Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku

Wer nicht wagt…

7 Kommentare

Oder: Gut, dass uns dieser Anblick nicht vom Losfahren abgehalten hat.

Ein Reisebericht in Bildern.

Freitag. Es regnet. Es schüttet. Es wird kurz ein bisschen heller. Es regnet. Es schüttet. Das Mäuseknäbchen schläft wunderbar im Garten, während der Regen auf den Regenschutz des Kinderwagens trommelt. Egal. Wenn er wach wird, geht’s los.

Zunächst bis Parainen. Da die Mäusekinder schon wieder ein bisschen quengelig sind, beschliessen wir, der „Altstadt“ von Parainen (die Tatsache, dass Parainen eine Altstadt besitzen soll, ist uns vollkommen neu) einen Besuch abzustatten. Und tatsächlich, fünf oder sechs alte Holzhäuser gibt’s da! ;-)

Kurz auf einen Spielplatz, kurz was essen, dann weiter zur ersten Fähre: Parainen – Nauvo.

Herrn Picassos erste Seereise:

Die Fähre ist übrigens wegen Juhannus mit Birken geschmückt!

Abendbrotpause in Nauvo:

“Pizza Nagu”. Mit Fisch. (Pizza gibt es in Finnland immer und überall. Und Nagu ist der schwedische Name von Nauvo. Bald werden wir so weit ins schwedischsprachige Archipelago gefahren sein, dass es nur noch schwedische Ortsnamen gibt.)

Fähre Nr. 2: Nauvo – Korppoo:

(Im Hintergrund die neue – isländische – Fähre nach Utö.)

Nun aber schnell einen Schlafplatz suchen:

Und puuro kochen:

Warten aufs Schlafengehen:

(Zu viert in einem Zwei-Mann-Zelt, das ist ziemlich… kuschelig.)

Samstag. Das Mäuseknäbchen hat geschlafen wie ein Ratz. Er ist eben das Schlafen an frischer Luft gewöhnt. ;-) Kalt ist’s draussen.

Fähre Nr. 3: Korppoo – Houtskär:

Idylle auf Houtskär:

Und einen “Berg” haben wir auch bestiegen:

(Der Ähämann, der wollte eigentlich nicht da hoch. Er fürchtete, assimiliert zu werden.)

Dabei war die Aussicht von oben wunderschön. Sogar Schwedenfähren konnte man sehen, ganz am Horizont:

(Ja, genau. Da hinter der Insel, rechts von der Wolke.)

Fähre Nr. 4: Houtskär – Kivimo:

Gasthaus mit Sandkasten auf Kivimo:

(Das Mäusemädchen spielte im Sand, das Mäuseknäbchen schlief bei ringsherum aufgerissenen Fenstern im Auto – wir begannen uns zu fragen, warum wir überhaupt den Mäusevolvo ins Auto gestopft hatten, da das Mäuseknäbchen ausschliesslich in der Trage transportiert wurde und es im Auto schon irgendwie auf seinen Tagesschlafbedarf kam – und die Eltern assen das beste Essen, das sie jemals in Finnland bekommen hatten. Ehrlich. Leider eine ganze Tagesreise dahin.)

Fähre Nr. 5, Kivimo – Mossala, war gerade am anderen Ufer:

Hat aber nur fünf Minuten gedauert, dann war sie da, und wir konnten unseren Weg über solche Inselhauptstrassen fortsetzen:

Fähre Nr. 6, Mossala – Iniö:

Die einzige Fähre, die ausschliesslich im Sommer fährt, und die man bezahlen muss, weil sie nicht unbedingt nötig ist. Nach Iniö käme man auch von der anderen Seite der Ringstrasse. (Deshalb ist sie auch blau-weiss. Die gelben Fähren ersetzen ein Stück Strasse, werden deshalb nicht vom Seefahrtsamt, sondern vom Strassenamt betrieben und sind grundsätzlich kostenlos.)

Nun aber wieder – einen Schlafplatz suchen:

Sonntag. Mäusekinderbedingtes Aufstehen um halb sieben bei 9 Grad, aber die Sonne scheint schon. Wir frühstücken und lassen das Zelt zum Trocknen zurück, denn bevor wir mit der nächsten längeren Fähre, die sonntags nur vier Mal fährt, weiterwollen, wollen wir noch dem örtlichen Naturlehrpfad einen Besuch abstatten:

Das Mäusemädchen ist besonders beeindruckt von dem beweglichen Modell eines Seeadlers:

Und von ganz oben, wo es auch wieder einen Aussichtsturm gibt, sehen wir schon unsere nächste Fähre:

Nun aber schnell wieder runter, das Zelt zusammengerafft und ins Auto gesprungen – in zwanzig Minuten fährt die Fähre aufs „Festland“ – die nächste erst in dreieinhalb Stunden.

Zunächst aber brauchen wir noch Fähre Nr. 7 – Iniö – Jumo – die bei unserer Ankunft gerade am anderen Ufer ist, aber sofort losfährt, und auf der wir eine Privatfahrt bekommen.

Als ich den Kapitän nämlich etwas nervös frage, wann er denn losfährt, weil wir die „Aurora“ noch schaffen wollen, winkt er bedächtig ab: „Kein Problem, die schafft ihr, das sind nur vier oder fünf Minuten Autofahrt.“ Und setzt seine Fähre in Bewegung.

Und tatsächlich, fünf Minuten vor elf sind wir da!

Fähre Nr. 8, und das Mäusemädchen ist jetzt schon eine gelangweilte erfahrene Seefahrerin:

Nun sind wir wieder auf dem Festland. Theoretisch könnten wir jetzt Landstrasse nach Hause fahren, aber das wäre ja langweilig…!

Wir benutzen Fähre Nr.9 unserer Reise und machen einen Abstecher nach Vuosnainen und zurück, weil es dort ein ganz annehmbares Restaurant mit Terrasse zum Meer gibt und wir ja mittagessen müssen.

Und weil uns das immer noch nicht reicht, und es auch von der Zeit her gut passt, nehmen wir noch einmal eine kostenpflichtige Fähre, Fähre Nr. 10 unserer Reise, und setzen von Hakkenpää nach Teersalo über:

Dauert eine Stunde, und unterwegs legt die Fähre drei bis fünf Mal an den malerischsten Inseln an. Meine Lieblingsfähre!

Dann noch eine Stunde mit dem Auto zurück nach Turku, ausladen, die Mäusekinder in die Wanne und schnell ins Bett. Die schlafen wie die Murmeltiere!

Und ich, ich hätte das ganze noch mindestens drei Tage so weitermachen können!

7 Kommentare zu “Wer nicht wagt…

  1. Toll – nur die Temperaturen … ;-)

  2. schöööööön!!! Und hier seit Samstag Dauerregen, so eine Unverschämtheit!

  3. Pingback: Die Schärenringstrasse / Südfinnland | Stories & Places

  4. Hui, prima! Schöner Ausflug! Da war ich letzten Sommer auch während meiner Finnlandrundtour von 4 Wochen! Ich wär am liebsten da geblieben (also allgemein in Finnland, aber die Inseltour war sicherlich einer der Höhepunkte).

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