Suomalainen Päiväkirja

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Was mir im Laufe der Zeit so aufgefallen ist:

• In Finnland gibt es keine Kaninchen. Dafür Hasen in Hülle und Fülle. Sogar in der Stadt. Natürliche Feinde scheinen sie auch nicht allzu viele zu haben. Zumindest hier bei uns sitzen sie auf den Feldern mit gerade mal drei Zentimeter hohen Raps- oder Getreidepflänzchen wie auf dem Präsentierteller und mümmeln in aller Gemütsruhe.

• Alles wild wachsende Grünzeug hat RIESIGE Blätter. Zuerst ist uns das beim Löwenzahnsammeln für die Meerschweinchen aufgefallen. Ein Löwenzahnblatt erreicht locker mal die Grösse eines Salatblatts. Aber auch Birkenblätter sind bis zu kinderhandtellergross. Irgendwie muss man ja den kurzen Sommer und das Dauerlicht nutzen!

• Dafür gibt es in Finnland keine Gänseblümchen. Dabei hätten die bei den rasenmähverrückten Finnen beste Wachstumsbedingungen. Aber nein, nirgends nicht ein einziges kleines Gänseblümchen. Ich weiss, ich weiss, ich bin die Ökologin und noch dazu eine, die sich mit eingeschleppten Arten befasst, und sollte es daher besser wissen – aber vielleicht könnte trotzdem der nächste Besuch aus Deutschland ein, zwei Gänseblümchenpflanzen für unseren Garten mitbringen?

• Man kann sich tatsächlich an Mückenstiche gewöhnen. Die Frage ist nur, ob es 5, 15 oder 50 Stiche braucht, bevor es nicht mehr juckt. Meine persönliche Grenze liegt ungefähr bei 20. Im Herbst gibt es eine neue Sorte Mücken, da muss man dann leider mit der Gewöhnung wieder von vorn anfangen. Und leider fühlen sich sowohl Mückenstiche als auch Sonnenbrand in der Sauna besonders schlimm an…

• Aber das Allerlustigste sind die finnischen Igel. Die rollen sich bei Gefahr nicht ein, die RENNEN WEG! Wenn gar kein Entkommen ist, dann – das durfte ich mal bei einer Igelmama mit Kindern in Konnevesi beobachten – wird sich nicht zu einer kompletten Kugel eingerollt, sondern nur soweit, dass man die Beine noch zum Hochspringen und Dem-Feind-seinen-stachligen-Rücken-in-die-Schnauze/den-Handteller-Hauen frei hat. Eilig haben sie’s, die finnischen Igel, keine Zeit, den kurzen Sommer mit Einrollen und Abwarten zu vergeuden!

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