Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku

“Deutsche Botschaft Helsinki, Guten Tag!“

14 Kommentare

Es ist immer und immer wieder eine Freude, mit Mitarbeitern der deutschen Botschaft in Helsinki zu telefonieren. (Schon allein deshalb, weil die sich am Telefon immer so anhören, als ob sie gerade ein Schlafmittel eingeworfen hätten. Muss das so?)

Heute die einfache Frage, ob wir zur Anmeldung des Minimäuserichs auch in der Woche zwischen Weihnachten und Silvester kommen könnten, und welche Öffnungszeiten sie da haben:
„Ja, also, ja… also am 24. haben wir nicht auf, und am 31. auch nicht.“
Klare Antworten auf klare Fragen. Das wär‘ mal was.

Und so zur Sicherheit noch die Frage, was wir alles mitbringen müssen, ob wir denn wirklich z.B. unsere Heiratsurkunde nochmal mitbringen müssten, wo die doch schon in zweifacher Kopie auf der Botschaft liege von der Anmeldung der anderen beiden Kinder:
„Ja, also, ich kann Ihnen nicht sagen, wie lange das archiviert wird. Und wir müssten das ja dann auch erst raussuchen. Bringen Sie es lieber mit.“
Klar. Genau dafür werden Akten angelegt. (Und unsere Geburtsurkunden und Abiturzeugnisse und Pionierausweise – kleiner Scherz – bringen wir dann vorsichtshalber auch mal mit.)

„Und bringen Sie bitte Bargeld mit, Kartenzahlung ist bei uns leider derzeit noch nicht möglich.“
DERZEIT ist gut. Als wir vor viereinhalb Jahren das Mäusemädchen anmeldeten, mussten wir auch schon den nächsten Geldautomaten, der übrigens weiter als mal eben einen kleinen Fussmarsch entfernt ist, aufsuchen, weil wir in einem Land, in dem man überall, wirklich überall mit Karte zahlen kann, nie mehr als 20 € in bar dabei haben. NOCH ist auch gut. Ich bin sicher, wir könnten noch zehn Kinder bekommen und für sie Pässe beantragen und müssten jedes Mal bar bezahlen.

„Aufwiederhören!“
Hoffentlich nicht so bald.

14 Kommentare zu ““Deutsche Botschaft Helsinki, Guten Tag!“

  1. Ja, ja, die deutsche Botschaft in Helsinki, da geht’s so richtig deutsch zu ;-))
    Ich wollte mich mal da bewerben, aber wie soll ich mich bitte bewerben bei so einem Laden wenn die noch nicht mal ’ne email haben wo ich meine Bewerbung hinschicken kann. Dann kam ich drauf dass ich die doch tatsächlich per Post und im Papierformat schicken sollte……. Das war mir dann doch zu kompliziert und hab’s gelassen.

    • Schade. Vielleicht hätten die ja dann mal eine kompetente Mitarbeiterin gehabt…

      (Die Emailadresse der Botschaft hab‘ ich auch schon mal vergeblich gesucht.)

    • DIeser Kommentar veranlasst mich zu dem Hinweis, dass freie Stellen der Deutschen Botschaft Helsinki – wie übrigens aller deutscher Auslandsvertretungen weltweit – auf der Homepage veröffentlicht werden. Steht also auf der Homepage nichts, gibt’s auch nichts, wofür man sich bewerben kann. Und gibt es eine Stellenausschreibung, kann man sich auch per Mail berwerben – sicher! (Wurde im vergangenen Halbjahr zweimal so praktiziert. Also bitte keine un- oder Halbwahrheiten schreiben!)

  2. Ich kann euch sagen, die Mitarbeiter dort sind nicht nur am Telefon so – auch wenn man in einem konkreten Fall Rat und Hilfe sucht, helfen sie einem nicht wirklich weiter.

    • Das hatte ich jetzt auch nicht anders erwartet… :-(

      (Ich hatte ja auch mal konkret gefragt, wo ich einen neuen Führerschein herbekomme, und bekam die vage Antwort: „Den stellt die finnische Behörde aus, aber wie die Behörde heisst, kann ich Ihnen jetzt nicht sagen, ich hab’s nämlich nicht so mit finnischen Bezeichnungen.“ Wortwörtlich so! Das glaubt mir keiner, oder?!)

  3. Also… das deutsche Konsulat in Straßburg hat sich ja schwer verändert, seit es nicht mehr im Stadtzentrum ist, sondern direkt neben der Vertretung der USA. Allein schon die Sicherheitsvorkehrungen… und bürokratisch sind die geworden… vor sechs JAhren konnte ich einfach mal hineinspazieren, hinter dem Schalterglas saßen mehrere Leute, und die hatten nicht nur sofort Zeit für mich, sondern waren auch noch kompetent.
    Heute sind sie zwar kompetent, soweit ich das beurteilen kann (und dafür, daß auch in Straßburg keine Kartenzahlung möglich ist wenn ich mich nicht irre, können sie ja nichts), aber es ist alles irgendwie schwerfällig geworden. Mit Termin sechs Wochen im Voraus etc.
    Und soweit ich hören konnte, sprachen die Konsularbeamten im Kundenverkehr allesamt auch französisch!

  4. Mit der deutschen Botschaft in Helsinki durfte ich auch Bekanntschaft machen, als ich nach dem Einwandern ein Papier fürs maistraatti brauchte, auf dem mein Familienstand angegeben ist, damit ich hier heiraten kann – das ich natürlich nicht bekam, und wie ich es denn bekommen könne, konnte man mir auch nicht sagen… Der reinste Saftladen. :( Könnte ich den deutschen Pass doch nur gegen einen finnischen tauschen…

  5. Na ein Glück, daß ich mit denen noch nichts zu tun hatte. Ist das die Abschiebestation für Beamte, die man gern loswerden wollte? Die finnische Polizei war heute richtig nett.

  6. Die Angelegenheiteen meide ich auch… allerdings hatte ich dort mit (deutschsprechenden) Finnen zu tun, die z.B. den Status des Aussiedlers und das Grundgesetz gar nicht kannten und nachdem ich seit mehr als 20 Jahren keinen polnischen Pass mehr besass, haben sie mich an die polnische Botschaft verwiesen… bloss nicht. Beim ersten (dt.) Passantrag im Ausland durch die Botschaft musste ich quasi nochmal nachweisen, dass ich Deutsche bin – samit Papieren, die ich eben gut 20 Jahre nicht mehr in der Hand hatte (nennt sich Registrierung, Vertriebenenausweis usw.). Klingt dramatisch ;-)

  7. Pingback: Aard in Finnland - Deutsche Behoerden

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