Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku

2011

3 Kommentare

1. Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?
Acht. Der Umzug hat uns viel Kraft und einen Grossteil des Sommers gekostet, das war nicht so schön. Aber sonst schon.

2. Zugenommen oder abgenommen?
So Pi mal Daumen weder noch. (Ich wiege mich fast nie. Nur wenn ich mit einem der Kinder in die Neuvola gehe, stelle ich mich dort immer auf die Schwangerenwaage. Aus alter Gewohnheit.) Was nicht heisst, dass es nicht gut und gern ein paar Kilo weniger sein könnten…

3. Haare länger oder kürzer?
Ungefähr gleich.

4. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Sagen wir so: Ganz kleine Schrift kann ich bei schlechtem Licht plötzlich nicht mehr gut lesen. (Man könnte es auch nennen: Ich werde alt.)

5. Mehr Kohle oder weniger?
Seit August deutlich weniger. Von der finnischen „Herdprämie“ kann man nicht wirklich leben, die ist eher ein gutgemeinter Zuschuss.

6. Besseren Job oder schlechteren?
„Managerin eines kleinen Familienunternehmens“ heisst das doch, oder? Nicht der schlechteste, aber ein „richtiger“ Job wäre mir doch lieber.

7. Mehr ausgegeben oder weniger?
Deutlich mehr. Billig ist so ein Umzug jedenfalls nicht.

8. Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?
Die Erkenntnis, dass man das Leben mit Baby ja doch geniessen kann.

9. Mehr bewegt oder weniger?
Weniger, denke ich. Jedenfalls musste ich dieses Jahr niemanden stundenlang in den Schlaf tragen oder fahren.

10. Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?
Nicht sooo viele. Und auch nichts Schlimmes. Nur viel zu oft Schnupfen-Husten-Halsweh-Kaputtheit.

11. Davon war für Dich die Schlimmste?
Dieses Drei-Wochen-Virus, das mich genau zu unserem Umzug erwischt hat.

12. Der hirnrissigste Plan?
Hing vermutlich mit dem Umzug zusammen. In zwei Tagen die ganze Wohnung leerräumen oder so.

13. Die gefährlichste Unternehmung?
Der Abstieg vom knapp 3000 m hohen Schilthorn mit drei kleinen Kindern, zweien davon an der Hand, zur nächsten Seilbahnstation.

14. Die teuerste Anschaffung?
Die neue Wohnung . Mit allen Anschaffungen, die das dann so nach sich zog.

15. Das leckerste Essen?
Schnitzel. In Deutschland.

16. Das beeindruckendste Buch?
Ich hab‘ nicht sooo viel gelesen im letzten Jahr, aber „Stadt der Engel oder The Overcoat of Dr. Freud“ von Christa Wolf hat mir gut gefallen.

17. Der ergreifendste Film?
Ich hab‘ nun als Allerletzte auch endlich „Das Leben der Anderen“ gesehen. Zu Hause. Aber immerhin auf der Leinwand.

18. Die beste CD?
„Der Traumzauberbaum“. Seit ich den Kindern erzählt habe, dass wir im Ferienlager immer mit dem „Küsschenlied“ über Lautsprecher geweckt wurden, wollten sie auch oft so geweckt werden. Und dann beim Frühstück noch den Rest der CD anhören.

19. Das schönste Konzert?
Konzert nicht, aber… der Ähämann und ich bekamen ein vorfristiges – selbst ausgesuchtes – Weihnachtsgeschenk: wir waren in der Oper. Die Grosseltern hatten uns Karten für „Rigoletto“ besorgt und hüteten die Kinder. Schön war das! (Und man kann das jetzt selektive Wahrnehmung nennen – aber dass zum Chemnitzer Opernensemble mindestens drei Finnen gehören, das finde ich schon eher einen aussergewöhnlichen Zufall.)

20. Die meiste Zeit verbracht mit?
Dem kleinen Herrn Maus.

21. Die schönste Zeit verbracht mit?
Dem Ähämann und den Mäusekindern im Gebirge.

22. Zum ersten Mal getan?
Alles, was wir schon immer tun, mit noch einem Kind mehr.
Einen Apfelbaum gepflanzt.
Auf einer Dampflok mitgefahren. (Ein ehemaliger Klassenkamerad arbeitet am Wochenende ehrenamtlich als Lokführer bei der Pressnitztalbahn. Wir hatten uns nicht verabredet, aber wir trafen uns dort. Und er liess den kleinen Herrn Maus, der in der Trage sass, und mich auf der Lok mitfahren.)

23. Nach langer Zeit wieder getan?
Umgezogen.
Im Hochgebirge gewandert.
In der Oper gewesen.
Echte Bilder angeguckt.

24. Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Genau während des Umzugs krankzuwerden.
Die vielen Mittelohrentzündungen des kleinen Herrn Maus.
Den regnerischen Herbst und Winteranfang.
Die halben Weltreisen zum Kindergarten, weil es mit dem Kindergartenwechsel noch nicht geklappt hat.

25. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Dass der kleine Herr Maus keine Paukenröhrchen braucht.

26. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Siehe 19.

27. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
In Deutschland hörten wir, nach einem Blick auf die Kinder, mehrmals den Satz: „Sind das alles Ihre?!“ Ein bisschen erstaunt, aber wohlwollend. Das fand ich… schön.

28. Dein Wort des Jahres?
Vatermonat.

29. Dein Unwort des Jahres?
Mittelohrentzündung. Und: Paukenröhrchen.

30. Dein Lieblingsblog des Jahres?
Paradoxerweise eins, das – aus einleuchtenden Gründen – in diesem Jahr geschlossen wurde. Ich habe da bis zum Schluss jeden Tag gelesen, und dann auch noch das Archiv, weil ich es so schön fand, all die Fotos und Geschichten aus meiner „finnischen Heimat“ und von der Lieblingsforschungsstation. Die Beschreibung , wie der chaotischste der Lieblingstechniker das finnische Kennzeichen an das mitteleuropäische Auto anbringt, nicht ohne den Autobesitzer vorher aufzufordern, seine Augen zu schliessen, die hat mir ein breites Grinsen aufs Gesicht gezaubert. Ein sehr breites. (Und jetzt habe ich vermutlich zum zweiten Mal dieses Jahr eure Zugriffszahlen in die Höhe getrieben…)
Ansonsten siehe Blogroll natürlich.

31. Dein grösster Wunsch fürs kommende Jahr?
Dass die Maya sich verrechnet haben. ;-)

[2008, 2009, 2010]

3 Kommentare zu “2011

  1. Paukenröhrchen mußte ich jetzt auch erst nachschlagen. Meine Oma wäre vermutlich mit so einem Ding ein bißchen weniger schwerhörig gewesen, aber wer weiß?
    Die Nebenwirkungen und Unannehmlichkeiten von den Dingern scheinen mir jedenfalls zu hoch, als daß ich sowas einfach an mein Kind lassen würde.

    • Bei einer chronischen Ohrenentzündung mögen die ja ganz sinnvoll sein. Aber hier werden die immer gleich verordnet, wenn ein Kind ein paar Mittelohrentzündungen hintereinander hatte. Weil die angeblich eine neue Entzündung verhindern. Nur: ein Blick in die einschlägige Literatur ergab, dass Paukenröhrchen im Schnitt EINE Mittelohrentzündung in den folgenden sechs Monaten verhindern. (Das find‘ ich jetzt nicht so überzeugend viel.) Und dass eine erneute Mittelohrentzündung am wirkungsvollstens dadurch verhindert wird, dass die vorhergehende nicht mit einem Antibiotikum behandelt wird.

      (Da ich keine Lust auf Diskussionen mit finnischen Ärzten habe, hiess das im Klartext für uns: gar nicht zum Arzt gehen, wenn es sich vertreten lässt. Scheint geholfen zu haben. ;-) )

  2. Hat mein Kind dieses Jahr auch bekommen… ich war auch skeptisch und fand es anfangs eher nicht so toll, aber da die Nasenpolypen auf jeden Fall raus mussten, konnte das auch mit gemacht werden. Danach habe ich noch die weiteren Mittelohrentzündungen gesehen, die sich durch „Auslaufen“ bemerkbar machten und der Kleinen überhaupt nicht weh getan haben…. gegen vorher eine wirkliche Verbesserung! Und diesen Winter bisher ohne Mittelohrentzündung, wohl auch weil bessere Belüftung, oder keine Ahnung, aber es hat sich dann schon gelohnt.

    Kommt wahrscheinlich drauf an, wie schlimm es vorher war…

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