Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku

Urlaubsnotizen

18 Kommentare

  • Die Reiseroute über Schweden war dank der beiden Nacht-Fährüberfahrten ziemlich entspannt.
  • Aber dass die Schweden keinen Euro haben nervt. Gewaltig!
  • Am schönsten auf der Reise war die riesige Brücke in Göteborg, von der aus wir schon mal unser Schiff bei der Einfahrt in den Hafen von oben besehen konnten.
  • An der ersten Tankstelle in Deutschland mussten wir erst einmal kurz über die Art des zu tankenden Benzins beraten. „Super“? Oder einfaches „Benzin“? Welches ist denn nun 95er?!
  • Weisse Verkehrsschilder sind gewöhnungsbedürftig.
  • Und kann mir mal einer erklären, warum es selbst auf brandneuen Autobahnen eine Baustelle an der anderen gibt?
  • Ich finde Windkraftanlagen schön. Ehrlich!
  • Natürlich wurde das Wetter am Tag nach unserer Ankunft kalt. Und nass.
  • Dass alle Kinder „Mama!“ rufen, fand ich sehr verwirrend. Ich habe mich jedes, wirklich jedes Mal umgedreht.
  • Sächsisch kann man sich innerhalb von zwei Wochen leichtens wieder angewöhnen.
  • Das Gruselerlebnis an sich war allerdings die über den Spielplatz rufende Mutter: „„Ei-sea*, komm jedz ma da runner wie die annern ooch!“ (* So nur die gesprochene Version des Namens. Wir haben allerdings eine Vermutung, welcher Name damit gemeint sein könnte.)
  • Das Erzgebirge ist so, so schön! (Liebe Brigitte, an deinem Haus sind wir auch vorbeigefahren!)
  • Der Autobahntunnel vor unserem alten Haus in Jena ist immer noch nicht fertig. Also der Tunnel schon, aber Spaziergänge „auf der Autobahn“ waren immer noch nicht möglich.
  • Hach, Jena… jedes Mal, wenn wir wieder da sind, fragen wir uns, wie wir eigentlich weggehen konnten.
  • Die Lieblingskneipe allerdings ist auch nicht mehr das, was sie mal war.
  • Der Ähämann ging jeden Morgen mit dem Mäuseknäbchen zum Bäcker – Brötchenholen und Kaffeetrinken – und stand dafür freiwillig eher auf als das Mäusemädchen und ich. Hach, Bäckerbrötchen…!
  • Die Mäusekinder erwiesen sich mal wieder vom ersten Tag an als richtige Urlaubskinder. Selbst das Mäuseknäbchen, das vorher nie länger als bis um sechs geschlafen hatte, schlief jeden Tag bis mindestens halb acht. (Ich ahne allerdings, dass dieser wunderbare Zustand auch trotz weiterhin spätem Zubettgehen der Mäusekinder zu Hause nicht anhalten wird.)
  • Toll ist, wenn sich die Attribute „warm“ und „dunkel“ nicht ausschliessen und man abends im Dunkeln draussen sitzen kann.
  • Und preiswert Cocktails trinken.
  • Und die Leute an den Nachbartischen sich laut und angeregt unterhalten. Sehr laut. Sehr angeregt.
  • Und nachts im Dunkeln zu schlafen ist eine Wohltat!
  • Fast wären wir ob des Warenangebots in einen Kaufrausch verfallen. Die Einkaufsliste wurde jedenfalls erweitert um eine Brille für den Ähämann, jeweils ein birkenstockähnliches Paar Hausschuhe für mich und den Ähämann, ein Paar Sandalen für das Mäuseknäbchen, eine ganz kleine, handtaschengeeignete SIGG-Flasche für die Mäusekinder, eine 101 sowie einen Doppelstock- und einen Güterzug in H0, einen Janosch-Kalender, tonnenweise Kinderbücher, jeweils einen Reisetasche für mich und das Mäuseknäbchen (da meine abgeliebte „75 Jahre Studentenwerk Jena“-Tasche – wer will möge nachrechnen! – nun endgültig am Zerfallen war), ein Fahrradschloss und eine Fahrradklingel für das Mäusemädchen, ein neues Fahrradschloss und endlich die richtigen Fahrradreifen für mich.
  • Den Eierlikör kauften wir paradoxerweise im LIDL (weil er da am besten schmeckt) den wir hier ja auch hätten – aber eben ohne Schnapsabteilung!
  • Der Ähämann kam in nur zwei Wochen bis zur 37.
  • Ich habe jetzt Magenerweiterung. Und Schnitzelvergiftung. ;-)
  • Seit wir zurück sind vergeht kein Tag, an dem das Mäusemädchen nicht mindestens einmal „Mit-dem-Schiff-nach-Deutschland-Fahren“, „Flamingo“ (in der Badewanne) oder “Dampflok“ („Da kommt aber nur weisser Rauch raus, nich’ schwarzer, damit ich kein’ Russ in die Augen kriege!“) spielt.
  • Das Mäuseknäbchen läuft jetzt!

Als wir hier wegfuhren, war mir ganz schwer ums Herz. Als wir dort ankamen, war alles viel schöner als erwartet. Als wir dort wegfuhren, war mir wieder ganz schwer ums Herz. Aber jetzt wieder zu Hause zu sein ist schön. So schön!

18 Kommentare zu “Urlaubsnotizen

  1. Oh, ihr seid von Göteborg aus mit der Fähre nach Deutschland gefahren? Zufällig mit der StenaLine von, bzw. nach Kiel? ich stand vor ein paar Tagen zusammen mit dem Goldneffen am Ufer und habe dem gerade abfahrenden Schiff zugewunken, vielleicht habt ihr uns ja gesehen. ;-)

    • Ja, genau! Am Sonntagabend. Wir haben gewinkt wie verrückt! :-)

      • Hey, cool, das war tatsächlich Sonntagabend, als wir da standen! :D Und zwar genau da, wo das Schiff gewendet hat.
        Wir wollten nämlich eigentlich zum Seehundbecken, aber die Seehunde ließen sich leider nicht blicken. Da war es ganz schön, das ich dem Goldneffen als Ersatzattraktion die auslaufende und vor unserer Nase sich drehende StenaLine bieten konnte.

  2. Willkommen zurück! Ich hab euch vermisst … schön, dass ihr einen wunderbaren Familienurlaub hattet. LG

  3. Willkommen zurück!!
    Aber ich möchte nun doch wissen ob ihr das bessere/billigere Teeei in Deutschland gefunden habt??? :-)

  4. Oooooch menno, da hättste ja ruhig mal klingeln können. Ich hätt mich riesig gefreut. Aber ich weiß schon, wie das so ist, wenn man unterwegs ist :-). Schön, dass es euch allen gefallen hat. Wart ihr in Oberwiesenthal? Hach, ich bin jetzt ganz aufgeregt, dass ihr echt hiert wart.
    Tschüssi Brigitte

    • Nee, wir waren auf der Rückfahrt von der Heimatecke in Waschleithe, nee, stimmt nicht, aus Grünhain, nee, vom Scheibenberg, glaub‘ ich. :-) Nach Oberwiesenthal sind wir doch von Vierenstrasse aus mit der Bimmelbahn gefahren!

      Und so sechs Mann hoch ohne Anmeldung bei dir einzufallen, das hätte ich mir dann doch nicht getraut…

  5. Schön, dass es schön war. Und schön, dass ihr wieder da seid.

    Wir brechen am Dienstag auf in die Heimat: Rudolstadt, Gehren, Gotha und alles mögliche dazwischen ;-) Immerhin haben alle (Bundes-)Länder, die wir dazu durchfahren müssen, den Euro (und es sind auch nur ca. 500 km).

  6. Heißt denn Lidl bei Euch tatsächlich Lidl? In Eestimaa war es *grübel* Säästu Market -und bei gabs auch, aber sonstige Alkoholika?

    • Ja, ich glaube, die Esten sind noch strenger, was die eigene Sprache angeht. Dass der LIDL dort „Sparmarkt“ heisst (und eigentlich nur noch an den Farben und dem Logo zu erkennen ist), ist mir auch schon aufgefallen, genauso wie dass der „Citymarket“ tatsächlich in „Stadtmarkt“ übersetzt ist.

      Bei uns heisst der jedenfalls LIDL. Aber alles was mehr Alkohol enthält als Bier darf hier in keinem Supermarkt verkauft werden – nur in Lokalen mit Ausschankgenehmigung oder eben im staatlichen Schnapsladen ALKO…

  7. Welcher Name verbirgt sich denn nun hinter „Ei-sea“? :)

    • Keine Ahnung, aber der einzige, der uns einfiel, ist der amerikanische Jesaja, also Isaiah.

      (Und wir wissen das auch nur, weil in unserer Gemeinde rundrum jeder mal sonntags mit den Lesungen dran ist. Und weil wir erstmal einen Muttersprachler fragen mussten,wie dieses „Isaiah“ nun eigentlich auf Englisch ausgesprochen wird.)

  8. also wenn ihr bei blechi vorbei seid, dann auch bei blechito (ist nicht weit weg) – und in der heimatecke war blechi mit den enkelkiddis auch, am 11.7.

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