Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku

Von Bergen, und vom Meer

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Ich bin sozusagen im Gebirge aufgewachsen, wenn auch in einem nicht sonderlich hohen. Mit zwei Jahren war ich das erste Mal im Hochgebirge. Mit vier bestieg ich meinen ersten richtigen Berg, mit Klettern und so und mit nur wenig Hilfe von Papas Schultern.

Mit acht war ich das erste Mal am Meer. Mit zwanzig bin ich zum ersten Mal gepaddelt. Mit dreiundzwanzig sass ich zum ersten Mal in einem Motorboot.

Gestern war ich zum ersten Mal Fuchsfallen kontrollieren. Die Doktorandin, die das bisher allein machen musste, hatte mir schon am Montag erklärt, dass einige der Fallen in wirklich schwierigem Gelände stehen würden. An einem Berg nämlich. Seeehr steil. Seeehr rutschig im Moment. Gestern, als wir alle Fallen gemeinsam abliefen, gab sie mir noch mal jede Menge Tipps: „Und nimm immer dein Telefon mit, falls du doch böse hinfällst. Und hier trittst du am besten immer wieder in die gleichen Fussstapfen, damit du nicht wegrutschst. Und den Bäumen hier kannst du nicht unbedingt trauen, die sind manchmal auch abgestorben und brechen ab, wenn du dich daran festhalten willst.“
Es war dann – naja, ein Hang mit Felsbrocken halt. (Und rutschigem Schnee drauf im Moment.) Man muss ein bisschen aufpassen, aber sehr schwierig oder gefährlich erschien mir das Gelände nicht.

Bevor ich das erste Mal mit dem Boot zu meinen Mäuseinseln gefahren bin, da hat mir keiner irgendwelche Tipps gegeben.

2 Kommentare zu “Von Bergen, und vom Meer

  1. Hihi! Ist halt immer die Frage, wo derjenige herkommt, der sowas sagt. Ich hatte in meiner Unistadt eine Freundin, die immer, wenn ich fragte, ob sie zum Kaffee/Lernen/Quatschen vorbeikommt, stöhnte: Och, da muss ich ja wieder mit dem Rad den Berg hoch! Und ich dann immer so: Hä? Welchen Berg?
    Naja. Sie kam aus der platten Ebene, ich aus einer recht hügeligen Mittelgebirgslandschaft, die Unistadt war so dazwischen. Ganz leicht gewellt. Nichts, wo ich mich beim Radfahren groß hätte anstrengen müssen.

    • So einen „Berg“ kenne ich auch. Aus Bielefeld. (Dabei gibt’s dort sogar einen richtigen Berg, da, wo der Teutoburger Wald langgeht. Aber ringsrum ist’s eben ziemlich flach.)

      Gleich zu Beginn lud mein damaliger kurzzeitiger Doktorvater mich und den anderen Doktoranden (der kam aus Freiburg), der mit mir angefangen hatte, zu sich nach Hause ein. „Ihr müsst immer den Berg hochfahren, und wenn der zu Ende ist, da ist dann eine Ampel, da müsst ihr abbiegen.“ An eine Ampel kamen wir irgendwann, aber wir fragten uns, wo denn der Berg sei. Ob der vielleicht noch käme. Fast wären wir nicht abgebogen.

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