Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku

Beheizt und beleuchtet

8 Kommentare

Gestern mal den Kindern gezeigt, wo die teuren finnischen Tomaten herkommen.

Keine fünf Kilometer draussen vor der Stadt stehen Gewächshäuser. Eine Menge Gewächshäuser. Riesige Gewächshäuser. Für Tomaten, für Salat, für Gurken, für Blumen. Wenn es bewölkt ist, erhellen sie uns den Nachthimmel.

-16 Grad. Der Schnee knirscht unter unseren Füssen. Sonst ist es still. Nur die Heizanlage rauscht, und der Schornstein pustet eine dicke Wolke in die kalte, klare Luft.

Ein Wachmann nickt uns freundlich aus seinem warmen Kabüffchen zu. Es wird langsam dunkel. Das gelbe Licht sticht in den Augen. „Mir ist kalt!“, sagt das Mäusemädchen.

Kein Wunder, dass spanische Tomaten billiger sind. Und umweltfreundlicher.

8 Kommentare zu “Beheizt und beleuchtet

  1. Hallo,

    die Dinger kenn ich auch aus Norwegen :)

    lg heiki

  2. Die sind aber sehr teuer! Und schmecken sicher nicht sonderlich echt, oder?

  3. Sind sie denn wenigstens gesuender als die spanischen Tomaten? Die sollen doch reichlich und gut gespritzt sein …? Gemuese aus Spanien hat nicht den besten Ruf, zumindest habe ich das so mitbekommen.
    Finnische Tomaten finde ich ganz bekömmlich, aber zu teuer!

    • Ja, letztens erzählte mir jemand, die finnischen Tomaten seien auch weniger gespritzt als spanische. Weil es hier schlichtweg weniger Zeugs gibt, gegen das man spritzen müsste. Hörte sich ganz logisch an, kann ich aber nicht mit Fakten belegen.

  4. Meine Güte, das sieht ja richtig futuristisch aus. Da fühlt man sich eher an die Kulisse für einen James-Bond-Film erinnert, als an Tomaten.
    Wie haben sich die Finnen eigentlich früher ernährt, als viel Schnee lag und es noch keine Gemüse-Importe per Schiff und Flugzeug gab?

    • Von Sachen, die im kurzen Sommer hier wachsen, und die man einlagern kann. Möhren und Rüben und so.

      (Alle „traditionellen“ Speisen, die’s z.B. zu Weihnachten gibt, enthalten das auch heute noch.)

      • Mm, ja, da habe ich nicht daran gedacht. So ewig gibt es ja noch keine Kühlschränke und das Haltbarmachen und Einlagern von Lebensmitteln war eine Kunst für sich.
        Meine Oma hat das alles noch gelernt und davon erzählt.

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