Suomalainen Päiväkirja

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Familienplanung mit KELA

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Als ich im Januar vor der Entscheidung stand, nach meinem Mutterschutz nur noch sechseinhalb Monate Gehalt zu haben, oder diese sechseinhalb Monate Gehalt in ein Stipendium für dreizehn Monate umzuwandeln, führte mich mein erster Weg zur Entscheidungsfindung zu KELA. Dass ich mit einem sozialversicherungsfreien Stipendium keine Rentenansprüche ansammeln würde und es auch mit eventuellem Arbeitslosengeld danach eher nicht so rosig aussehen würde, war mir schon klar. Allerdings hätten mir die sechseinhalb Monate, nach denen ich dann entweder überhaupt kein Einkommen mehr gehabt hätte, oder im besten Fall auch nur ein Stipendium von irgendeiner Stiftung, dafür auch nicht allzuviel genützt, weswegen ich eigentlich schon fast entschlossen war, der Umwandlung in ein Stipendium zuzustimmen. Von KELA wollte ich nur noch wissen, wie es denn dann mit meiner Krankenversicherung und der Finanzierung eines nächsten Mutterschutzurlaubs aussähe. Krankenversicherung ist gar kein Problem, die ist unabhänig vom Einkommen, wenn man nur lange genug (sprich mehr als zwei Jahre, wie üblich) in Finnland gelebt hat. Und für die Berechnung des von KELA zu zahlenden Betrages während des Mutterschutzes gibt es drei verschiedene Möglichkeiten: entweder es wird das steuerpflichtige Einkommen im letzten halben Jahr vor Beginn des Mutterschutzes zu Grunde gelegt, oder das steuerpflichtige Einkommen im Kalenderjahr zwei Jahre vor Beginn des Mutterschutzes, je nachdem was höher ist. Von diesem Einkommen zahlt KELA zehn Monate lang 75%. ”Wenn du also noch 2007 dein nächstes Kind bekommst…”, riet mir die Sachbearbeiterin. ”Nee, das wird wohl nichts. Eigentlich wollte ich schon erst meine Doktorarbeit fertig machen.” ”Naja, dann gibt es noch eine andere Regelung…”, fuhr sie fort. ”Wenn der errechnete Geburtstermin des nächsten Kindes noch vor dem dritten Geburtstag des vorherigen Kindes ist, dann bekommst du genau den gleichen Betrag zehn Monate lang gezahlt, den du für das vorherige Kind bekommen hast.” Wie, echt jetzt? Egal, ob ich vorher nur ein Stipendium hatte oder arbeitslos war oder überhaupt kein Einkommen hatte? ”Also…”, fragte ich sicherheitshalber nochmal nach, ”wenn unser nächstes Kind vor dem 19.03.2009 geboren wird, dann bekomme ich genauso viel wie beim Mäusekleinkind, also 75% von dem Gehalt, das ich bis zum Februar 2006 hatte?” ”Ja, genau so.” ”Ja, dann”, sagte ich entschlossen und amüsierte mich köstlich über das verdutzte Gesicht der Sachbearbeiterin, ”machen wir das so!” ;-)

Und nachdem ich am Freitag noch den Inhalt der neuen KELA-Box gesehen habe, bin ich erst recht überzeugt, dass es bald Zeit ist für ein zweites Mäusekind:

Ich bin dann ab sofort ganz konzentriert am Abschluss meiner Arbeit arbeiten… ;-)

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