Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku

Tipps für den Umgang mit werdenden Eltern:

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Verbotene Sätze

“Wisst ihr schon was es wird?“

Besonders lustig, wenn die Frage im dritten oder vierten Monat gestellt wird. Und nein, wissen wir nicht. Ein Baby vermutlich. Ganz und gar verboten übrigens: auf die Aussage „Wir wollen es auch gar nicht wissen“ mit einem fordernden „Aber falls ihr es doch zufällig erfahrt, dann sagt ihr es aber!“ zu reagieren.

“Wann war nochmal der genaue Geburtstermin?“

Am 18. März 2006 um 7:35 Uhr. Pünktlich. Kann sich die liebe Verwandtschaft schon mal in den Terminkalender schreiben. Nur ob sich das Mäusekind dran hält, wagen wir doch sehr zu bezweifeln.

“Da komm’ ich euch dann gleich im April besuchen!“

Nein! Definitiv nicht! Wir glauben nicht, dass uns mit einem Neugeborenen nach Besuch ist, der länger als einen Tag bleibt. Und schon gar nicht nach Besuch, der sich jetzt schon mal selbst einlädt.

“Und wie machst du das dann mit deiner Doktorarbeit?!“

Tja, es soll Leute geben, denen eine Doktorarbeit doch nicht das Wichtigste im Leben ist. (Unglaublich, oder?) Im Übrigen sei hiermit gesagt, dass ich sie natürlich zu Ende zu bringen gedenke. NACH der Babypause.

“Aber ihr gebt ihm doch nicht so einen unaussprechlichen finnischen Namen?!“

Ach, das sehen wir mal, ja?! *flöt* Ganz und gar verboten: unsere Namensvorstellungen jetzt schon aus uns herauszubekommen versuchen. Wir lassen uns wohl von 20 Leuten in unsere Namenswahl reinreden! Nee, Leute, da müsst ihr schon warten! Und lasst euch gesagt sein, wenn wir uns nach finnischem Brauch richten würden, dann müsstet ihr nicht nur bis zur Geburt, sondern sogar bis zur Taufe warten!

“Waaas? Ihr wollt mal drei Kinder?! Also ich weiss nicht…“

Also wir wissen auch nicht… wie es dann so werden wird. Aber wir wissen beide, wie es ist, als Einzelkinder aufzuwachsen und Geschwister zu vermissen, und das wollen wir unserem eigenen Kind nicht antun. Und uns selbst auch nicht. Ich kann mir jetzt schon nicht vorstellen, wenn das Mäusekind geboren ist, nie wieder so ein kleines Wesen in meinem Bauch strampeln zu spüren…
Aber natürlich sind wir uns der Tatsache bewusst, dass, sollten wir tatsächlich drei Kinder in die Welt setzen, wir nicht ganz normal wären und welch eine Blamage für deutsche Verwandtschaft und deren Nachbarn! Aber deswegen sind wir ja auch schon mal vorsichtshalber weit, weit weg gezogen, in ein Land, wo lauter so Asoziale wohnen, die lieber Kinder als Autos haben.

Naja, die Finnen sind sowieso komisch – haben noch keine einzige dieser Fragen gestellt, freuen sich einen Ast mit uns, und interessieren sich überhaupt nicht für die harten Fakten! ;-)

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