Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku

Langes Wochenende

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Zum Langsam-Wieder-ans-Arbeiten-Gewöhnen nach den Feiertagen ;-) ist in Finnland der 6. Januar Feiertag und hat uns dieses Jahr ein langes Wochenende beschert.

Freitagnachmittag sind wir nach Helsinki gefahren, entspannt mit dem Bus. Anscheinend sind aber jede Menge andere Leute auf die gleiche Idee gekommen, das lange Wochenende zu verbringen. Nein, also der Bus war nicht voll, aber das Eurohostel war trotz seiner 255 Betten wie so oft mal wieder ausgebucht, und im Vltava hätte man zwar Bier trinken können, aber es gab eine ca. einstündige Warteliste fürs Essen. Nee danke! Wirklich tschechisch hätte es wahrscheinlich sowieso nicht geschmeckt, und die Wartezeit bei einem Bier verbringen fiel ja aus… Waren wir also beim Nepalesen, den wir zufällig auf dem Weg vom Busbahnhof zum Hotel entdeckt hatten. Der hatte leckeres Essen und war sehr nett. ”Woher seid ihr?”, fragte er, als wir bezahlt hatten. ”Aus Turku…”, sagte ich, und der Ähämann ergänzte:”Aber eigentlich sind wir Deutsche.” Woraufhin der Nepalese ein wenig irritiert von einem zum anderen guckte, aber schliesslich die Lösung gefunden zu haben glaubte:”Also du…” – Blick zu mir – ”…bist Finnin?” ”Nee…” *lach* Seltsamerweise kann sich hier NIE einer vorstellen, wie es zwei Deutsche zusammen nach Finnland verschlagen kann. Immer wird vom wahrscheinlichsten Fall ausgegangen: dass Vidal hergekommen ist, weil er hier eine finnische Freundin hat. Wenn die Leute MICH schon kennen und wissen, dass ich Deutsche bin, aber den Ähämann nicht, dann wird auf den zweitwahrscheinlichsten Fall geschlossen (obwohl der so wahrscheinlich nicht ist: ich kenne kaum eine Ausländerin, die einen finnischen Freund oder gar Mann hat, wohingegen der umgekehrte Fall recht häufig ist): dass ich wegen meinem finnischen Mann nach Turku gekommen bin. Wenn dann geklärt ist, dass wir beide Deutsche sind, und sogar schon in Deutschland ein Paar waren und gemeinsam nach Finnland gezogen sind, dann wird meistens die dritte falsche Schlussfolgerung gezogen: dass Vidal hier Arbeit gefunden hat und ich mitgekommen bin. Nee, ganz falsch, damit das mal gleich klar ist: das war genau umgekehrt. ICH wollte ganz dringend wieder nach Finnland, und ICH habe eine Stelle hier gefunden, und weil der liebste Ähämann auch der beste Ähämann überhaupt ist, hat er sich auf das Abenteuer eingelassen und ist mit mir umgezogen.
Sorry, Leute, dass wir in so gar keine Schublade passen! ;-)

Und was wollten wir nun eigentlich in Helsinki? Ähm, ja, ich gesteh’s ungern: eigentlich nur ”shoppen”. Der Drang, einkaufen zu gehen, überkommt uns höchst selten, aber wenn, dann sollte es auch Spass machen. In der finnischen ”Provinz” tut es das meist nicht. Nicht, dass es zu wenig gäbe, aber irgendwie doch immer das Gleiche – und wenn man was Bestimmtes sucht, läuft man sich stundenlang die Hacken ab, ohne Erfolg. Das macht in der ”Hauptstadt” doch sehr viel mehr Spass. Zusätzlich war noch Nach-Weihnachts-ALE, also Schlussverkauf, und auf der Rückfahrt haben wir uns fast ein wenig unserer vielen Einkaufstüten geschämt. Aber nur fast. ;-)

Und dann waren wir froh, dass wir noch einen dritten freien Tag hatten – um die Weihnachtssachen wegzuräumen und den Baum abzuputzen und aufzuräumen und zu waschen und endlich die Küchenuhr anzubringen und das Kinderzimmer so allmählich in einen benutzbaren Zustand zu versetzen…

Und eigentlich brauchen wir uns jetzt immer noch nicht wieder so richtig an die Arbeit zu gewöhnen – Freitagabend fahren wir ja schon wieder in Urlaub! :-)

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