfach an und probiere es aus? Das erste halbe Jahr bin ja eh ich zuhause und bis er dran ist mit Elternzeit kann er schonmal gucken ob ihm das zusagt. Und sonst steigen wir halt wieder um.
    Wobei mir jetzt noch eine Frage einfällt: Da braucht man doch sicher verschiedene Größen an Außenwindeln, oder? Sind das viele Abstufungen, sprich: Muss man da oft neue kaufen?

    • Das kommt auf die Windelmarke an: von unseren gibt es zwei Grössen – 5-10 kg und 10-15 kg. Aber es gibt mittlerweile ja auch „mitwachsende“, da wird dann mit Druckknöpfen die Höhe und die Grösse der Beinausschnitte verstellt. Wie gesagt, wir hatten die für den kleinen Herrn Maus ausgeliehen, und die funktionierten wunderbar.

  4. Das sind Windeln auf der Leine???
    Also ich hab das große Kind ja eh noch mit Stoffwindeln und so, wurde ja in der DDR geboren.
    Das kleine hatte dann diese Seideneinlagen, Stoffwindeln und darüber ne Windelhose aus Schafschurwolle. Genial!

  5. Ich bin für Nummer 2 auch am Überlegen, ob das eine Option ist. Erstens finde ich ja die Windelhosen klasse und hätte auch große Lust, da ein wenig selbst kreativ zu werden. In einer bekannten finnischen Nähzeitschrift gab es neulich mal ein paar Schnitte für Baumwolle und Wollstoffe… Da Nr. 1 ein extremes Spuckkind war und wir den Schrank voller Mullwindeln haben, könnte man die ja auch sinnvoll weiter verwenden. Problematisch wird es halt nur, wenn Nr. 2 auch ein Spuckkind ist UND mit den Windeln gewickelt werden soll ;)… Ich muss wohl mal einen Laden aufsuchen, der sich mit sowas auskennt, und mich mal mit einer kleinen Vorführung beraten lassen.
    BTW: Wann waren denn deine Kinder trocken?

    • Das Fräulein Maus (das zu der Zeit kindergartenbedingt mit Wegwerfwindeln gewickelt wurde) mit knapp drei, der grosse Herr Maus mit zwei Jahren und zwei Monaten. Die beiden stoffwindelgewickelten Herren Maus haben übrigens beide mit so 1 3/4 angefangen anzusagen, wenn die Windel voll war (= sich nass angefühlt hat).

  6. Also ich hatte ja schon mal geschrieben, dass wir auch Stoffwindeln haben, allerdings veerschiedenste Sorten… Aber auch so Taschenwindeln. Trotzdem kommt da immer noch ne Wollhose mit drüber, das ist mir einfach auslaufsicherer. Bei meinen selbstgenähten weiß ich was ich habe, da verzichte ich dann ab und an auch mal drauf, einfach damit der Po nicht so dick ist oder einfach weil ich weiß, ok ich hab dann auch Zeit die Windel rechtzeitig zu wechseln. Waschbare Stilleinlagen finde ich auch einen Traum. Und den Gestank von saurer Muttermilch kenne ich auch ;) Uns ist mal eine Einlage hinter den Wäschekorb gerutscht :( Und zu guter letzt habe ich natürlich auch noch für den kleinen Zwerg selbst gekocht… Mal gucken, ob wir das alles bei Nummer 2 auch noch so weiter führen ;)

  7. Hallo, ich kenne das alles ja schon aus einer EMail, um die ich Dich vor Geburt von unserem Ersten gebeten habe und auch schon an bekannte Interessenten weiterverteilt… Wir wickeln also seit 2010 mit Stoff, auch erst Mull, dann Popolini mit Reisvlies, mittlerweile das zweite Kind. Wir können das nur weiterempfehlen, auch mein Mann ist begeistert (ok, da Zusammenlegen mache meist ich). Übrigens habe ich auch selbst gekocht und eingefroren,einen Becher halbvoll mit Kartoffelbrei und dann anderes püriertes Gemüse und Fleisch in Eiswürfelformen, so konnten wir die Menüs täglich neu zusammenstellen! Werde ich auch wieder machen, allerdings braucht man eben einen Gefrierschrank…

    • Ja, genau, die Mail an dich war eine von denen, die ich dann immer wieder kopiert und abgewandelt habe… und da ich ich damals, als wir nach Finnland zogen, mit dem Blogschreiben eben genau deshalb angefangen habe, damit ich weder Sammelmails schreiben noch ständig alles von einer Mail in die nächste wollte, dachte ich, mache ich das jetzt mal mit den Windelfragen genauso. :-)

      Oh, und Glückwunsch zum Zweiten! (Hat es einen Vornamen mit D?)

  8. Hihi, ein Popobäh-Eintrag…
    hier wird auch angesagt, wenn die Windel voll ist: „Popo bäh!“ – leider immer erst nachher, sonst wär ja auch ein Topf da…
    aber die Waschmaschine läuft eh schon dauernd, dann noch waschbare Windeln?

    • Obwohl ich das Gefühl habe, dass sich mit dem dritten Kind der Wäscheberg nochmal verdoppelt hat (Wie oft haben wir eigentlich zu zweit gewaschen? Alle drei Wochen einmal?!), bin ich immer wieder selbst erstaunt, dass wir trotz Stoffwindeln noch nicht mal jeden Tag waschen. Insgesamt sind es so im Durchschnitt fünf Maschinen regulärer Wäsche pro Woche (ab und zu kommen natürlich so Notfallwäschen wie vollgepinkeltes Bettzeug oder total versaute Matschklamotten dazu).

      Und ich bin eigentlich immer ganz froh, dass durch die Windeln immer genug 60-Grad-Wäsche vorhanden ist, um die Maschine auch wirklich anzumachen. Früher waren immer die Taschentücher alle, bevor eine Maschinenladung voll war, und Handtücher habe ich oft so lange bei der 40-Grad-Wäsche mitgewaschen, bis sie müffelten.

      Wenn ich manchmal so sehe, dass andere Leute für eine Handvoll T-Shirts die Waschmaschine anwerfen, dann wundert es mich auch nicht mehr, dass wir seit Jahren Wasser und Strom zurückgezahlt bekommen, obwohl sich die Wäschemenge jedes Jahr vergrössert hat…

  9. Ich habe mich von den bunten Stoffwindeln anstecken lassen, als unser Knirps 6 Monate war und habe den Schritt nie (!) bereut. Ich unterschreibe gern den Satz, dass es mehr Spaß macht mit den bunten Windeln zu wickeln. Sehr viel mehr Spaß. Der Umweltaspekt und die Hautverträglichkeit waren allerdings der ausschlaggebende Punkt für unsere Entscheidung.

  10. liebe karen. für mich kommt das posting etwas spät, wir wickeln schon seit eingen monaten mit stoff. dennoch, sehr hilfreich find ich deinen eintrag allemal. wenn ich darf, verlinke ich ihn mal in meinem stoffwindel-posting.

    gruß, stephani

  11. Von Frau Kreativberg hierher gelockt wurden, war dein Bericht spannend zu lesen (und das dazugehörige Finnland-Gefühl beim weiterstöbern verlockt sehr zu bleiben :-) – wir sind gerade in der Stoffwindel-Findungsphase: http://amberlight-label.blogspot.de/2013/06/stoffwindel-theorie-besuch-bei-der.html Es grüßt aus der Ecke, die von deiner ehemaligen Heimat nicht zu weit weg sein dürfte, wenn ich die erzgebirgischen Pyramiden richtig interpretiert habe …

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