Suomalainen Päiväkirja

Live aus Turku

Lopultakin Suomessa!!!

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Tja, wo soll ich anfangen mit erzählen…?

Wir haben ganze drei Tage lang unser Auto bepackt, unter vielen freundlichen Tipps und guten Wünschen sämtlicher Hundebesitzer unseres Hauses… ;-) Ich weiss nicht, wie der Liebste das hingekriegt hat, aber wir haben tatsächlich seine Leuchtröhren, seine Kühlbox, den Meerschweinkäfig, zwei Klappstühle, zwei IVAR-Stühle, meinen Balkontisch aus Bielefeld, mein Bett+Matratze aus Bielefeld , zwei Lampen, ein Schuhregal, Töpfe, Geschirr, jede Menge Klamotten (man braucht ja schon Wintersachen… also jetzt noch nicht, aber bestimmt bald) und Bücher und Krimskrams, ein grosses IVAR-Regal und unsere beiden Fahrräder in bzw. auf das Auto bekommen. Die Fähre von Rostock nach Trelleborg war ein RIESENkasten, sowas hab ich noch nie gesehen. Also so grosse Fähren schon, aber noch nie so ein dermassen kastenförmiges! Das war bestimmt für mindestens 100 LKWs ausgelegt, und ein ganzer Zug hat auch noch draufgepasst. Dort hatten wir natürlich mit unserem überhohen Auto wegen der Fahrräder kein Problem. Auf der Fähre von Stockholm nach Turku haben wir dann extra einen Platz auf dem LKW-Deck bekommen, damit wir die Räder nicht abbauen müssen (obwohl man uns vorher gesagt hatte, dass wir das höchstwahrscheinlich müssen). Der arme J-FI war ganz eingequetscht zwischen diesen Riesenkisten, aber wir haben uns so gefreut, dass man uns das extra möglich gemacht hat…! Diese Fähre war sowieso total beeindruckend. Die fährt fast die ganze Zeit nur zwischen Schären und Inseln und Inselchen hindurch, ich weiss überhaupt nicht, wie das gehen soll, wie man so einen Riesenpott durch diese winzigen Wasserwege manövrieren soll. Früh war sie dann schon zwischen den Inselchen vor Turku, auf den Buchten war überall Nebel, und dann sind wir um das letzte Inselchen herumgebogen, und da war schon Turku, genau im Sonnenaufgang! Schöner kann man in seinem neuen Zuhause eigentlich nicht ankommen…

Naja, und dann fing das Gerenne an… zuerst in die Uni, des Liebsten Proben in den Kühlschrank schaffen, dann zu TYS, unseren Mietvertrag unterschreiben und die Schlüssel abholen – ach, die Wohnung erst…! Die ist gerade ganz frisch renoviert und neu ausgestattet und gaaanz toll! Naja, leider seeeeehr weiss – weisse Wände, weisse Einbauschränke, weisse Küche – aber sooo schön! Dass sie ganze 20 m2 weniger hat als unsere alte werden wir dann erst richtig merken, wenn wir unsere Möbel aus Jena holen, aber andererseits werden wir gar nicht alle Möbel mitbringen müssen, weil wir z.B. so grosse Einbauschränke haben. Wir haben das Gefühl, wir haben jetzt schon mehr Platz um Sachen unterzubringen als wir in Jena je hatten…

Übrigens scheinen wir sogar das gute Wetter aus Deutschland mitgebracht zu haben – es ist zwar ziemlich kühl, zumindest früh, aber die ganze Zeit sonnig.

Gestern stand ganz im Zeichen der Behörden… eigentlich dachte ich ja, müsste ich zuerst meinen Arbeitsvertrag unterschreiben, um meine Aufenthaltsgenehmigung zu bekommen, die ich dann für alles andere brauche. Es stellte sich aber heraus, dass ich dafür zuerst mal eine finnische Steuerkarte brauche. Ich bin also zum verotoimisto (Steueramt) gegangen – „ja, können wir machen, aber Sie brauchen dazu ihre Sozialnummer, die bekommen Sie beim maistraatti (Meldeamt)“. Ich also zum maistraatti – „ja, können wir machen, haben Sie Ihre Aufenthaltsgenehmigung?“ *grmpf* Wir also zur Polizei, und, wie schön, die wollten gar keinen Arbeitsvertrag, denen hat die Bescheinigung von der Uni gereicht, dass ich jetzt hier anfange. Und der Liebste hat seine auch ganz leicht bekommen und er bekommt heute auch schon eine Sozialnummer (ohne die ja bekanntlich in Finnland nichts geht…) Überhaupt waren wir immer wieder überrascht, wie freundlich und unkompliziert es hier zugeht auf den Ämtern (obwohl ich es ja eigentlich nicht anders erwartet hatte ;-) ). In Deutschland bekommt man ja immer das Gefühl vermittelt, man wäre der kleine Hansel, der was vom grossen Beamten will und sich deswegen auch entsprechend zu benehmen hat. Hier dagegen lächeln immer alle und geben einem wirklich das Gefühl, einem helfen zu wollen. Und manchmal tun sie auch mal was entgegen dem üblichen Amtsweg, wenn’s denn sein muss. Zum Beispiel haben wir gestern beim Zoll erstmal eine ungute Überraschung erlebt. Wir dachten, wir sind mal ehrlich und sagen, dass der Liebste erst im Mai endgültig herkommt, und dann wollten die plötzlich unser Auto auch erst im Mai anmelden, solange könnten sie das Auto als „Touristenauto“ deklarieren. Naja, wäre ja schön und gut, wenn uns die deutsche Zulassungsstelle nicht die Exportkennzeichen aufgeschwatzt hätte, die nur noch bis nächste Woche gültig sind! Eine Stunde lang wurde dann mit allen möglichen Leuten bis hinauf zum höchsten Chef darüber diskutiert, was man denn nun in unserem Fall tun könnte, mit dem Ergebnis, dass wir das Auto doch jetzt schon anmelden dürfen und auch den Steuererlass kriegen, nur der Liebste muss jetzt den Chef immer anrufen, wenn er nach Deutschland fährt. In Deutschland wären wir garantiert mit einem „nein, geht nicht“ wieder weggeschickt worden und hätten sehen können, wie wir das nun hinkriegen.

Ich schreib übrigens schon von meinem neuen Arbeitsplatz in der Uni. Hier war auch schon alles vorbereitet für mich – Schlüssel, Computer, Arbeitsplatz… und beim Liebsten war es nicht anders, obwohl er ja nur für zwei Monate herkommt. :-)

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