Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku

Strandtest

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(15) Merimasku, Saaristolaiskylä

Mittlerweile haben wir – im Gegensatz zu letztem Jahr – schon mehrere Strände mehrmals besucht. Neue finden sich nur noch weiter entfernt, und jedes Mal wollen wir nicht eine halbe Stunde oder länger fahren. Aber nachdem wir heute früh alle bis halb zehn geschlafen hatten (Sommerferien sind toll!), war klar, dass aus des Mäuseknäbchens Mittagsschlaf nicht viel werden würde, es sei denn, wir führen doch mal wieder an einen neuen, etwas weiter entfernten Strand, so dass er vielleicht wenigstens im Auto zu zwanzig Minuten Schlaf käme. (Natürlich nicht. Aber einen wunderbaren Strand haben wir entdeckt. Und das Mäuseknäbchen kam prima ganz ohne Mittagsschlaf aus. Auch auf der Heimfahrt ist er nicht eingeschlafen.)

Dieser Strand ist, obwohl er in der Turkuer Online-Karte verzeichnet ist, eher so ein Geheimtipp. Ich hatte wie immer die Karte vorher auswendig gelernt, aber meine Herren…! Dass ich überhaupt den richtigen Abzweig von der Hauptstrasse gefunden habe, lag nur daran, dass mir auf dem winzigen Schild (so einem strassenschildgrossenkleinen mit weisser Schrift auf schwarzem Grund, auf denen normalerweise „Bäckerei“ oder „Forschungsstation“ oder „Badestrand“ steht) der Name einer kleinen Siedlung auffiel, den ich auf der Karte zufällig auch gelesen hatte. Und dass ich mich auf dem Weg, der aussah, als führe er nur zu einem Privatgrundstück und höre dann auf, überhaupt weiterzufahren getraute, das lag wohl nur an meiner jahrelangen Erfahrung im finnische-unbefestigte-Strassen-Fahren, die mir sagte, keine Panik, alles ganz normal. Auch als der Weg sich mehrmals verzweigt hatte und immer kleiner und enger wurde und ich mich schon zu fragen begann, wo ich denn im Falle des Falles eigentlich wenden könnte oder ob ich drei Kilometer im Rückwärtsgang bewältigen müsste. Aber am Ende befand sich tatsächlich ein Parkplatz, und hundert Meter weiter DER Strand.

Mit Sand und Schilf und ganz flachem, ganz warmem Wasser, über das Libellen schwirrten (und leider auch die eine oder andere Bremse). Mit Liegefläche auf wahlweise Sand oder golfrasenmässig gemähter Wiese unter Apfelbäumen. Mit Toiletten, Umkleidehäuschen, überdachtem Grillplatz, Picknicktisch, Steg und Rettungsring. Mit Aussicht auf jede Menge vorbeifahrende und sanfte Wellen verursachende Motor- und Segelboote.

Das Mäusemädchen (das letztes Jahr am Strand nie tiefer als bis zu den Knöcheln ins Wasser gegangen war), schwamm und schwamm, und das Mäuseknäbchen stakste wieder und wieder hinaus, bis ihm das Meer bis zu den Schultern reichte. Raus wollten sie beide nicht wieder. Aber sich hinterher beschweren, es gäbe da an dem Strand keine Schaukel…!

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