Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku

Brüller des Tages

7 Kommentare

Nummer 1:
Während das Mäuseknäbchen und der Ähämann gemeinsam Mittagsschlaf machen (gestern war ich dran), gehe ich mit dem Mäusemädchen schlittschuhlaufen. Auf der Eisbahn sind grosse Jungs, die Eishockey spielen, grosse Mädchen, die richtig gut schlittschuhlaufen können, und etliche ganz kleine Mädchen und Jungs, denen man ansieht, dass sie heute erst das erste oder zweite oder dritte Mal auf Schlittschuhen stehen. Und dann ist da noch das eine Mädchen – wir kennen es vom Sehen, es ist ein klein wenig älter als das Mäusemädchen – das auf seinen winzigen Schlittschuhen nahezu perfekt hin und her rast.
Als das Mädchen und seine Mutter sich auf den Heimweg machen, wird das Mädchen – in den Kinderwagen verfrachtet und heimwärts geschoben!

(Kein Einzelfall. Ich sehe hier ständig drei- und vierjährige Kinder, die noch im Wagen gefahren werden. Und wundere mich nicht nur über die Eltern, sondern auch über die Kinder – unsere blieben nie so geduldig im Wagen sitzen. Schon das Mäuseknäbchen bevorzugt es, selbst zu laufen, und wehe, Mama oder Papa haben es eilig und heben ihn in den Wagen!)

Nummer 2:
Als wir dann auch nach Hause gehen, begucken wir einen Hund am Wegrand. Nur, weil sein Frauchen ihn zurückhält, fällt mein Blick auf den Haufen, den er gerade gemacht hat. Ah, denke ich, wenn sie ihn so zurückhält, wird sie wohl gleich eine Tüte rausholen und den Haufen einsammeln. Aber die Frau geht hin, und schiebt mit ihren Schuhen Schnee über den Kackhaufen. „Na das nützt ja viel!“, sage ich grimmig zu ihr. „Ich sammle das dann ein, wenn ich zurückkomme.“, sagt sie zu mir.
Klar. Glaub‘ ich sofort!

(Leider auch kein Einzelfall.)

7 Kommentare zu “Brüller des Tages

  1. Und ich dachte immer, das Schieben von älteren Kindern im Kinderwagen sei ein südeuropäisches Phänomen. Wobei in Italien die Kinder teilweise wohl (schwierig zu schätzen, da die im Vergleich so klein sind) bis zu 5 Jahren alt sind.

  2. Voin kai kommentoida suomeksi ?
    Minä olen ihmetellyt samaa lasten kuljetusta. Se jatkuu isompien lasten kohdalla. Kuljetuskärrynä on tietysti oma auto. Sitten koulussa ja armeijassa yritetään saada lapset ja nuoret liikkumaan… Paras herkkyys on jo ohi, kun lapset on turrutettu ja estetty tutkimasta ympäristöään.
    Varmaan kyseessä on osaksi lasten suojeleminen. Moni aikuinen valitsee lasten kuljettamisen myös vain oman mukavuutensa vuoksi. Pienen lapsen uteliaisuus on voimia ja kuntoa vaativaa.:)
    terveisin Brita

  3. Kinder sind verschieden, so wie Erwachsene ja auch.
    Es gibt auch Kinder die sich bockig stellen und die sagen „Schlittschuhlaufen JA, zum Schlittschuhlaufen laufen, NEIN (das ist nämlich langweilig)“.
    So, aber um das Kind dann etwas zur Bewegung zu animieren, wenigstens zum Schlittschuhlaufen, da macht man eben einen Kompromiss, und karrt das Kind zum Schlittschuhlaufen, so einfach.
    Und nein, ich bin nicht die Mama dieses Mädchens, denn ich wohne nicht in Turku :-) Aber ich hatte auch mal so ein Mädchen dass gerne mit Schlittschuhen übers Eis kurvte aber laufen hasste wie die Pest. Und sie sass für ihr Leben gerne im Kinderwagen.

    • Klar gibt es Kinder, die nicht, sobald sie laufen können, auch überall hin laufen wollen. Aber man kann das als Eltern ja auch ein bisschen steuern. (Soll ja auch Kinder geben, die sich am liebsten ausschliesslich von Schokolade ernähren würden…)

      Weil ich persönlich es ziemlich befremdlich finde, wenn drei- und vierjährige Kinder noch im Wagen geschoben werden, haben wir z.B. keine Sekunde über die Anschaffung eines Geschwisterwagens nachgedacht, als das Mäuseknäbchen geboren wurde, obwohl das Mäusemädchen da erst zwei Jahre und zwei Monate alt war und fast jede Mutter hier mit Kindern in so einem oder sogar grösserem Altersabstand einen hat.
      Das Mäusemädchen bekam ein Geschwisterbrett, das wir dann ein Jahr später auch einmotten konnten. Nicht, weil sie es nicht mehr wollte – aber ich wollte nicht mehr, und sie brauchte es auch nicht mehr. Ab und zu erwähnt sie es mal noch, aber sie ist noch nie auf die Idee gekommen, das Geschwisterbrett für einen Ausflug wirklich zu verlangen. Sie ist ja auch schon gross! :-)

      Klar schiess‘ ich mir mit dieser Einstellung selbst ins Knie, weil ich mir damit ein für alle Mal die Möglichkeit versaut habe, die Kinder mal eben schnell im Wagen zu verstauen und irgendwohin zu karren. Aber meist find‘ ich’s besser so. Und gerade jetzt gibt’s ja auch noch andere Transportmöglichkeiten für laufmuffelige Kinder. :-)

  4. mein sohn ist viereinhalb und an gewissen tagen liebt er es sehr, noch ein wenig im wagen rumgefahren zu werden. er war zweieinhalb, als seine schwester auf die welt kam, und weil hier die strasse ins dorf extrem befahren ist, wollte ich unbedingt einen geschwisterwagen, damit er unter kontrolle bleibt .-) wie auch immer, das kind rennt viel und oft herum und ist alles andere als faul, deshalb darf er sich auch mal ab und zu im kinderwagen rumkurven lassen. ganz abgesehen davon muss man sich dann auch wirklich keine gedanken machen über den verkehr und so, und der ist hier wirklich heftig.

    aber, so ist es ja bei allem: irgendwann wollen sie selbst gar nicht mehr. wir haben mittlerweile noch einen buggy ausgeliehen, und da will er eh nicht rein. und grad letztens wollten wir grossen ins nachbardorf laufen, das ist eine gute stunde, da wurde es dem sohn dann auch irgendwann zuviel. es hatte auch den angenehmen nebeneffekt, dass er irgendwann einschlief und wir noch in aller ruhe einen kaffee trinken gehen konnten. :-)) ich finde, das ist ok so.

    • Wir reden hier nur nicht von „ab und zu“, sondern es gibt hier Kinder in genau dem Alter, die sehe ich ausschliesslich im Kinderwagen…!

      (Des Mäusemädchens „ab und zu im Kinderwagen“ ist der Ergo. :-) )

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