Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku

Sinn und Unsinn

11 Kommentare

Oder: Wie wir einmal fast von einer Pistenraupe abgeschleppt worden wären, die Aktion aber am Abschlepphaken scheiterte.

Irgendwas ist ja immer. Diesmal war die zuständige Schneefräse kaputt, und das Strässchen vor dem Mökki seit zwei Tagen nicht geräumt worden. Macht ja nichts, so fünfzehn Zentimeter Neuschnee, da kommen wir schon irgendwie weg, dachten wir am Abreisetag. Nicht bedenkend, dass Neuschnee seeeehr glatt ist, das Strässchen seeeehr steil nach oben führt und der Schneewall am Strassenrand seeeehr nah, zumindest näher als erwartet, war.

Da stand er dann, der Herr Picasso, und kam nicht vor und nicht zurück. Esko, nicht zum ersten Mal Retter in der Not, eilte auf unseren Notruf hin gleich mit der Pistenraupe, mit der er eben den Familienskihang in der Nähe für die anstehenden Skiferien vorbereitete, zu Hilfe.

Nur der Abschlepphaken am Herrn Picasso fand sich nicht. Weil der nämlich in irgendeiner Zubehörtasche irgendwo im Kofferraum (unter zwei Kubikmetern Klamotten, Kinderwagen, Schlitten und Handtüchern) untergebracht ist und erst angeschraubt werden muss.

Liebe Automobilhersteller, etwas Dümmeres und Unsinnigeres ist euch wohl nicht eingefallen?!

(Nächstes Projekt: Abschlepphaken suchen und im Handschuhfach deponieren.)

11 Kommentare zu “Sinn und Unsinn

  1. Oh je. Und wie seid Ihr dann da weggekommen?

    • Der Esko und sein Kaveri, der mit in der Pistenraupe sass, der Typ aus Naantali, der jeden Winter da ist und dem Esko hilft mit dem Schneemobil durch die Gegend fährt, und die Frau des Nachbarn, die ausserdem noch einen Eimer Steinchen beisteuerte, haben alle schieben geholfen.

      (Der Rest der Strasse war ja dann geräumt. Das kann so ’ne Pistenraupe ja auch.)

  2. Wahrscheinlich wurdet ihr dann geschoben *ggg*? (Ist mir mal passiert, in Südafrika – da blieben wir ohne Sprit in der Rush Hour auf der 3. Überholspur auf der Stadtautobahn von Johannesburg stecken. Polizei kam zufällig vorbei, stellte Problem fest, schob uns mit Hilfe der „Bull Bars“ am Polizeiauto auf die ganz linke Spur, zur Ausfahrt raus, gab uns einen Schubs bei der nächsten Tankstelle vor die Zapfsäule und winkte zum Abschied. Wir haben übrigens keine Auffahrunfall verursacht, und gehupt hat auch keiner.)

  3. Im 307 hatte ich seltsamerweise zwei davon, einen im Werkzeugkasten, eingelegt ins Reserverad unterm Wagenboden (das Ding runterspindeln bei -20°C dürfte auch kein Spaß sein) und einen im Seitenfach des Kofferraums.
    Der 807 hat dagegen, wie sein Zwilling C8, alle nötigen Werkzeuge vorn. Unter der Motorhaube. Nur das Reserverad hängt immer noch hinten unten drunter.

    • Dann hast vermutlich gleich unseren mit. In unserem 307 ist mir jedenfalls noch keiner begegnet. (Wir haben ihn aber zum Glück auch noch nicht vermisst.) Das mit dem Reserverad unten drunter finde ich auch gewöhnungsbedürftig, aber wenigstens ist es ein ordentliches Rad und nicht nur so ein Rädchen (oder gar nur eine Flasche mit irgendeinem Dichtungs- und Auffüllspray).

      • Schau mal in den Kasten, der im Reserverad eingelegt ist, da sollte der Haken sein (glaube ich; den 307 hab ich ja nun schon ein Jahr nicht mehr).
        Ich habe eine vage Erinnerung an Reserveräder im Kofferraumboden, wo dann vorzugsweise das Urlaubsreisegepäck komplett an den Straßenrand gestellt werden mußte, um an den Reifen zu kommen. Da lobe ich mir die Außenanbringung. Nicht so klasse finde ich die Citroën-Version der 60er, da wurde das Reserverad auf dem Motor untergebracht – und entsprechend durchgeheizt.

  4. Hat der Herr Picasso eigentlich ’ne Motorheizung? Und habt ihr eine stärkere Batterie als standardmäßig eingebaut ist? Uns stirbt nämlich bei regelmäßiger Standheizungsnutzung gern mal die Batterie und es ist nicht witzig, morgens ins aufgetaute Auto einzusteigen, das dann dummerweise nicht anspringt.

    • Wir haben eine Motorheizung – aber keine batteriebetriebene Standheizung, sondern wir haben ja eine Steckdose am Parkplatz (und eine aussen am Auto).

    • Au, das kenn ich auch. Außerdem war die Standheizung sehr durstig, wenn sie mit Innenraumgebläse betrieben wurde. Ich habe sehr schnell angefangen, das Gebläse nicht mehr mitlaufen zu lassen; dann war zwar, wenn ich abends am Bahnhof ankam, das Auto nicht warm, aber da der Motor schon warm war, gabs sofort Warmluft aus den Düsen, sobald der Motor lief. Und das bißchen Kratzen… pfft. ;)
      Der 807 hat eine Zusatzheizung mit Diesel, aber noch haben wir die Webasto-Steuerung nicht einbauen lassen, die daraus eine vollgültige Standheizung macht. Die Erfahrungen mit dem Mitsubishi lassen mich zögern, und die Spritpreise auch (hier 1,46 für den Liter Diesel, in Deutschland 10 cent mehr!).

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