Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku

Frei-Tag

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(Freitags – und ab und zu auch montags – haben die grossen Mäusekinder neuerdings frei. Seit diesem Montag sind sie nur noch für 16 Tage im Monat im Kindergarten angemeldet. Das beschert uns lange Wochenenden und mehr Zeit miteinander. Und eine etwas kleinere Kindergartenrechnung.)

Heute war unser erster Frei-Tag.

Gleich früh müssen wir in die Neuvola. Drei Kinder anziehen, Mama Spikes an die Schuhe binden und zum Bus marschieren schlittern. Fünf-Jahres-Untersuchung für das Mäusemädchen. Der Minimäuserich schläft im Kinderwagenaufsatz. Das Mäuseknäbchen spielt im Wartezimmer. Dann Impfen für (fast) alle. Dabei müssen abwechselnd drei weinende Kinder auf den Schoss genommen werden – der Minimäuserich, weil er erwacht ist und nicht mehr abgelegt sein will, das Mäusemädchen, weil sie der Mut verlässt, nachdem sie zugesehen hat, wie erst Mama und dann das Mäuseknäbchen geimpft werden, und das Mäuseknäbchen, weil… ja, also das Mäuseknäbchen weint nicht, während es die Impfung bekommt, sondern guckt interessiert zu. Erst hinterher bricht er in Tränen aus: „Da ist jetzt ein Loch!“, und humpelt eine halbe Stunde lang mit steifem Bein durch die Gegend, der kleine Hypochonder.

Mittlerweile ist es Mittag, den Minimäuserich verlangt es nach Milch, mir knurrt der Magen, und zum Kochen habe ich weder Zeit noch Lust. Also Mittagessen im nahegelegenen Café. Und ein bisschen spielen.

Dann aber schnell heim, der Ähämann hat per Telefon den Reparaturmenschen angekündigt, der sich nach einer Woche täglichen Anrufens um unser kaputtes Internet kümmern will. Wieder drei Kinder anziehen. Der Minimäuserich brüllt noch ein bisschen, schläft aber, sobald wir vor der Tür sind, sofort ein. Der Reparaturmensch kann nichts für uns tun. Das Mäuseknäbchen will Kakao. Der Minimäuserich erwacht und will Milch. Frische Luft hatten wir ja auch noch nicht heute, also wieder alle anziehen, Minimäuserich in die Trage, und raus auf den Spielplatz. „Wann taut denn der mistige Schnee endlich weg?! Ich will Fahrrad fahren!“, stampft das Mäusemädchen mit dem Fuss auf den hartgefrorenen Schnee, schnappt sich ihren Poporutscher und rast den vom Schneepflug zusammengeschobenen, mehrere Meter hohen Berg vor dem Nachbarhaus hinab. Das Mäuseknäbchen baggert Wasser aus einer Tauwasserpfütze. Der Minimäuserich schläft in der Trage ein. Das Mäusemädchen bricht zusammen: „Mein Bein tut soooo weh!“ und zeigt auf ihr linkes Bein. „Hast du die Impfung nicht in das andere Bein bekommen?“, frage ich. Das Mäusemädchen überlegt. „Ach ja. Tut ja gar nicht weh!“, lacht sie. „Mama, wo ist mein Pflaster? Ist das noch dran?“, will das Mäuseknäbchen wissen. Dann kommt der Nachbar von Arbeit, das Mäusemädchen und das Mäuseknäbchen schippen mit ihm Schnee und fegen Streugut beiseite. Der Minimäuserich erwacht wieder. Ausserdem ist uns allen kalt. Dann kommt Papa von Arbeit.

So schnell um, so ein Tag. Nicht mal zu unserem freitäglichen Schwimmhallenbesuch sind wir heute gekommen.

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