Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku

Schlafen lernen. Oder:

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Das Mäusebabymädchen ist 7 Monate alt!

Denn Schlafen lernen war die Hauptaufgabe im letzten Monat. Das arme Kind hat es aber auch nicht leicht gehabt. Schlafen im Reisebettchen. Schlafen auf einem schwankenden Schiff. Schlafen in drei verschiedenen Schlafzimmern. Schlafen im Kinderwagen und nach 20 min von einem Martinshorn wieder aufgeweckt werden. Schlafen im Auto. Und das alles nicht wirklich regelmässig. Trotzdem hat unser grosses Mäusemädchen alles prima gemeistert. Schlafen im Reisebettchen war gar kein Problem. Autofahren ist mit ihr auch nicht mehr schlimm. Auf der Rückfahrt nach Travemünde haben wir acht Stunden im Auto sitzen müssen – und das Mäusebabymädchen hat entweder mit ihrem Spielzeug gespielt oder ist ohne Geningel eingeschlafen. (Pausen haben wir natürlich auch gemacht.)

Aber unser grosses Mäusemädchen ist auch schlau. Haben Mama und Papa es eine Nacht um zwei aus dem Bettchen genommen, weil es steinerweichend geweint hat, dann versucht es das gleiche in der nächsten Nacht nochmal. Und wieder. Und wieder. Bis Mama und Papa den Trick durchschaut hatten und das Kind auch mal weinen liessen. (Dann hätte am liebsten Mama laut und steinerweichend mitgeweint.) Seitdem schläft es die Nächte durch. Ohne zu weinen. Höchstens wacht es mal kurz auf, meckert ein bisschen vor sich hin und ist auch schon wieder eingeschlafen. Ein paar Wochen lang hätte man den Wecker nach ihr stellen können: punkt um fünf war die Nacht vorbei. Jetzt nicht mehr. Jetzt wacht sie zwischen vier und fünf kurz auf, wirft sich ein bisschen im Bettchen hin und her und schläft bis um sechs. :-)

Auch tagsüber ist es endlich besser geworden mit dem Schlafen. Das Mäusebabymädchen hält ein Vormittagsschläfchen und ein Nachmittagsschläfchen, und zwar neuerdings im eigenen Bett und nicht mehr im Kinderwagen. Das gab ein bisschen Protest, geht aber mittlerweile recht gut. Leider wacht sie oft noch unausgeschlafen und schlecht gelaunt nach einer halben Stunde wieder auf und ist durch nichts zum Weiterschlafen zu bewegen. Zwei Mal hat sie es in den letzten Tagen aber auch tagsüber schon geschafft, von allein nochmal einzuschlafen, bis sie wirklich ausgeschlafen ist.

Das wird schon alles werden. Irgendwann braucht sie ja auch weniger Schlaf. :-)

Ansonsten: Das Mäusebabymädchen kann fast sitzen. Wir haben ihr endlich den Gefallen getan und den Kinderwagen umgebaut. Nun können wir wieder ein glückliches Kind durch die Gegend schieben, und die Schlepperei im Tragetuch entfällt.

Ausserdem sitzt sie jetzt zum Essen mit uns am Tisch in ihrem Hochstühlchen, das gefällt ihr besser als im festen Griff auf Mamas Schoss. Am Anfang gab es viel Geklecker, weil sie selbst nach dem Löffel greifen wollte, und weil man sich auch schon mal den Brei wieder aus dem Mund holen und auf der Tischplatte verreiben muss. Aber nach zwei Tagen, in denen Mama beharrlich versucht hat, dem Kind zu erklären, was die Grundlagen guter Tischmanieren sind, isst sie jetzt fast wie ein grosses Mädchen. :-) Von Gemüse-, Fleisch- und Obstbreien immer noch nicht mehr als jeweils ein halbes Gläschen, dafür findet sie die in Finnland so beliebten puuros (Getreidebreie) richtig toll und schlägt sich morgens und abends den Bauch damit voll. Ist eben doch eine richtige Finnin! ;-) Dazu trinkt sie Tee aus der Tasse (zwei Minischlückchen pro Mahlzeit), aus der richtigen Tasse, denn der Schnabel der Schnabeltasse hat sie wohl zu sehr an das unerfreuliche Genuckel an der Milchflasche erinnert. Früh, mittags und abends bekommt sie auch noch Milch von mir, aber Mama muss sich wohl schweren Herzens allmählich daran gewöhnen, dass sie nicht mehr lange gebraucht werden wird und das Kind lieber puuro möchte als Milch :´-(

Und sie kann fast robben. Sie dreht sich auf dem Bauch in alle Richtungen, verteilt ihr Spielzeug rund um ihre Krabbeldecke und holt es sich wieder. Nur, wenn etwas wirklich ausserhalb ihrer Reichweite ist, dann ist der Frust gross. So sehr sie ihre kleinen Knie auch in den Boden stemmt, vorwärts kommt sie noch nicht. Aber das wird schon noch, kleine Maus!

Und sie plappert und plappert den lieben langen Tag. Am liebsten sagt sie „ma-ma-ma-ma-ma“ und „pa-pa-pa-pa-pa“. Irgendwo habe ich gelesen, dass das immer die ersten Silben sind, die Babys sagen, und dass Mutter und Vater deshalb in den meisten Sprachen Mama und Papa heissen. Und warum ist das nun in Finnland ganz und gar anders? Ist es ja gar nicht! Ausser „ma-ma-ma“ und „pa-pa-pa-pa“ plappert das Mäusebabymädchen auch gern „äiti-äiti-äiti“. :-)

Ich bin schon so gespannt darauf, wie es sein wird, wenn sie dann richtig anfängt zu sprechen. Und wann sie endlich anfängt mit krabbeln. Und wann sie den ersten Zahn kriegt. Wir sind so froh, kleines Mäusekind, dich bei uns zu haben! :-)))

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