Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku

Fiskars

3 Kommentare

Ich wollte schon lange einmal in den Ort, wo die Scheren und Äxte mit den orangen Griffen hergestellt werden ihren Namen herhaben.

Der Ähämann war letzte Woche auf Betriebsausflug dort, fand es schön, und schlug vor, wir sollten noch vor Wintereinbruch hinfahren, denn es gäbe dort auch einen ganz tollen Spielplatz.

Also machten wir uns am Sonntag auf den Weg. Ich hatte es mir ein bisschen vorgestellt wie bei den Kühen oder im Handwerkermuseum, anders natürlich, aber doch irgendwie idyllisch: so ein ganzes, altes Dorf um eine kleine Fabrik herum, mit einem Flüsschen und Obstgärten.

Idylle war aber nicht. Das Dorf – heutzutage als “Design- und Künstlerdorf” beworben – wirkte eher ein wenig leblos und ausgestorben. Fussgänger waren ausser uns kaum unterwegs – dafür mussten wir alle zwei Minuten zur Seite springen, um rasende Autos vorbeizulassen, noch auf der kleinsten Nebenstrasse.

(Die mit Blaulicht die Dorfstrasse entlangrasenden drei Feuerwehren und der Krankenwagen, die eine Viertelstunde später ohne Blaulicht, aber mit unverminderter Geschwindigkeit die Dorfstrasse zurückrasten, waren dann noch das Tüpfelchen auf dem i.)

Zwei der drei zum Museum gehörenden Häuser waren verschlossen, und überhaupt kann man sich im ganzen Ort, der auch aus ein paar wenigen Steinhäusern, einige davon auch vom berühmten Herrn Engel – ja, genau dem, der Helsinki sein (russisches) Gesicht gegeben hat – entworfen, weniger angucken als Geld ausgeben – ein Schickimickirestaurant am anderen, und ein „Designshop“ am anderen. (Dass Helsinki dieses Jahr „Designhauptstadt“ ist, hat dazu wahrscheinlich nicht unwesentlich beigetragen.)

Die Kinder freuten sich immerhin über ein paar regenwassergefüllte alte Gussformen aus der Fabrik und die alte Werksdampflok, die man sogar beklettern durfte.

Und der Spielplatz, ja, der war richtig schön.

3 Kommentare zu “Fiskars

  1. Oh, dieses post hat gerade einen feinen Denkfehler produziert… hm, gibt es einen Ort namens GARDENA??? *grübel* :)

    Viele Grüße,

    Britta

  2. so ein tolles „spielzeug“ – ein musikalischer spielplatz? wahnsinn!!!!!

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