Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku

27 Kommentare zu “???

  1. Fettfreie Milch – soetwas gibt es??

  2. Fettfreie Milch steht für die Individualität des Kaffeetrinkens, weil es eine breitere Farbgestaltung des Kaffees ermöglicht als einfach „nur schwarz“. Und von den Skandinaviern weiß man doch, daß Individualität einen besonderen Stellenwert hat.

    Nicht auflösender Würfelzucker: Da fällt sogar mir nichts mehr dazu ein.

    Falls der Würfelzucker (je nach Kaffee- / Milchmischungsverhältnis) schwimmen kann, dann würde ich dekorative Gründe vermuten oder
    philosophische. Philosophisch: Der Zuckerwürfel steht für eine Insel (im Kaffee) und zeigt uns, daß es in jedem Meer eine noch so kleine Insel geben wird, auch wenn man sie dort nicht vermuten würde.

  3. Gibt es in Finnland auch „Würfelzucker“ in Herz- oder Kleeblattform? Dann würde ich eine Liebeserklärung oder ein Glückszeichen vermuten – nach dem Motto: Laßt Zucker sprechen. Denn im kalten Skandinavien sind Blumeneinkäufe sicher relativ teuer.

    • Nee, gibt’s leider nicht.

      (Ich fand es als Kind immer gaaaanz toll, wenn es irgendwo diesen Würfelzucker in Spielkartenfarbenform gab.)

      Und ja, Blumen sind seeeeeehr teuer. (Weil entweder aus Holland importiert oder unter ähnlichem Energieaufwand grossgezogen wie die finnischen Tomaten.) Was dann auch diesen anderen schrecklichen Brauch erklärt, Hochzeitsautos mit diesen unsäglichen Plasteschleifenkreationen zu verzieren statt mit Blumen. (Das haben wir aber auch nicht mitgemacht.)

      Aber ich schweife ab. Wir sprachen ja über Milch und Zucker… ;-)

  4. *fantasiemodus on* Extraharten Würfelzucker braucht man, weil die Würfel besser aussehen als loser Zucker, und wenn jemand dann aber nur die Menge eines halben Würfels in der Tasse haben will, hat er mehr Zeit, um ihn rechtzeitig wieder rauszufischen *fantasiemodus Ende* puuuuh…
    Und über die fettfreie Milch wundert man sich nicht mehr, wenn man ein paar dauerdiätende Kolleginnen hat.

  5. in schweden ist fettfreie „minimjölk“ auch extrem beliebt. ich hab das gefühl wir sind die einzigen weit und breit, die die „rote“ milch kaufen…
    warum versteh ich allerdings auch nicht. es könnte aber was damit zu tun haben, dass zumindest die schweden eh sehr äh, jetzt fehlt mir ein wort. also neuer ansatz: die schweden denken sie wären die tollsten, was den umweltschutz angeht, weil sie müll trennen und öffentliche verkehrmittel benutzen. dass hier strom und wasser verbraucht werden wie blöde scheint keiner zu merken. genauso selektiv könnten sie beim kalorien sparen sein. alle trinken minimjölk und können dann guten gewissens ihren kladdkaka mampfen…
    lg eni

    • Nee, die Finnen kompensieren nichts. Das ist der ganz normale finnische Fettfrei-, Zuckerfrei-, Salzfrei- und Viel-Sport-treib-Wahn. Das hat man denen mal so beigebracht, und seitdem macht das jeder. (Siehe Helenas Kommentar weiter unten.)

      Allerdings glaube ich inzwischen, Finnen müssen tatsächlich mehr aufpassen, um nicht dick zu werden, als z.B. der gemeine Mitteleuropäer. Früher habe ich über meinen finnischen Diplomarbeitsvater gelacht, der immer gesagt hat: „Naja, du mit deinen deutschen Genen, du brauchst dir da natürlich keine Gedanken zu machen!“ Seltsamerweise verstehe ich ausgerechnet, seit ich selbst Kinder habe, was er gemeint hat. Die meisten finnischen Babys sind in den ersten Lebensmonaten extrem fett pausbäckig, während unsere Kinder bei wirklich vergleichbarer Ernährung (d.h. vollgestillt) immer gerade so an der untersten Gewichtsgrenze sämtlicher finnischer Tabellen entlangschrammten. Wahrscheinlich ist es doch eine Anpassung an das Klima, dass Fett sofort irgendwo sinnvoll als Kälteschutz angesetzt wird. Es gibt ja wohl auch eine Studie, die besagt, dass finnische Frauen an anderen Stellen (nämlich am Bauch) zuerst Fett ansetzen als mitteleuropäische – zum Schutz der inneren Organe vor Kälte. Und da die Evolution dem Lebensstandard immer hinterherhinkt – bzw. beim Menschen vermutlich sowieso nicht mehr funktioniert – wäre das für mich eine einleuchtende Erklärung. (So übertreiben müsste man es allerdings trotzdem nicht, finde ich.)

  6. Ich weiss nur, dass die längste Aktion im finnischen Supermarkt jeweils war, Milch mit möglichst viel Fettgehalt zu finden. Ergebnis war immerhin eine „Vollmilch“ mit dem Fettgehalt unserer „Drinkmilch“ (entrahmte Milch).
    Am zweitlängsten dauerte die Suche nach glutenhaltigem Brot…

  7. „Trinken eure Kinder zum Essen auch Milch?“ – „Na klar, welche denn?“ – „Na die normale!“ – „Ja. Ähm, die rote?“ – „DIE HELLBLAUE!“

  8. Buah, da kommen Erinnerungen an mein USA-Jahr hervor. Ich habe irgendwann meine Gastmutter erfolgreich überzeugt, wenigstens 1,5%-Milch zu kaufen statt diesem gefärbten Wasser. Nein, ich kann das nicht erklären….

  9. der extraharte würfelzucker ist für Leute die ihren kaffee nicht süß mögen*gg*

  10. der extraharte würfelzucker löst sich ja nicht auf, sprich er gibt seine süsse nicht ab, kann also recyclet werden. und wenn schon fettfreie milch, dann auch bitte keinen anderen zucker. aber weil man immer zucker dazu gibt (das haben schon die mamma ja pappa so gemacht) ist er dann unauflösbar .)

    was ich nicht verstehe, warum beim vorherigen mittagessen das pihvi in der soße ertränkt werden muss?!

  11. Fettfreie Milch wird deswegen getrunken weil man ja laut finnischen Gesundheitsnormen tierisches Fett meiden sollte, da dies die Arterien (oder was weiss ich) einfettet und somit zu Herzerkrankungen führt. Deswegen sollte man die fettfreie Milch trinken, die dennoch genausoviel Kalzium hat wie die rote. (Nach jahrelangen trinken von fettfreier Milch schmeckt die rote Milch wie Sahne und man hat den Eindruck die bleibt am Gaumen kleben).

    Und die nicht auflösenden Zuckerstücke sind dazu da dass man die sich zwischen die Zähne klemmt, und dann den Kaffee da durchschlürft.

    Auf was für Fragen die Deutschen immer kommen *kopfschüttel*…… ;-DD

  12. ….weil Finnen einer „kotimainen“-Hirnwäsche sowie einem um-15-Jahre-verspäteteten „light“-Wahn verfallen sind (und wenn nicht, wird eine fette Steuererhöhung „helfen“. Sogar luomu (also das vermeintliche Bio) ist voll von diesem industriellen Schrott. Aber da trifft wieder Phase 1 (kotimainen Hirnwäsche) zu und sie schaufeln es munter in sich rein. Empfehle Seminare von Paula Heinonen – sie hat Mut und eine absolut tolle und aufgeweckte Art, ein Wort gegen den Wahn zu sprechen! Sie empfiehlt B-U-T-T-E-R!!! Ein Schock für das Publikum.

  13. Jaaa, über die fettfreie Milch habe ich mich auch schon sehr oft gewundert :-)

  14. Hab oben nochmal durchgelesen: das mit dem (gefährlichen) Bauchfett bei Frauen ist mir schon auch aufgefallen! Und zwar es wird nicht weniger davon, noch nicht mal wenn sie die div. Steuern für ungesundes einführen.

  15. Ich freue mich, daß endlich jemand auch mein Problem annimmt. Ich suche schon lange eine Erklärung zu meinem „Bauchfett“.
    Zu den finnischen Essgewohnheiten: Es ist tatsächlich nicht erklärbar, warum sie fettfreie Milch trinken und dazu viele Fertiggerichte mit Glutamat oder andere Zusatzstoffe essen. Und sich darüber keine Gedanken machen. (Konnte wieder im Sommer beim Kurzurlaub feststellen)

  16. Den nicht-auflösenden Würfelzucker gibt es hier in Schweden auch. Und für uns ist er ein Segen, denn wir trinken immer Tee auf ostfriesisch und dafür braucht man ja eigentlich diese dicken Kandisbrocken (Kluntjes). Die gibt es hier natürlich nicht, selbst der kleine braune Kandis ist nur schwer zu bekommen. Und da ist dann der harte Würfelzucker die ideale Alternative.

    Und im Gegensatz zu Enis Erfahrungen trinkt man hier an der Westküste viel von der bösen roten! Und es gibt sogar die Gammaldags (so-wie-früher-)Milch, nicht homogenisiert und mit 3,0–4,8 Prozent Fett.

  17. Moika,

    diesen harten Zucker gibt es lt. Erklärung eines finnischen Kollegen, weil es hier auch recht verberitet ist, ähnlich wie in Rußland beim Tee, den Zucker nicht in den Kaffee zu tun sondern sich beim trinken zwischen die Zähne zu klemmen.

    Scheint mir zumindestens eine Erklärung zu sein. Ansonsten mal eine Mail an die TU in Berlin an den Lehrstuhl für Zuckertechnologie schicken. ;)

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s