Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku

Kuukausiliite-Tag

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Das heisst, man schläft aus, wankt gegen elf ins Bad und in die Küche, macht ein bisschen Frühstück (heute allein *huwääääh*) und geht dann Punkt zwölf zum Studentendorf-Kauppa, der gerade da aufmacht, aber trotzdem nur (noch? überhaupt?) einen Helsingin Sanomat hat, obwohl dem doch heute das einmal im Monat erscheinende Magazin beigelegt ist. Aber einer reicht mir ja auch. ;-)

Mit der Kuukausiliite hab’ ich damals im Sommer 2001 in Konnevesi meine ersten Gehversuche im Finnischen ohne meinen selbsternannten Finnischlehrer gemacht. Mühsam genug, mit ihm zu reden – mehr mit Händen und Füssen und Grimassenschneiden – und dann ein Jahr lang an Redewendungen in seinen Mails rätseln zu müssen und Deutsch neu erfinden, damit ich mit meinen paar Worten doch das ausdrücken kann, wofür ich eigentlich viel mehr Worte bräuchte. (Ich hab auch schon mal einen französischen Leuchtturmwärter gefragt:“Wann kommt das Wasser zurück?“ weil mir das Wort für „Flut“ gänzlich unbekannt war…) Als ich beim Durchblättern der Juni 2001 – Ausgabe plötzlich festgestellt habe, dass ich manche Artikel im Grossen und Ganzen verstehe, wusste ich, dass ich es schaffe mit dieser Sprache!!!

(Ich geh’ gern zum Finnischkurs, aber ich möchte das Überlebenstraining in einer Sprache, von der ich vorher KEIN WORT konnte, das mir der selbsternannte Finnischlehrer und die Kuukausiliite verpasst haben, nicht missen. Es war hart (und es treibt mich jetzt noch zur Verzweiflung wenn ich einen Artikel überhaupt nicht begreife), aber es hat IMMER Spass gemacht und ich habe bei jedem Satz das Gefühl gehabt, er hilft mir, in Finnland zu leben. Das kann ich von meinem Finnischkurs nicht behaupten.)

Pinni hat mir dann *umarm* anderthalb Jahre lang alle Kuukausiliites aufgehoben, die sie in Konnevesi irgendwie auftreiben konnte (und die diesjährige Januar-Ausgabe hat sie mir wegen Abwesenheit meinerseits auch gekauft!), aber jetzt bin ich endlich in der glücklichen Lage, sie mir selbst und ganz legal besorgen zu können (auch wenn man ein bisschen schnell sein muss…)

Das Titelthema heute: Was, wenn Helsinki nie gebaut worden wäre? Prima Fotomontagen – von Domstufen, die nur auf einen spärlich bewaldeten Fels führen, von einem Sumpf gleich neben dem Hauptbahnhof, von grossen Felsbrocken im Hafen… Selbst wenn man kein Wort Finnisch verstehen würde, müsste man sich die kaufen, schon wegen der sagenhaften Fotos da drin immer! *schwärm*

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