Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku

Hauseigener Sprachlehrer

12 Kommentare

Es begann damit, dass er uns zum Beispiel erklärte: „Das’s ein Müllauto. Finnisch roska-auto!“

Oder er zeigte auf seine rote Windel und sagte: „Das‘s finnisch punainen vaippa.“

Neuerdings drückt er sich schon richtig gewählt aus: „Oh, gibt Kuchen! Finnisch heisst das kakku!“

Ich würde sagen, das Mäuseknäbchen hat das mit den verschiedenen Sprachen im Kindergarten und zu Hause begriffen. :-)

12 Kommentare zu “Hauseigener Sprachlehrer

  1. Dank deinem Mäusemädchen hat sich „Pompula“ in mein Hirn eingebrannt *lach*

  2. Oh da seid Ihr aber flink. Der Sohn weigert sich ziemlich standhaft deutsch zu reden. Bis auf „aus Versehen“ ;-)

    • Bei uns ist es eher andersrum (weil wir ja zu Hause alle und grundsätzlich Deutsch reden.)

      Ich bin mir sicher, das Mäusemädchen versteht Finnisch nahezu perfekt, aber zum Selbersprechen ist sie oft zu schüchtern. (Und dass der beste Kindergartenfreund auch ein Deutscher ist, ist zwar süss, hilft aber beim Finnischlernen eher gar nicht.)

      Mal sehen, vielleicht geht es beim Mäuseknäbchen schneller. Bis jetzt sieht es jedenfalls so aus.

  3. Das ist so süß… *_*
    Jetzt weiß ich, was Windel auf Finnisch heißt. :-D

    Irgendwie stell ich mir das total schwer vor, Kinder zweisprachig zu erziehen.
    Aber Sie sprechen ja in Ihrer Familie Deutsch, das kann ich mir noch gut vorstellen.

    Ich frage mich, wie man das machen würde, wenn zB. der Vater Finne wäre und die Mutter Deutsche. Sollte man dann auch zu Hause Deutsch reden, obwohl der Vater ja vielleicht einen Akzent hat? Oder redet dann jedes Elternteil die eigene Muttersprache mit dem Kind? Das ist bestimmt gar nicht so leicht, für die Sprache, die dann sonst im Umfeld nicht gesprochen wird …

    Ach, ich möchte auch nach Finnland ziehen, irgendwann …

    Vielen Dank für ihre Berichte, sie stellen für mich eine Art Verbindung zu Finnland dar :-)

    • Empfohlen wird, dass jeder Elternteil in seiner Muttersprache mit den Kindern redet. Dann lernen die Kinder auch die jeweiligen Feinheiten der Sprache, die einem Fremdsprachler meist verborgen bleiben. Für das Kind ist dann klar, dass die eine Sprache zur Mutter und die andere zum Vater (oder hier eben zum Kindergarten) gehört und die Kinder schalten wohl recht problemlos um. Allerdings kommt es wohl manchmal zum munteren Mischen der Sprachen, wenn die Kinder selbst zu sprechen beginnen.

      Ich weiß das alles nur theoretisch (und von Freunden aus zweiter Hand) – bei uns wird deutsch gesprochen – sowohl zu Hause, als auch im Kindergarten ;)

      • ICH empfehle zuhause grundsätzlich die schwächere Sprache zu sprechen, egal wer woher kommt. Eine Person pro Sprache reicht nicht und ist auch nicht konsequent genug, es gibt zuhause eher ein grosses Durcheinander und das Kind versteht sicher beide Sprachen wird aber eher nur die Alltagssprache sprechen. Bei uns so: Mutter deutsch, Vater portugiesisch, leben in Portugal und sprechen zuhause deutsch, kita, Schule usw portugiesisch.

        • Wenn beide Elternteile der schwächeren Sprache (=Nicht-Umgebungssprache) mächtig sind, dann ist das die beste Lösung, glaube ich auch.

          (Was ich mir übrigens richtig schwer vorstelle für ein Kind, ist, wenn die Eltern zwei verschiedene Muttersprachen haben, aber sich zu Hause in einer dritten Sprache, meist Englisch, unterhalten, weil sie die Sprache des anderen jeweils nicht gut genug beherrschen.)

  4. Inzwischen kenne ich allerlei Kombinationen bei Sprachen. Unser Sohn der 3-sprachig aufwächst hat es noch relativ leicht. Ich spreche deutsch, mein Mann schwedisch und miteinander sprechen wir finnisch (mein schwedisch ist eher schwach, das deutsch meines Mannes genauso). Unser Sohn spricht alle 3 Sprachen relativ gut für sein Alter, aber am besten wohl schwedisch was seine Kindergarten Sprache ist.
    Da ich selber auch 3-sprachig aufgewachsen bin, sehe ich da kein Problem.

    Blöd hingegen fände ich wenn ich mit meinem Kind eine Sprache sprechen würde die ich nur relativ gut beherschen würde. Denn dann könnte ich meinem Kind gar nicht die Feinheiten und Nuancen der Sprache (inklusive Kinderlieder, Kinderreime, Sprichwörter, Sprachwendungen, etc.) beibringen. Mit der Sprache gibt man ja auch einen Teil seiner Kultur mit. Denn wie soll das Kind wissen was ein Abendbrot ist, das ist wahrlich kein Iltapala?? Oder was Feierabend ist? Für sowas gibt’s keine Wörter auf finnisch, weil es diese Dinge auf finnisch ganz anders aufgefasst werden.

  5. Hmm die Sprache die unser Kleinkind spricht versuchen wir noch heraus zubekommen, vielleicht ist ja ein wenig finnisch dabei ;-)

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