Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku

790 km später…

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Sagte ich in meinem letzten Eintrag etwas davon, dass Konnevesi nahe ist? ;-)
Zum Glück sind Entfernungen in Finnland ein bisschen anders…

Skier und Schlittschuhe habe ich einfach mal nur spazieren gefahren. Die Eisbahn auf dem Jyväsjärvi in Jyväskylä war am Samstag leider zu sehr angetaut, und dass wir nicht zum Skifahren kommen würden, hätte ich mir eigentlich denken können. Dabei hätte man ja auch viel zu wenig reden können. ;-) Stattdessen sind wir über den See spaziert, haben die Wasseramseln im Koski beobachtet, Tee getrunken, Chips mit Dippi gegessen, stundenlang in der Sauna gesessen… und geredet und geredet. Quatschweiberwochenende! :-)
Bisher dachte ich, der Winter in Turku wäre einfach nicht besonders finnisch, aber in Konnevesi stellte sich heraus, dass dieser Winter wirklich sehr unterdurchschnittlich ist. Gar nicht viel Schnee, und nur 30 cm Eis auf dem See. Was die Techniker natürlich nicht davon abgehalten hat, eine Rallyestrecke auf dem See anzulegen, die von der Konnevesi-Jugend auch reichlich frequentiert wird. Einer drehte noch nachts halb zwei unermüdlich seine Runden. Die spinnen, die Finnen…!
Gestern fing’s dann aber an zu schneien und hat bis jetzt nicht aufgehört, und heute habe ich mich gefühlt wie auf einer Zeitreise zurück in „meinen“ finnischen Winter. Janne hat mich mit dem Schneemobil mit auf den See zum Reusen-Kontrollieren genommen. (In Lappland kann man so Schneemobil-Safaris machen, da fährt man dann zu dreissigst in Reihe durch die Gegend… *schüttel* … aber es hat’s ja nicht jeder so gut wie ich… :-) ) Und dann sind wir noch mit dem Auto zu den restlichen Reusen gefahren, die sich alle in irgendwelchen Buchten des Konnevesi befinden. Ich weiss jetzt auch, was mir in Turku zum Winter fehlt: dick beschneite Wälder, Holzlaster, die, in eine grosse Schneewolke gehüllt, mit 100 km/h über die auf 80 km/h begrenzten Strassen rasen, Risto mit der lumilinko, die Maschine, die mit Überbreite und mindestens 80 km/h über die Strassen rast und die vereisten Spurrinnen abrubbelt, und jemand wie Janne, der zwar behauptet, den Winter überhaupt nicht leiden zu können, aber sichtlich Spass am Schnee auf den Strassen hat. Allerdings hat er mir heute mit auf den Weg gegeben, ganz vorsichtig zu fahren, und nicht etwa so, wie er mir gerade vorgemacht hat. *grins* Wenn er und Jyrki mir damals nicht gezeigt hätten, was man mit einem Auto auf verschneiten Strassen alles anstellen kann, würde ich mich heute noch nicht zu fahren getrauen im Winter…
In Südfinnland haben sich dann heute auch gleich 73 Unfälle ereignet, so die 18:00 Uhr-Nachrichten von YleX. Den 74. hab ich dann selbst gesehen in Tampere. Ich hätte nicht gedacht, dass es innerhalb Finnlands doch solche Unterschiede gibt. Aber ich bin froh, dass es im „Süden“ auch so viel geschneit hat. :-)

Zu Hause erwartete mich ein grosses Loch vor der Haustür, nichts Gutes verheissend. Und wirklich kommt kein Tropfen Wasser aus dem Hahn. Na, zum Glück gibt’s in meiner Trinkflasche noch einen dreiviertel Liter Konnevesi-Wasser! ;-)

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