Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku


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Idylle (novemberlich)

Gestern Nachmittag besuchten wir mal wieder die Kühe.

Wie alles in Finnland ist auch das Museumsdorf im Herbst, Winter und Frühling geschlossen.

Aber spazierengehen darf man dort natürlich trotzdem.

Und die Kühe und Schafe liessen sich, im Gegensatz zum Sommer, füttern und streicheln.

Grau und finster war’s. Aber als wir gingen, riss zum ersten Mal seit zwei Wochen die Wolkendecke ein bisschen auf, und der Halbmond – denn die Sonne war längst untergegangen – guckte draus hervor.

Lohnt sich eben immer, die Kühe zu besuchen.


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Geburtstag feiern

So ein erster Geburtstag, der ist ja immer so zum Erinnern…

Als ich gestern Abend ins Bett ging, dachte ich daran, wie ich vor einem Jahr um die Zeit gerade wieder aufstand. Als der kleine Herr Maus das erste Mal aufwachte und zurück in den Schlaf gestillt werden wollte, dachte ich daran, wie ich vor einem Jahr gerade mit Wehen unter der Dusche gestanden hatte.

Als wir heute früh alle aufwachten, da war der kleine Herr Maus schon ein Jahr und anderthalb Stunden alt.

Wir alle sangen für ihn. Das Fräulein Maus und der grosse Herr Maus halfen beim Geschenkeauspacken. Es gab – wie für jedes Mäusekind zu jedem Geburtstag – ein Fotobuch. Und Autos zum Herumschieben. Und einen eigenen kleinen Hörnerschlitten. (Wenn es nun bitte noch bald schneien würde…!) Und mehrere in den letzten Tagen vom Fräulein Maus ganz allein gebastelte Geburtstagskarten .

Ich beobachtete sehr gerührt das Nicht-mehr-Baby, das damals vor einem Jahr den ganzen Tag auf meinen Bauch gekuschelt schlief. Winzig, weich, noch ein bisschen feucht, und mit diesem wunderbaren Neugeborenenduft. Heute schlief er nur noch seinen Mittagsschlaf, drei Stunden, wie jetzt meistens. Im Mäusevolvo, warm verpackt, draussen im Garten.

„Wie gut, dass wir dich erst als drittes bekommen haben!“, sagte der Ähämann neulich zärtlich zum kleinen Herrn Maus. Ich dachte lange, dass Babys eben so anstrengend sind, wie es das Fräulein Maus und der grosse Herr Maus waren. Jetzt wissen wir es besser.

Der kleine Herr Maus, der hatte unserer Familie noch gefehlt.

Wir haben ihn so lieb, dass man es gar nicht erzählen kann.
Wie das Fräulein Maus. Wie den grossen Herrn Maus.
Diese ganze kleine, wunderbare Kinderschar.


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November

Der “wärmste November seit 50 Jahren” wird uns versprochen.

Hm. Das erinnert mich leider zu sehr an den Winter vor drei Jahren, als das Thermometer über Wochen bei 6 Grad eingefroren zu sein schien. Und als es dann erstmals den ganzen Winter lang bei uns keinen Schnee gab. Ich meine, in Finnland! Nicht irgendwo in Mitteleuropa!

Und was heisst schon „warm“?! Auf graue 8 Grad kann ich auch verzichten.

Ich will Kälte. Jetzt gleich. Und in zwei Wochen dann Schnee. Der bis März liegenbleibt.

(Aber sich so einen Herbst und Winter gleich noch ein zweites Mal zu wünschen, ist vermutlich unbescheiden.)