Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku

Krankenhauslektüre

6 Kommentare

;-)

Üblicherweise sagt ja der erste Satz viel über ein Buch aus. Aber dieses Buch, als ich es damals noch in der Chemnitzer Stadtbibliothek entdeckte und mich das Bild von Prag auf dem Umschlag neugierig machte, hat mich mit seinem letzten Satz überzeugt: „Sense!“ Was für ein wunderbarer Schluss!

(Dabei ist der erste auch schön, und zwar so, wie das ganze Buch ist: „In der Stille des Gedächtnisses, vor allem, wenn ich die Augen fest schliesse, erblicke ich, wann immer ich mag, die Gesichter so vieler prächtiger Menschen, denen ich im Leben begegnet und von denen ich vielen als Freund nähergekommen bin, dass Erinnerung auf Erinnerung folgt, eine schöner als die andere.“)

(Und nein, es geht nicht nur um Frauen in seinen Geschichten. Und ”Wie ich mit Lenin Schlittschuh lief“ ist eine ganz andere, der Auszug ist aus ”Was der Harpunier Ned Land sagte”, soviel dazu.)

Leider war es schwer zu bekommen, vor allem die ungekürzte Auflage von 1992, zum Glück wurde ich schliesslich bei der ZVAB fündig.

Jetzt hatte ich es schon lange nicht mehr gelesen, weil Prag, an dem ich durch dieses Buch so viele neue Seiten entdeckt habe, jetzt so ewig weit weg ist und ich immer Sehnsucht nach meiner Lieblingsstadt bekomme, wenn ich es lese. Aber fürs Krankenhaus und die Endlosstillerei der ersten Wochen war und ist es genau richtig.
Und nach Prag kommen wir schon auch mal wieder!

6 Kommentare zu “Krankenhauslektüre

  1. Ich find das klasse! Eine Frau mit zwei kleinen Kindern, die trotzdem noch dicke Bücher liest. Die meisten jungen Mütter, die ich kenne, klinken sich für die schätzungsweise ersten 15 bis 20 Lebensjahre ihrer Kinder aus dem normalen Leben aus. Ich finde es sehr ermutigend, dass es offenbar auch Mütter gibt, die noch ab und zu etwas tun, was sie vor ihrer Schwangerschaft auch schon getan haben!

  2. Ist es in Finnland üblich, dass die Winzlinge so kleine Handschuhe anhaben!? Unserer hatte die ersten Wochen immer ein Mützchen auf, aber diese Handschuhe wären auch gut gewesen, denn er hat sich immer sehr im Gesicht gekratzt.
    Die Beschreibung des Buches macht Lust auf mehr! Vielleicht lese ich es ja auch mal…falls es noch zu bekommen ist :-)

  3. also ich finde die beschreibung des buches auch höchst spannend!! vorallem der letzte satz:)

    (übrigens ein bisschen zu spät, aber herzlichen glückwunsch zum kleinen mäuse mann!! gut gemacht:)

  4. Ehrlich gesagt bewundere ich Dich auch ein bisschen, dass Du zum Lesen kommst. Ich brauche derzeit Monate für ein Buch, da ich tagsüber keine freie Minute finde und abends nach einer halben Seite einschlafe. Jetzt 19 Monate nach Baby2 ;-) finde ich langsam wieder „ins Leben“ zurück, ich glaube bis jetzt habe ich mehr funktioniert und weniger gelebt. Respekt!

  5. Naja, tagsüber komme ich meist natürlich auch nur zum (Vor)lesen von Bilderbüchern während ich den Mäusemann stille. Aber abends, während der Ähämann das Mäusekleinkind zu Bett bringt und das Mäusebaby dauernuckeln will… Und im Krankenhaus hatte ich ja nun wirklich weiter nichts zu tun ausser zu stillen, zu essen, zu schlafen – und zu lesen! :-)

  6. Schlapunzel, ja, an den Krankenhaushemdchen sind so praktische umschlagbare Ärmel, und aus der KELA-Kiste haben wir auch einen Body mit solchen Ärmeln. Die sind wirklich praktisch. Handschuhe weniger, die rutschen irgendwie immer…

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